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Sind Spiele nur noch Mainstream? - »Die Welt« über Innovation in Computerspielen

Diskussions-Runde: Die Welt beklagt zu viel Mainstream und zu wenig Qualität und Innovation bei Spielen. Was ist Ihre Meinung?

Von Rene Heuser |

Datum: 24.02.2009; 10:41 Uhr


Sind Spiele nur noch Mainstream? : Welt Online Welt Online Die Weltwirtschaft steckt in einer Krise. Aber gilt das auch für die Computer- und Videospiele-Hersteller? In einem Artikel für die Online-Ausgabe »Der Welt« hat der Journalist Thomas Lindemann die These aufgestellt, dass die Spiele-Branche vor allem selbst Schuld an der Misere hat: »Vor allem aber leidet die Qualität der Spiele. Denn in diesen schwierigen Zeiten halten die Hersteller an Bewährtem fest – der Underground ist tot.«

Lindemann zufolge gibt es nur noch Mainstream und zu wenig unangepasste Spiele: »Es gibt niemanden, der die Genregesetze radikal bricht, keinen Karl Valentin und keine Nina Hagen des Games. [...] Das Videospiel ist erwachsen geworden, hört man oft - das heißt aber auch: Es hat seine Unschuld verloren und noch keine Gelassenheit gefunden.«

Diskutieren Sie mit! Gibt es nur noch Mainstream-Spiele und zu viele Fortsetzungen? Was war der letzte innovative Titel, den Sie gespielt haben und der sich aus dem Grau der Masse deutlich abgehoben hat?

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Avatar Rene Heuser
Rene Heuser
#1 | 24. Feb 2009, 11:08
Gehört nicht ganz zum Thema, aber auch nett zu lesen: http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,151 8,609091,00.html
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Avatar Hellfish-666
Hellfish-666
#2 | 24. Feb 2009, 11:20
Gibt es nur noch Mainstream-Spiele und zu viele Fortsetzungen?
Ja, als Beispiel nenne ich die Need for Speed reihe die Mitlerweile ausgelutscht ist vom Tuning, Tuning, Tuning sonst wenig neues außer ein paar Neue Effekte alles doch das selbe.

Was war der letzte innovative Titel, den Sie gespielt haben und der sich aus dem Grau der Masse deutlich abgehoben hat?
Meiner Meinung nach war es Call of Duty 4 MW, weil es mal ein anderes Szenario als 2WK bedient es ist frisch und wirkt wie ein Neues Ego-Shooter Ganre.

»Vor allem aber leidet die Qualität der Spiele. Denn in diesen schwierigen Zeiten halten die Hersteller an Bewährtem fest – der Underground ist tot.«

Dem kann ich nur Zustimmen siehe NfS Reihe und 2WK shooter.
Es mag auch an den Raubkopierern liegen warum es den selben NFS titel jahr für JAhr liegt, kann aber auch an der DRM/SecuRom Welle liegen.
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Avatar demMaddin
demMaddin
#3 | 24. Feb 2009, 11:22
Es gibt vlt. immer mehr Mainstreamspiele, aber es wird auch immer wieder Spiele geben, die herausragend sind und etwas verändern werden.
Man kann es ja auch etwas mit dem TV vergleichen. Dort gibt es auch immer wieder neue Formate, die etwas neues machen (ob nu aus den USA geklaut oder selbst gemacht ist ja erstmal egal). Und nachdem das eine Format, dann geklappt hat machen es viele andere nach und ein neues Genre ist geboren (zB Richtershows oder diese Dokus mit den "normalen" Menschen). So wird es bei den Computerspielen auch immer wieder was neues geben. Das wird zwar weniger werden und ob es sich immer durchsetzt ist auch die frage, aber ich hab keine Angst, dass es bei MMOs nur noch WOWs geben wird und bei Shootern nur noch CoDs ...
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Avatar ethnix
ethnix
#4 | 24. Feb 2009, 11:25
Es wird hergestellt, was die Leute kaufen. Die Leute wollen eben nichts neues. Sonst kann ich mir nicht erklären warum sich NfS: Undercover so viel besser als Race Driver GRID verkauft.
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Avatar Levishadow
Levishadow
#5 | 24. Feb 2009, 11:27
ganz klar: für die großen Hersteller möge das stimmen. Vorteil:
kleine Hersteller haben immer öffter Erfolg Aufgrund von frischen Ideen, und liebevollen umsetzungen :)
Audiosurf ... WoG ... Crayon Physics ... Ceville (ok .. nicht unbedingt frische ideen .. aber definitiv liebevoll umgesetzt) ...

also wenn man sich so die blogs der Entwickler so anguckt: Wirklich schlecht gehen tuts den Jungs nicht :) ... und sowas freut mich ...

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Avatar Tanatas
Tanatas
#6 | 24. Feb 2009, 11:33
Grüße

Jau, derbste Langeweile weit und Breit, wozu neues kaufen wenn ich das selbe quasi schon 8x im Regal habe?

Das letzte was ich als "Innovativ" bezeichnen würde bzw. andere Wege ging, war Overlord, selbst die Eckn und Kanten waren daran Charmanter als irgend ein weichgelutschter Mainstream-Titel.

