News

Aktuelle Nachrichten aus der Spielebranche, Releaseverschiebungen und heiße Gerüchte im Überblick.

»Spieler sind Randgruppe« - sagt Australischer Staatsanwalt

Der Generalstaatsanwalt in Australien ist der Meinung, Spieler seien nur ein kleine Gruppe vor der man die Gesellschaft schützen müsse.

Von Daniel Raumer |

Datum: 11.12.2009; 10:20 Uhr


»Spieler sind Randgruppe« : USK Logos USK Logos Die Debatte um die Alterseinstufung von Videospielen in Australien geht weiter. Nachdem der Entwickler David Jaffe (God of War-Serie für die PlayStation 3) Anfang der Woche bereits heftige Kritik an dem dortigen System geübt hat, beschäftige sich nun auch der australische Fernsehsender ABC in einem kurzen Bericht mit diesem Thema. Darin kommt auch der australische Generalstaatsanwalt zu Wort, der das System dort verteidigt. Problematisch ist daran, dass im Gegensatz zu anderen Medien, für Videospiele die maximale Einstufung 15+ zur Verfügung steht. Eine Freigabe für Volljährige, wie beispielsweise auch in Deutschland üblich (siehe Foto), ist also nicht möglich. Das führt dazu, dass Spiele mit Gewaltinhalten in Australien oftmals nicht in den Verkauf gelangen können.

Das sei auch gar nicht nötig, sagt Generalstaatsanwalt Michael Atkinson: »Es handelt sich hierbei um eine Angelegenheit, bei der eine kleine Anzahl von engagierten Spielern versucht, der Gesellschaft ihren Willen aufzuzwingen. Und, wie ich glaube, schaden sie damit der Gesellschaft auch. Es ist das öffentliche Interesse gegen ein kleines persönliches Interesse.(…) Ich verstehe zwar, dass 98 oder 99 Prozent aller Spieler den Unterschied zwischen Phantasie und Realität kennen, aber 1 bis 2 Prozent können durch solche Spiele dazu motiviert werden, schreckliche Gewalttaten zu begehen. Man muss keine Spiele spielen, in denen man Menschen aufspießen, enthaupten und verstümmeln kann.«

»Spieler sind Randgruppe« : Aliens vs Predator Aliens vs Predator Entzündet hat sich die ganze Debatte an dem Horrorspiel Aliens vs Predator. Der Titel war den dortigen Behörden zu gewalthaltig und somit wurde eine Altersfreigabe verweigert. In Deutschland wird der Titel übrigens aus dem gleichen Grund auch nicht in den Handel kommen. Da sich der Publisher Sega aber weigert Anpassungen an dem Titel vorzunehmen, gehen australische und deutsche volljährige Spieler leer aus, da sie das Spiel nicht im Handel erwerben können.

Diesen Artikel:   Kommentieren (97) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1 2 3 ... 10 weiter »
Avatar stotch
stotch
#1 | 11. Dez 2009, 11:10
Milliardenindustrie = Randgruppe. Tolle Logik.
rate (262)  |  rate (11)
Avatar HawkS73
HawkS73
#2 | 11. Dez 2009, 11:11
Jupp.. wir sind eine kleine "Randgruppe", die zwar weltweit einen wirtschaftlichen Umsatz von XY Mrd im Jahr beschert, aber egal.. wir sind ja nur ne "Randgruppe" ... da kann man uns ruhig mit nem Schulterzucken abtun.
rate (140)  |  rate (8)
Avatar Kepas Beleglorn
Kepas Beleglorn
#3 | 11. Dez 2009, 11:12
Soso, dann haben die Australier jetzt also auch einen Hern Pfeiffer. Sehr schön.

Naja, bleibt wohl nur der Import.
rate (138)  |  rate (3)
Avatar Cinergie
Cinergie
#4 | 11. Dez 2009, 11:13
Der Einzige welcher versucht seine Angst anderen aufzuzwingen ist der Herr Generalstaatsanwalt! Vielleicht täte der australischen Regierung etwas mehr Realitätssinn gut, Spiele sind nicht mehr aufzuhalten, die Menschen wollen im Leben auch Spass und Unterhaltung auf virtueller Ebene haben. Wieviel Gewalt ein Computerspiel braucht ist halt ermessensache, ein wirkungsvoller Schutz und Altersfreigabe ist dabei aber wichtig! Ein Verbot bringt überhaupt nichts ausser die Förderung illegaler Downloads und das Entgleiten von wirkungsvollen Kontrollmechanismen.
rate (105)  |  rate (4)
Avatar Logizip
Logizip
#5 | 11. Dez 2009, 11:15
Spieler gehören zu einer Randgruppe?
Wenn ich mich so umschaue, dann gehören bestimmt 50% der Bevölkerung zu dieser Randgruppe, denn ich kenne nicht viele, die noch nie gezockt habe! Ältere Menschen mal ausgeschlossen!

btw: Das Aussage passt perfekt zu der Aussage des einen Spieleentwicklers, der gesagt hatte, dass der australische Verein dort nur "Mist" machen würde.

