Rob Pardo : Blizzards ehemalige CCO Rob Pardo würde E-Sport gerne als olympische Disziplin sehen. Blizzards ehemalige CCO Rob Pardo würde E-Sport gerne als olympische Disziplin sehen.

Rob Pardo war bis 2014 Vizepräsident für Game-Design beim Spielentwickler Blizzard Entertainment. Nach 17 Jahren verließ er das Unternehmen, für das er unter anderem die Entwicklung des populären Online-Rollenspiels World of Warcraft leitete - und scheint sich nun offenbar vermehrt dem Thema E-Sports zu widmen.

In einem Interview mit bbc.com forderte Pardo nun nämlich, E-Sports als offizielle Disziplin bei den Olympischen Spielen aufzunehmen:

»Es gibt sehr gute Argumente dafür, dass E-Sports zu den Olympischen Spielen gehören sollte. Ich denke, die Art und Weise wie wir den E-Sport sehen, ist, dass er kompetitive Fähigkeiten erfordert. Man muss sich doch nur einmal diese professionellen Spieler und ihre blitzschnellen Reflexe anschauen. Außerdem müssen sie andauernd schnelle Entscheidungen treffen.«

Allerdings sieht auch Pardo ein, dass man E-Sports nicht von heute auf morgen bei den Olympischen Spielen wird etablieren können. Vielmehr sei jede Menge Arbeit notwendig, so der frühere Game-Designer. Insbesondere im Hinblick darauf, wie Sport als solches definiert werde:

»Wenn man Sport als etwas definiert, das jede Menge körperliche Anstrengung benötigt, dann ist es schwierig, zu argumentieren, dass Videospiele ein Sport sein sollen. Gleichzeitig aber schaue ich mir Dinge an, die bereits bei Olympia etabliert sind und dann fange ich an, diese Definition in Frage zu stellen«

Welches Projekt Pardo nach seinem Ausstieg bei Blizzard als nächstes angehen wird, ist bisher übrigens noch nicht bekannt.