Ich bin dafür zu den klassischen "Schwierigkeitsgraden" zurück zu kehren und in diesen Komplexität zu steigern zb Leicht - mit voller Minimap, Mittel -mit Minimap ohne Ziehlpunkte, Schwer -ohne Minimap.
So würde langfristig mehr Leute "ihr" Spiel finden......
Im Schwierigkeitsgrad steckt noch Potenzial(nein, kein Oblivion, das Ober-Mainstream-RPG.... ^^ )

Bis dahin
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Avatar NxGRaziel
NxGRaziel
#7 | 24. Feb 2009, 11:33
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Evangelion03
Evangelion03
#8 | 24. Feb 2009, 11:35
Wenn man sieht, dass viele Spiele nur noch Nachfolger sind und oft keine wirklichen Neuerungen, außer neuer Grafik, bieten. Der Mainstream verkauft sich halt besser als Spiele für Hardcore-Gamer (siehe Wii, eine reine Spasskonsole die auf den Mainstream zugeschnitten ist lässt die XBox360 und die PS3 hinter sich und auch der DS verkauft sich gut mit Sachen wie "Gehrinjogging" und co. ) und weil Firmen wohl oder übel nur auf Gewinn aus sind, gehen sie in Richtung Mainstream. Komplexe Strategiespiele die Einarbeitungszeit erfordern, kreative Versuche einige Genres umzukrempeln und (Weltraum/ Flug) Simulationen werden im Kaufregal links liegen gelassen, ganz zu schweigen davon, dass letzteres Genere quasi tot ist (das X3 Addon mal nicht mitgezählt) weil es überhaupt nicht mehr Mainstreamfähig ist. EA beweist da auf dreiste Art und Weise wie man Geld mit dem Mainstream macht. Die Qualität ihrer Produkte ist oft zweifelhaft, sie landen trotzdem in den Charts und verkaufen sich blendend. Die Käufer sind bestimmt nicht informierte Gamer.

Es ist schon traurig. Ich denke gern an die gloreichen 90er zurück wo viele einzigartige Glanzstücke erschienen sind und fast jedes Nischengenre bedient wurde, aber wir leben nun im Jahr 2009 und wenn innovative Spiele wie World of Goo weiterhin in den Regalen ignoriert werden und Entwickler bei komplexen Projekten reihenweise Bugdesaster abliefern, dann seh ich schwarz. Naja, ich persönlich werd mir weiterhin jeder brauchbare RPG zulegen, das mit einem dicken Regelwerk ausgestattet ist, werde mir gute komplexe Strategiespiel kaufen, bei denen ohne Handbuch und Tutorial nichts läuft und während ich hoffe, dass wir gute Vertreter dieser Art abseits des Mainstreams bekommen bete ich für die Wiederbelebung der Mechsimulationen.
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Avatar xnots1109
xnots1109
#9 | 24. Feb 2009, 11:36
Erwachsen geworden??? Wohl eher wieder zurück in den Kindergarten?
Für den PC Spieler gibt es sowieso nur noch dahergerotzte Konsolenportierungen,auf die man ewig warten muss, die sich im Endeffekt genreabhängig eh alle gleich spielen.
Ankündigungen von Spielen gefühlte 5 jahre vorm Release, tausende Screenshots und Videos, damit man das Spiel schon vorm spielen in und auswendig kennt. Und danach stellt man fest -nur mal wieder heiße Luft.
Aus dem kompletten Überangebot von Spielen versucht man sich noch
einigermaßen die Perlen rauszusuchen -selbst dann bin ich meist enttäuscht, für was ich mein Geld ausgeben habe.
Mittlerweile fesselt mich ein Spiel gerade mal maximal 2 Wochen lang,
danach verrottets in einer Ecke. Nicht mal mehr MMOs können mich lange fesseln -schon gar nicht wenns mehr oder weniger in Arbeit ausartet (Gilden)
Schließlich ist es ja ein Hobby und das soll ja Spass machen.
Mir machts in letzter Zeit aber kaum mehr Spass.
Woran das liegt, weiß ich jetzt selber nicht genau. Ich weiß nur, das mich
fast alle aktuellen Spiele einfach nur langweilen.
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Avatar Hellfish-666
Hellfish-666
#10 | 24. Feb 2009, 11:37
Zitat von ethnix:
Es wird hergestellt, was die Leute kaufen. Die Leute wollen eben nichts neues. Sonst kann ich mir nicht erklären warum sich NfS: Undercover so viel besser als Race Driver GRID verkauft.


Es verkauft sich besser wegen Casual Gamern die immer diesen Titeln in der Werbung sehen sonst nie Magazine darüber lesen und nicht wissen das dieser Teil genauso ist wie der Vorgänger.
Also laufen sie zum Geschäft und kaufen es sich, hab es anhand eines Arbeitskolegen gesehen: Hab ihn gefragt:
"warum er sich NFS undercover gekauft hat?"
Er: "naja ich mag Need for Speed!"
Ich: "Es ist doch so wie der Vorgänger."
Er: "ja stimmt, aber was soll ich jetzt damit machen?"

Es sind die Casual Gamer die so etwas Kaufen aber diese werden spätestens nach dem 3. gleichen Teil merken das sich nix ändert.
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