Streit um VR - Oculus zieht erneut gegen ZeniMax vor Gericht

Oculus VR und ZeniMax stehen sich vielleicht erneut vor Gericht gegnüber. Der Virtual-Reality-Headset-Hersteller klagt gegen das ursprüngliche Verfahren, bei dem er zu 500 Millionen US-Dollar Entschädigungszahlung verurteilt wurde.

von Tobias Ritter,
13.04.2017 13:11 Uhr

Oculus Rift startet ein neues Gerichtsverfahren gegen ZeniMax. Das Unternehmen möchte die gerichtlich angeordnete Entschädigungszahlung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar nicht akzeptieren und wirft der Jury des ersten Verfahrens eine widersprüchliche Entscheidung vor.Oculus Rift startet ein neues Gerichtsverfahren gegen ZeniMax. Das Unternehmen möchte die gerichtlich angeordnete Entschädigungszahlung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar nicht akzeptieren und wirft der Jury des ersten Verfahrens eine widersprüchliche Entscheidung vor.

Der Rechtsstreit zwischen Oculus VR und dem Bethesda-Mutterkonzern ZeniMax geht in die nächste Runde. Nachdem der von Palmer Luckey gegründete Virtual-Reality-Headset-Hersteller zunächst zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar verurteilt wurde, hat das Unternehmen jetzt laut UploadVR das ursprüngliche Urteil angefochten.

Oculus VR wirft der Jury des ersten Verfahrens in seiner Gegenklage eine »Entscheidung entgegen aller Beweislast« vor. Zurückgehaltene Aussagen und die Rückhaltung von Beweisen sollen zudem zu einer negativen Schlussfolgerung durch die Jury geführt haben.

Darüber hinaus bezeichnet das VR-Unternehmen die zu zahlende Entschädigungssumme von 500 Millionen US-Dollar als überzogen und das finale Urteil der Jury als widersprüchlich.

Worum geht's?
ZeniMax wirft Oculus VR und dessen Gründer Palmer Luckey vor, »illegal und widerrechtlich Geschäftsgeheimnisse, die sich auf Virtual Reality beziehen, entwendet zu haben und Rechte sowie Marken von ZeniMax zu verletzen«. Erst dadurch sei es möglich gewesen, das VR-Headset Oculus Rift überhaupt zu entwickeln. Der ehemalige Angestellte der ZeniMax-Tochter id Software, John Carmack, ist ebenfalls in das Verfahren involviert. Er soll die ZeniMax-Technologien bei Oculus VR eingebracht haben, nachdem er dort angeheuert hatte.

Ob das Berufungsverfahren Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Möglicherweise hat ZeniMax seine Forderungen allerdings ohnehin zu spät gestellt. Dann wäre das ganze Verfahren hinfällig, wie das Rechts-Blog Law 360 vermutet.

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