PlayStation Network - Schon wieder attackiert

PSN, SEN und SOE wurden erneut Ziel einer Attacke. Etwa 93.000 Accounts sollen betroffen sein. Kreditkarten-Daten sind laut Sony sicher.

von Daniel Feith,
12.10.2011 11:21 Uhr

PlayStation NetworkPlayStation Network

Sonys Online-Netzwerke wurden erneut Ziel eines Angriffs. Dies gab Philip Reitinger, Chief Information Security Officer bei der Sony Group im PlayStation-Blog bekannt. Das Sony Entertainment Network (SEN), PlayStation Network (PSN) und Sony Online Entertainment (SOE) seien in der Zeit von 7. bis 10. Oktober mit einer »großen Anzahl« von Nutzerdaten aus bisher noch unbekannter Quelle attackiert worden. Da viele der Daten nicht den bei Sony hinterlegten ID/Passwort-Kombinationen entsprachen, geht Sony davon aus, dass die Daten von einer fremden Quelle und nicht direkt aus den Sony-Netzwerken entwendet wurden.

Insgesamt sind 93.000 Accounts betroffen, davon 33.000 bei Sony Online Entertainment, 60.000 beim PlayStation Network und Sony Entertainment Network. Dies seien etwa 0,1 % des Gesamtnutzerbestandes. Sony hat die fraglichen Accounts gesperrt und sagt, nur ein kleiner Bruchteil der betroffenen Konten weise fragwürdige Aktivitäten auf. Hinterlegte Kreditkartendaten seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. Kunden, die im Voraus Geld auf ihr Sony-Konto geladen hatten, werden zu 100% entschädigt, wenn das Konto illegal belastet wurde.

PSN/SEN-Nutzer, deren Account betroffen ist, werden von Sony eine E-Mail mit der Bitte, ihr Passwort zurückzusetzen, erhalten. Die betroffenen Accounts bei Sony Online Entertainment wurden vorübergehend abgeschaltet. Sony wird deren Nutzern eine Mail mit genauen Instruktionen schicken, wie sie ihren SOE-Account reaktivieren können.

Sony bittet alle Network-Nutzer eindringlich, aus Sicherheitsgründen nur schwer zu knackende Passwörter zu verwenden.

Im April 2011 wurde Sony das Opfer einer massiven Hacker-Attacke. Damals waren etwa 77 Millionen PSN- und Qriocity-Accounts sowie knapp 25 Millionen SOE-Konten inklusive der anhängenden Kreditkarteninformationen betroffen (wir berichteten).


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