Steam : Valve wird von der Australian Competition and Consumer Commission wegen der Rückerstattungspolitik bei Steam verklagt. Valve wird von der Australian Competition and Consumer Commission wegen der Rückerstattungspolitik bei Steam verklagt.

Wer im Online-Shop von Steam ein Spiel gekauft hat und dieses dann zurückgeben möchte, guckt in den meisten Fällen in die Röhre. Rückerstattungen gewährt der Betreiber Valve lediglich in ganz seltenen Ausnahmefällen. Genau diese Geschäftspolitik ist der australischen Kommission für den Verbraucherschutz ein Dorn im Auge.

Wie aus einem aktuellen Bericht des Magazins Kotaku hervorgeht, hat die Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) aus diesem Grund jetzt eine Klage gegen Steam beziehungsweise gegen Valve eingereicht. Die Kommission sieht in der Rückerstattungspolitik einen Verstoß gegen australisches Recht. Hier die Vorwürfe in der Übersicht:

  • Die Kunden sind unter keinen Umständen dazu berechtigt, für Spiele, die von Valve via Steam verkauft wurden, eine Rückerstattung zu erhalten

  • Valve hat gesetzliche Garantien und Gewährleistungen für eine akzeptable Qualität der Produkte ausgeschlossen, eingeschränkt und modifiziert

  • Valve ist nicht verpflichtet, Spiele zu reparieren, zu ersetzen oder eine Rückerstattung zu gewähren, wenn der Konsument nicht zuvor den Entwickler kontaktiert hat, um das Problem zu lösen. Außerdem werden die gesetzlichen Kosumentengarantien nicht bei Spielen angewandt, die von Valve verkauft werden

Das australische Konsumentengesetz gilt für sämtliche Angebote von Gütern und Services innerhalb von Australien. Daher ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass Valve aufgrund dieser Klage jetzt Ärger ins Haus steht. Eine erste Anhörung vor Gericht ist für den 7. Oktober 2014 angesetzt.

Unsere Galerie zeigt den Werdegang von Steam – vom Serverbrowser für Counter-Strike hin zur wichtigsten Online-Plattform für PC-Spiele. (Bild: DiglidiDudeNG, Deviantart.com)