Google : Aktuellen Medienberichten zufolge könnte der Streaming-Dienst Twitch schon bald zum Google-Konzern gehören. Im Gespräch ist ein Kaufpreis in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. Aktuellen Medienberichten zufolge könnte der Streaming-Dienst Twitch schon bald zum Google-Konzern gehören. Im Gespräch ist ein Kaufpreis in Höhe von einer Milliarde US-Dollar.

Aktuellen Medienberichten zufolge befindet sich der Internetkonzern Google derzeit mit dem Live-Video-Streaming-Dienst Twitch in Verhandlungen um eine Übernahme. Unklar ist derzeit jedoch, wie weit fortgeschritten die Gespräche bereits sind. Während das Wall Street Journal von einem sehr frühen Stadium berichtet und einen nahenden Vertragsabschluss dementiert, schreibt theverge.com bereits von einer preislichen Einigung. Demnach soll sich Google die Twitch-Übernahme eine Milliarde US-Dollar kosten lassen - es gehe nur noch darum, wie eigenständig der Streaming-Dienst am Ende bleibe, heißt es.

Ohnehin könnten auf dem Weg zur finalen Akquisition noch ein paar Hürden auf die beiden involvierten Parteien warten. Alleine die Tatsache, dass der Suchmaschinen-Gigant und der Streaming-Service in ihrem jeweiligen Geschäftsfeld die unangefochtenen Marktführer sind, wird wohl früher oder später die US-Wettbewerbshüter auf den Plan rufen.

Twitch wurde im Juni 2006 als Live-Streaming-Plattform gegründet und seitdem ausschließlich zur Übertragung von Videospielen genutzt. Anschließend kam es zu einem rasanten Wachstum: 2013 verzeichnete das aus Justin.tv hervorgegangene Unternehmen monatlich bereits mehr als 45 Millionen Zuschauer auf 6 Millionen Streaming-Kanälen. Zudem gelang es der Firma, ihren Dienst in die beiden aktuellen Konsolen-Systeme PlayStation 4 und Xbox One zu integrieren. In den USA verursachen mittlerweile nur noch Netflix, Google und Apple mehr Internet-Traffic als Twitch.

Übrigens: Auch Microsoft soll einer Verge-Quelle zufolge an einer Übernahme von Twitch interessiert gewesen sein. Allerdings entschied sich der Video-Streaming-Dienst wohl letztlich für Verhandlungen mit Google, da dessen Video-Plattform YouTube mitsamt ihrer Technologien deutlich besser zum eigenen Geschäftsfeld passt. YouTube wurde 2006 durch Google übernommen - damals für 1,65 Milliarden US-Dollar. Mit Ausnahme von Deutschland sind seit 2011 auch über den Google-Videodienst Internet-Live-Streams möglich.