Computerspiele sind schon lange keine Kinderspielsachen mehr! Sie haben ihren Weg schon längst in die heimischen PC-Zimmer gefunden, wo auch +35 Jährige mal gerne ne Partie spielen!

Solche Aussagen kommen dabei rum, wenn man Leute an solche Posten lässt, die darüber gar keine Ahnung haben, worüber sie entscheiden!
rate (66)  |  rate (4)
Avatar Husker
Husker
#6 | 11. Dez 2009, 11:21
Das beweist nur wieder das Politik und Meinungen von Leuten gemacht werden die keine Ahnung von der Realität haben und das nicht nur hier in Deutschland.
rate (56)  |  rate (2)
Avatar SporesCreed
SporesCreed
#7 | 11. Dez 2009, 11:27
Zitat von :
Ich verstehe zwar, dass 98 oder 99 Prozent aller Spieler den Unterschied zwischen Phantasie und Realität kennen, aber 1 bis 2 Prozent können durch solche Spiele dazu motiviert werden, schreckliche Gewalttaten zu begehen.


Das einzig gute an diesem Satz ist wohl, dass er nicht alle der "Randgruppe", als Dämonen der Finsternis bezeichnet, wie es hier in Deutschland leider oft geschieht :P
rate (59)  |  rate (3)
Avatar Codename_V
Codename_V
#8 | 11. Dez 2009, 11:33
Seht es locker Leute.

Irgendwann waren Bücher mal "böse" und man hat Sie verbrannt.

Als das Fernsehen neu war, war auch das "böse" und wurde verteufelt und für die Übel dieser Welt verantwortlich gemacht.

Irgendwann war auch Rockmusik mal "böse" etc., etc....

Das nennt man Generationenkonflikt. Fakt ist, dass Menschen nunmal vor allem Angst haben, was sie nicht kennen und meisten Menschen sind leider zu engstirnig und verbohrt um sich auf neue Sachen einzulassen und diese kennen zu lernen. Angst haben und verteufeln ist einfacher und erfordert keine Intelligenz.

Irgendwann wenn die jetzigen Generalstaatsanwälte, Innenminister, Familienministerinnen und Möchtegern-Experten den Weg alles irdischen gegangen sind und 6-feet-under liegen, dann werden Computerspiele so normal sein wie Fernsehen und Bücher.

Und dann wird unsere Generation irgendetwas finden, dass sie verteufeln kann und sich mit unseren Kindern darüber streiten.
rate (172)  |  rate (3)
Avatar bismut
bismut
#9 | 11. Dez 2009, 11:40
jeden tag eine news über australien. wen interessiert eigentlich australien ? kommt mir so vor als wolle man uns extra vor augen halten, dass es bei anderen schlimmer ist als bei uns.
rate (18)  |  rate (92)
Avatar kandreasn76w
kandreasn76w
#10 | 11. Dez 2009, 11:42
Zitat von stotch:
Milliardenindustrie = Randgruppe. Tolle Logik.

Bei aller Aufregung sollte man hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Es geht bei den erscheinenden Videospielen hierbei nur um die, die in Australien nicht freigegeben werden - und je nach dem, wie hoch der Anteil am Gesamtspieleaufkommen (und derjenigen, die solche Spiele unbedingt spielen wollen an Gesamtbevölkerung) ist, muss man bewerten, ob es sich um eine Randgruppe (in Australien!) handelt.

Nichtsdestotrotz ist das Argument mehr als fadenscheinig. Wie viele Leute werden unter Alkoholeinfluss gewalttätig - ist des wegen der Alkoholkonsum in Australien untersagt?
rate (38)  |  rate (6)


PROMOTION
Nichts verpassen!
 
top Top
Suchen
GAMEPRO MEDIA © IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten GAMEPRO MEDIA