Kurios : Modern War ist ein Klon von Clash of Clans im modernen Kriegsszenario. Modern War ist ein Klon von Clash of Clans im modernen Kriegsszenario.

In einer außergewöhnlichen Geschichte rund um das Mobilspiel Modern War haben die Kollegen von Venturebeat einen spannende Einblick in das Thema »Wale« geliefert. So heißt der Promilleanteil von Spielern, die in Free2Play-Titeln mit unbegrenzt verfügbaren Mikrotransaktionen Unsummen in das Spiel stecken.

Im sehr lesenswerten Artikel geht es um Stephen Barnes, einen 59-jährigen Texaner und Besitzer eines Elektrofachmarkts. Der leitet nicht nur einen der führenden Clans in Modern War, sondern hat in über vier Jahren Spielzeit auch zwei Millionen Dollar in seinen Account investiert. Modern War ist übrigens ein klassischer Klon von Clash of Clans im Modern-Warfare-Szenario, Spieler heben also Basen und Truppen aus und kämpfen gegeneinander.

Für Spiele wie Modern War sind Leute wie Barnes nicht nur mittelbar wegen ihrer Ausgaben wichtig, auch in seiner Funktion als Sprachrohr für seinen Clan und für Teile der Community ist er relevant. Einflussreiche Personen werden auch Social Whales« genannt, weil sie auch viele andere Spieler zu Ingame-Käufen anregen.

Aufmerksamkeit lenkte Barnes erst im August 2016 auf sich, als er den Boykott von Modern War proklamierte. Über 6000 Spieler sollen sich gegen die japanischen Entwickler Gree gestellt haben, die Top-10-Clans der Weltrangliste wie auch fast alle der Top-150 haben den Protest unterstützt. Der Vorwurf: Gree würde das Bezahlsystem zu stark verändern, gekaufte Inhalte würden durch Updates entwertet werden. Anschuldigungen, dass die Entwickler die Pay2Win-Schraube langsam andrehen, existieren seit Jahren.

Der Venturebeat-Artikel führt weiter aus, dass die Boykottierung von Mobilspielen durch die Community oftmals von Walen und solchen Spielern ausgehe, denen die Spiele besonders am Herzen liegen. Barnes selbst soll früher 90 Stunden pro Woche in den Titel investiert haben, mittlerweile seien es nur noch »schlanke« 40 Stunden. An ein Wochenende ohne Modern War in den letzten vier Jahren könne sich Barnes nicht erinnern.

Laut den interviewten Spielern sei besonders der soziale Aspekt an den Titeln das hervorstechende Merkmal. Eine Bekannte von Barnes, die selbst etwa 6.000 Dollar in Modern War investiert habe, kenne Mitspieler im Alter von 20 bis 60 Jahren. Diese sollen aus zig Ländern kommen, das verbindende Element sei das Spiel. Auch für einen an Krebs erkrankten Freund soll die Verbindung mit anderen Spielern helfen. Barnes selbst erklärt: »Ich hatte schon Leute für Grillpartys zu Besuch.«

Die Entwickler haben den Spielern nach eingelenkt und teilweise Mikrotransaktionen zurückerstattet. Auch die Kommunikationen mit den Fans sei nun deutlich besser.