GTA: San Andreas : GTA San Andreas erhitzt die Gemüter GTA San Andreas erhitzt die Gemüter Eine 85-jährige Großmutter aus New York hat Rockstar Games aufgrund des Hot-Coffee-Sexskandals verklagt: Florence Cohen kaufte Ende 2004 für ihren 14-jährigen Enkel eine Kopie von GTA: San Andreas, ohne zu wissen, dass das Spiel 'pornografische' Inhalte enthält. Sie wirft dem Hersteller nun irreführende Vermarktungspraktiken vor.

Wohlgemerkt: Vor dem Skandal gab das amerikanische Entertainment Software Ratings Board ESRB dem Spiel die Einstufung 'M', geeignet für Spieler ab 17. Dies hat sich jetzt nach der negativen Berichterstattung (siehe News) auf 'AO' geändert, so dass nur noch Volljährige ab 18 GTA: San Andreas in den USA kaufen dürfen. Das Spiel war also niemals für den Enkel der Klagenden geeignet.

Vor Gericht muss jetzt geklärt werden, ob Rockstar Games die Käufer bewusst getäuscht hat. Hätte Rockstar von vornherein auf die per Codes und Mods freischaltbaren Inhalte hinweisen müssen? Natürlich geht es in diesem Prozess auch um die in den USA üblichen hohen Schadensersatzforderungen. Laut der Nachrichtenagentur AP hat die Klägerin aber noch keine Schadenssumme veranschlagt. Andere Quellen berichten, dass die Klägerin 5 Millionen US-Dollar einfordert.

En detail wirft der Anwalt Rockstar folgende Verfehlungen vor: Kundentäuschung, falsche Werbung, Betrug nach dem bürgerlichen Recht und ungerechtfertigte Bereicherung. Damit die Schadensersatzsumme nicht zu niedrig ausfällt, versucht die Klägerin Cohen, dass ihre Klage den Status einer Massenklage erhält. So könnten sich auch andere Bürger der USA ihr anschließen und somit die Schadenssumme in die Höhe treiben. Außerdem will Cohen, dass ihr Fall vor einer Geschworenen-Jury verhandelt wird, was ihre Chancen weiter erhöhen würde.

Laut einem Bericht des Magazins GameSpot liefen in den USA weiterhin Reklamespots für GTA: San Andreas auf MTV. Jetzt würde diese Werbung aber ausgesetzt.