Tagoria - Browserspiel des Tages - Leichte Fantasy-Kost ohne Hintergrundstory

Im 12. Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Rollenspiel Tagoria.

von Frank Maier, Gerald Meyer,
11.09.2008 17:00 Uhr

In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen jeweils wochentags um 17:00 Uhr Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele.

Im 12.Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Rollenspiel Tagoria.

Das Gameart-Studio hat viele Konsorten klischeebezogener Fantasy-Browserspiele aufzuweisen. Eines davon ist Tagoria und äußerst leichte Fantasy-Kost, die ohne eine großartige Hintergrundstory auskommt.

Unaufgeregt das Schwert verlegt

Es ist angebracht, als erstes die Missionen des Druiden anzunehmen und sich auf den leichtfüßigen Weg des Abenteurers zu begeben; die Kräfte Ihrer Waffen sind dabei erst einmal zweitrangig. So suchen Sie z. B. das Tal, die Ruinen, den Vulkan oder die Schlucht auf. Ihre Aufgaben sind einfach gestaltet/gestaffelt. Als Faustregel gilt: die gängigen Eigenschaftsattribute des Helden müssen mit denen der Monster ungefähr gleichgestellt sein, um als Sieger hervorzugehen – was in den meisten Fällen klappt. Danach kehren Sie zum Auftraggeber zurück und holen sich Bernstein ab, das in Attribute, ihre Höhle (die erweiterbaren Schutz verspricht) und natürlich Waffen/Rüstungen investiert werden kann. Im späteren Spielverlauf erhalten Sie außerdem die „Gunst der Götter“: Punkte, die Sie für 24 Stunden in eine Ihrer Haupteigenschaften investieren.

Im Torf beim Dorf

Wichtigstes Bindeglied zwischen Ihnen und der äußeren Welt ist „Das Dorf“, in dem vom Schmied und Alchemisten bis hin zu einem Bauernhof, auf dem zugearbeitet werden darf, alles vorhanden ist. Und sollten Sie von den Missionen die Schnauze voll haben, begeben Sie sich auf einen „Überfall“ und plündern Ihre Artgenossen aus. Hauptmännern und Hordenfürsten steht die Option der Söldnerrekrutierung offen, die nur wenig Geld kostet. Spannend ist es auch, einen Blick auf die Hordenschlachten zu werfen, an denen Sie selbstverständlich teilnehmen und Ruhm und Ehre erwirken können. Und haben Sie noch dazu das eine oder andere rare Item erstanden, sind Sie bei den Kämpfen durchaus im Vorteil. Außerdem verfügen Sie über Runenmagie – doppelt vorhandene Steine dürfen zwar nicht verkauft, aber auf dem Markt getauscht werden. Neben einer erweiterbaren Freundes-, Feindesliste (Diplomatie) finden Sie eine Gesamtstatistik, die die Anzahl der Siege/Niederlagen aufweist. Die Premiumvariante verspricht u. a. statt 6 gleich 12 Aktions- und ebenso die doppelte Anzahl an Missionspunkten, Werbefreieheit u. v. a.

Fazit: Selbst wenn man die wenigen Abstriche in der gängigen, kostenlosen Variante im Gegensatz zur Premium-Version in Kauf nimmt, bleibt Tagoria herrlich unkompliziert, jedoch spannungslos, aber auch ohne lästigen Verwaltungskram. Tagoria ist wie das sanfte Dahinplätschern am Fluss: es lädt zum sporadischen Verweilen ein - aber irgendwann ist dann auch mal wieder gut.

Name:

Tagoria

Webseite:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Rollenspiel

Präsentation:

++++

Zugänglichkeit:

++++

Spielspaß:

+++

Downloadclient:

nein

Premium:

ja

Zeitaufwand:

mittelmäßig

Lästerfaktor:

+++

Alle bisher getesteten Browserspiele finden Sie in der Übersicht.

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon. Meyer war Gründer des "G. Meyer Taschenbuch Verlag", in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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