Chris Metzen : Chris Metzen hat seinen Abgang bei Blizzard näher begründet. Auslöser waren demnach arge gesundheitliche Probleme. Chris Metzen hat seinen Abgang bei Blizzard näher begründet. Auslöser waren demnach arge gesundheitliche Probleme.

Wenn ein langjähriger Mitarbeiter ein Unternehmen verlässt, kann das viele Gründe haben: Neue Perspektiven und Herausforderungen, eine berufliche Neuorientierung - oder gesundheitliche Probleme. Beim früheren Blizzard-Veteran Chris Metzen war Letztgenanntes der Fall, wie er nun im Gespräch mit The Instance verraten hat.

Seine Entscheidung, bei Blizzard zu kündigen, sei eine unglaublich schwierige Sache gewesen, so Metzen. Er sei dort m Grunde seit seiner Kindheit angestellt gewesen, weshalb das Unternehmen einen Großteil seines Lebens und seiner Identität ausmache.

Panik-Attacken und Angstzustände

Warum er letztlich gekündigt hat, erklärt Metzen mit seinem Gesundheitszustand: Nach der Veröffentlichung und dem Erfolg von Overwatch, hätten ihn dauerhafte Angstzustände und Panik-Attacken gequält.

[Meine Frau] und ich sind die ganze Zeit zusammen ausgegangen und haben uns Filme angeschaut. Und mitten in den Filmen bekam ich Panik. Ich wusste nicht, was da vor sich ging.

Das und die Geburt seiner Tochter hätten ihn dann letztlich dazu bewegt, bei Blizzard zu kündigen. Heute begründet er die gesundheitlichen Probleme übrigens mit einem Burnout, den er während der siebenjährigen Entwicklung des letztlich eingestellten Project Titan erlitten hätte.

Konkret war Metzen übrigens 19 Jahre alt als er bei Blizzard anheuerte. 22 Jahre überdauerte das Angestelltenverhältnis anschließend.

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Silicon & Synapse
Jeder fängt mal klein an, so auch Blizzard. Das Unternehmen wurde 1991 von den drei frischgebackenen Universitäts-Absolventen Michael Morhaime, Allen Adham und Frank Pearce unter dem Namen Silicon & Synapse gegründet. Das Studio entwickelte eher wenige eigene Spiele und portierte vor allem die Spiele anderer Firmen auf neue Systeme. Die bekanntesten Eigenkreationen aus jener Zeit sind das Rätsel-Jump&Run The Lost Vikings und das Rennspiel Rock'N'Roll Racing, welches mit Paranoid von Black Sabbath einen sehr markanten Titelsong hatte.

Nachdem Silicon & Synapse 1994 von Davidson & Associates gekauft wurde, änderte man den Namen zunächst in Chaos Studios. Dabei wäre es auch geblieben - bis sich herausstellte, dass der schon von einer anderen Firma besetzt war. So überlegte man sich einen neuen Namen und kam auf Blizzard Entertainment. In diesem Jahr erschien dann auch der erste große Erfolg des Unternehmens - Warcraft: Orcs & Humans.