USK - Weniger Shooter als noch 2008

»Mehr Prüfverfahren – dafür weniger Ego-Shooter« lautet das Fazit der USK über das Jahr 2009.

von Daniel Raumer,
27.01.2010 12:39 Uhr

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), unter anderem für die Altersfreigabe von PC- und Konsolenspielen zuständig, stellte gestern seine Jahresbilanz 2009 vor. In einer Pressemeldung veröffentlichte das Gremium einen statistischen Überblick über die im vergangenen Jahr geprüften Titel. Demnach wurden insgesamt 3.100 Datenträger zur Freigabe vorgelegt. 114 mehr als noch im Vorjahr.

In diese Zahlen fließen Downloadspiele aber nicht ein: »Online-Spiele kann die USK derzeit nicht prüfen, da laut Jugendschutzgesetz immer ein Datenträger zur Prüfung vorliegen muss.«

Nach Angaben der USK erhielten »im letzten Jahr (…) mehr als 80 Prozent aller beantragten Spiele eine Freigabe von null, sechs oder zwölf Jahren. In weniger als 7 Prozent der Prüfverfahren vergaben die Obersten Landesjugendbehörden keine Freigabe für Jugendliche«, sodass diese Titel nur von volljährigen Käufern erworben werden durften.
Im Vergleich zu 2008 ergeben sich somit für die Prozentwerte keine großen Veränderungen (siehe Grafik).

In Bezug auf die Genreüberischt (siehe Grafik) zeigt sich ein interessantes Bild. Obwohl die Verweigerung der Freigabe durch die USK bei Actiontiteln meist die größten Schlagzeilen schreibt, machen diese Titel im Prüfportfolio nur einen geringen Anteil aus. Jürgen Hilse, Ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der USK: » Im letzten Jahr gab es einen weiteren Rückgang bei den Ego-Shootern. Während diese 2008 noch 148 Prüfverfahren ausmachten, hat sich diese Zahl 2009 mit 66 Verfahren mehr als halbiert.« So sind nur 4,2% aller begutachteten Medien Shooter. Fast jeder fünfte Prüfvorgang bezog sich hingegen auf Arcade-Titel.


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