Blizzard : Blizzard muss in Zukunft ohne seinen bisherigen Chief-Creative-Officer Rob Pardo auskommen. Der unter anderem für World of Warcraft verantwortliche Game-Designer hat das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen. Blizzard muss in Zukunft ohne seinen bisherigen Chief-Creative-Officer Rob Pardo auskommen. Der unter anderem für World of Warcraft verantwortliche Game-Designer hat das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen.

17 Jahre lang war Rob Pardo als für das Game-Design zuständiger Vizepräsident (CCO - Chief Creative Officer) bei Blizzard Entertainment angestellt. Nun hat er im Forum auf battle.net angekündigt, das Unternehmen mit sofortiger Wirkung zu verlassen.

Zu den Gründen für seinen Abschied äußerst sich Pardo anschließend in einem ausführlichen offenen Brief an die Community.

»Nach 17 Jahren bei Blizzard habe ich nach langer und gründlicher Überlegung die schwere und bittersüße, aber letztlich aufregende Entscheidung getroffen, ein neues Kapitel in meinem Leben und meiner Karriere aufzuschlagen«, heißt es darin unter anderem.

Pardo hat 1997 bei Blizzard angeheuert und wirkte zunächst an der Entstehung von StarCraft mit. Später leitete er als Lead-Designer die Entwicklung des populären Online-Rollenspiels World of Warcraft und wurde 2006 vom Time Magazine zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt. Im selben Jahr hatte er einen Gast-Auftritt in der Folge »Make Love, Not Warcraft« der Zeichentrickserie South Park.

Zuletzt arbeitete Pardo als Designer an der kommenden WoW-Erweiterung Warlords of Draenor mit. Welche Projekte er darüber hinaus betreute, ist nicht bekannt.

Insgesamt blickt der Game-Designer voller Stolz auf seine Zeit bei Blizzard zurück:

»Ich bin wirklich stolz auf das, was ich zu Blizzards Erfolgen beitragen konnte. Von der Entwicklung zeitloser Spiele über das Wachstum des eSport-Sektors bis hin zur Erweiterung der Welt von Warcraft zu einem Kinofilm und natürlich dem Zelebrieren unserer gemeinsamen Leidenschaft online mit der Blizzard-Community und auf der BlizzCon.«

Wohin es ihn als nächstes ziehen wird, verrät der Game-Designer in seinem Abschiedsbrief an die Community nicht. Dazu wolle er sich äußern, sobald die Pläne tatsächlich spruchreif seien, heißt es lediglich. Blizzard wird er aber auch weiterhin treu bleiben - wenn auch nur als Spieler:

»Ich freue mich darauf, noch viele Jahre Blizzard-Spiele als Spieler genießen zu dürfen. Und, was am wichtigsten ist, ich werde jetzt viel Zeit dazu haben, zu lernen, wie man ein konkurrenzfähiges Hearthstone-Deck zusammenstellt.«

» Report: Die Zukunft von Blizzard - Quo Vadis, Blizzard?

Silicon & Synapse
Jeder fängt mal klein an, so auch Blizzard. Das Unternehmen wurde 1991 von den drei frischgebackenen Universitäts-Absolventen Michael Morhaime, Allen Adham und Frank Pearce unter dem Namen Silicon & Synapse gegründet. Das Studio entwickelte eher wenige eigene Spiele und portierte vor allem die Spiele anderer Firmen auf neue Systeme. Die bekanntesten Eigenkreationen aus jener Zeit sind das Rätsel-Jump&Run The Lost Vikings und das Rennspiel Rock'N'Roll Racing, welches mit Paranoid von Black Sabbath einen sehr markanten Titelsong hatte.

Nachdem Silicon & Synapse 1994 von Davidson & Associates gekauft wurde, änderte man den Namen zunächst in Chaos Studios. Dabei wäre es auch geblieben - bis sich herausstellte, dass der schon von einer anderen Firma besetzt war. So überlegte man sich einen neuen Namen und kam auf Blizzard Entertainment. In diesem Jahr erschien dann auch der erste große Erfolg des Unternehmens - Warcraft: Orcs & Humans.