An Denuvo-Kopierschutz gescheitert? : Das berühmt-berüchtigte chinesische Cracker-Forum 3DM zieht sich vorerst auf der aktiven Entwicklung von Cracks zurück. Offiziell aufgrund einer Verkaufszahlen-Studie. Das berühmt-berüchtigte chinesische Cracker-Forum 3DM zieht sich vorerst auf der aktiven Entwicklung von Cracks zurück. Offiziell aufgrund einer Verkaufszahlen-Studie.

Seit Jahrzehnten liefern sich Spielentwickler und die Cracking-Szene einen ewig währenden Kampf: Auf immer neue Kopierschutzmaßnahmen folgen immer trickreichere Cracks. Doch das könnte nun bald ein Ende haben. Bereits vor einigen Wochen hatten die Gründer des berüchtigten chinesischen Cracker-Forums 3DM davor gewarnt, dass es aufgrund neuester Anti-Crack-Technologien schon in zwei Jahren keine geknackten Spiele mehr geben könnte.

Grund für die vor etwa einem Monat geführte Debatte war der übergeordnete Denuvo-Kopierschutz, der quasi als sekundäre Instanz die im nachgelagerten DRM-Maßnahmen durch ausgeklügelte Verschlüsselungs-Mechanismen gegen Angriffe schützt. Und an dem beißt sich die Raubkopierer-Szene im Falle von Just Cause 3 immer noch die Zähne aus.

Wohl auch aufgrund dessen wird das 3DM-Forum in Person seiner Gründer nun vorerst sämtliche Cracking-Aktivitäten einstellen. Das hat die auch unter dem Namen Phoenix bekannte Foren-Leiterin Bird Sister nun auf ihrem privaten Blog angekündigt.

Wir hatten eine interne Besprechung und mit dem Start des chinesischen Neujahrs wird 3DM keine Singleplayer-Spiele mehr cracken.

Das neue Jahr beginnt nach dem chinesischen Kalender am heutigen Montag, den 8. Februar 2016.

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Als offiziellen Grund für die Einstellung der eigenen Cracking-Aktivitäten führen die 3DM-Verantwortlichen übrigens nicht Denuvo an. Viel mehr ist die Rede davon, dass man an einem Experiment teilnehmen möchte: Angeblich sollen die Auswirkungen auf die Verkaufszahlen von Einzelspieler-Titeln untersucht werden, wenn die Verbreitung von Cracks ausbleibt.

Man wolle nun erst einmal ein Jahr abwarten und die Situation dann erneut untersuchen, heißt es.