Amoklauf in Winnenden: Die Fakten : Tim K. tötete 16 Menschen. Tim K. tötete 16 Menschen. Am 11. März gegen 9:30 Uhr stürmte der 17-jährige Tim K. in der schwäbischen Kleinstadt Winnenden mit einer Pistole bewaffnet in seine ehemalige Schule, die Albertville Realschule, und tötete dort acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen. In der darauffolgenden Flucht entführte er ein Auto und tötete drei weitere Menschen, bevor er sich dann nach einem Schusswechsel mit der Polizei selbst erschoss. Weitere Mitschüler und Polizisten wurden zum Teil schwer verletzt, befinden sich aber außer Lebensgefahr.

Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass Tim K. weitere Menschen töten wollte. Darauf hätte die am Tatort gefundene Menge an Munition hingewiesen, hieß es. Insgesamt wurden 60 Schuss in der Schule, neun vor dem Krankenhaus und 13 in Wendlingen am Neckar abgefeuert. Zum Zeitpunkt seines Todes hatte Tim K. noch 130 Patronen übrig. Zudem sei er als Gastschütze im Schützenverein des Vaters im Umgang mit Waffen geübt gewesen, da er seine Opfer vor allem mit Kopfschüssen tötete.

Amoklauf in Winnenden: Die Fakten : Kurz nach der Tat stürmte die Polizei bereits die Wohnung der Familie K. in Leutenbach, wo sie Waffen und den Computer des Täters sicherstellen. Gegen den Vater, ein erfolgreicher Unternehmer aus der Region, wird mittlerweile wegen Verstoßes gegen das Waffenrecht ermittelt. Der Vater Jörg K. soll 16 Waffen zu Hause gelagert haben, wobei die Tatwaffe sowie große Menge an Munition unrechtmäßig im Haus aufbewahrt wurden. Tim K. muss an die achtstellige Kombination der Waffenschränke gelangt sein und konnte diese so entwenden.

Stichhaltige Hintergründe über ein Motiv gibt es bislang noch nicht. Medienberichte widersprechen sich derzeit in der Beschreibung des Jugendlichen: Wärend einige ihn als ambitionierten Tisch-Tennisspieler beschreiben, sprechen andere Zeugen von einem Außenseiter, den keiner wirklich gemocht habe. Auch über seinen Freundeskreis gibt es unterschiedliche Aussagen. Neben Tischtennis gehörten zu seinen Hobbies laut Polizei auch Computerspiele wie Counter-Strike. Zudem soll er eine sehr große Sammlung an so genannten Soft-Air-Waffen, original getreue Waffen-Waffenbildungen, besessen haben.

Neusten Berichten zufolge, habe Tim K. seine Tat entgegen früheren Annahmen doch im Internet angekündigt.