20 Millionen Erfahrungspunkte müssen Spieler sammeln, um in Pokémon Go das Maximallevel zu erreichen. Alleine ein Viertel davon entfällt auf den letzten Schritt von Level 39 zu 40.

Ein wenig ungewöhnlich ist es da schon, dass keine drei Wochen nach der Veröffentlichung des Mobile-Games die vorläufige Levelgrenze bereits erreicht wurde. Immerhin gibt es die höchste XP-Anzahl (1.000) für das Ausbrüten von einem Ei über zehn Kilometer Laufweg. Und ganze 54.000 Erfahrungspunkte pro Tag wären notwendig, um die 20-Millionen-Grenze innerhalb eines Jahres zu erreichen.

In 14 Tagen zum Maximallevel

Wie hat der Reddit-Nutzer _problemz dieses Kunststück also in rund 14 Tagen fertiggebracht? Ganz einfach: Er hat sich für den nicht ganz so fairen Weg entschieden und einen Bot genutzt. Das berichtet er in einem eigens dazu angelegten Reddit-Beitrag.

Wie genau das Ganze funktioniert hat, will _problemz aus Angst vor Nachahmer zwar nicht verraten. Allerdings führt er weiter aus, dass er auf durchschnittlich 280.000 XP pro Stunde gekommen sei. 131 Eier hat er dazu genutzt.

Keine wirtschaftlichen Absichten

Verkaufen möchte der Pokémon-Go-Cheater das Programm trotz des erfolgreichen Einsatzes nicht. Es habe sich dabei lediglich um eine Art Experiment gehandelt. Er selbst wolle das Mobile-Game eigentlich gar nicht spielen - und die Löschung des Accounts beantragt:

Ich spiele dieses Spiel nicht - ich wollte nur sehen, wie weit ich mit den vorhandenen Werkzeugen gehen kann. Und ich habe sehr viel daraus gelernt.

Belohnungen für das Erreichen der Maximalstufe

Interessant ist durch den Bot-Einsatz dann auch weniger das Erreichen der Level-Grenze, wohl aber die Belohnungen im Spiel, die es dafür gibt.

40 Ultraballs, 40 Max Potions, 40 Max Revives, 40 Razz Berries, vier Incense, vier Incubators und vier Lockmodule hat _problemz eigenen Angaben zufolge erhalten. Außerdem gab es vier Luck Eggs - die benötigt man zum schnelleren Sammeln von Erfahrungspunkten. Ein Hinweis darauf, dass das Maximallevel wohl noch angehoben wird.

Pokémon Go ist in Neuseeland, Australien und den USA seit dem 6. Juli 2016 verfügbar. Deutschland folgte mit etwas Verzögerung. Andere Länder, darunter China, warten immer noch auf eine Veröffentlichung.

Für Nintendo als Publisher war der Erfolg allerdings nur von kurzer Dauer: Nachdem die Aktie des Unternehmens kurzzeitig wahre Kurssprünge hinlegte, sackte sie zuletzt wieder ab. Die eigentlichen Gewinner des Hypes sind wohl der Entwickler Niantic und der Rechte-Inhaber The Pokémon Company - an dem Nintendo immerhin Anteile hält.

So geht es mit dem Hype-Spiel weiter: Geplante Updates für Pokémon Go

Nachdem ich mich eingeloggt habe, begrüßt mich Professor Willow. Er führt mich durch ein kurzes Tutorial, zu dem auch die Charaktererstellung gehört. Zu Beginn backe ich mir nämlich meinen Helden. Die Individualisierungsmöglichkeiten sind jedoch kaum der Rede wert - ein paar mickrige Klamotten, Rucksäcke und Mützen, das war's. Ich darf nicht mal die Frisur festlegen, sondern nur aus einer Handvoll Haar- und Augenfarben wählen. Aber sei's drum, ich bin zufrieden mit dem Look meines Avatars und starte das Spiel.