Alles begann mit einer Technik-Demo. 2012 veröffentlichte das Heavy Rain-Studio Quantic Dream ein kurzes Video namens Kara, das ihre neue Engine zur Schau stellen sollte.

Der Kurzfilm traf auf so viel Anklang, dass viele Spieler sich wünschten, Quantic Dream würde ein komplettes Spiel aus der Geschichte des weiblichen Androiden Kara machen, die nicht nur mit ihren eigenen Gefühlen, sondern auch ihrer drohenden Demontage zu kämpfen hat.

2015 wurde dieser Wunsch erfüllt und Detroit: Become Human wurde offiziell angekündigt. Auf der E3 könnten wir einen Blick darauf werfen und ein erstes Gefühl für das Spiel bekommen.

Detroit: Become Human erscheint exklusiv für PS4 und ist nicht für PC angekündigt. Dieser Artikel beschäftigt sich ausschließlich mit der Konsolen-Version des Spiels. Im Rahmen der E3 behandeln wir die wichtigsten Konsolen-Spiele auch auf GameStar.

Hier die wichtigsten Fakten und Erkenntnisse:

  • Detroit: Become Human ist ein »New Neo Noire Thriller«, der in der nahen Zukunft angesiedelt ist. Es handelt sich dabei weniger um klassische Science-Fiction, denn die Handlung und Technik sind zum großen Teil in der bodenständigen Realität verankert.

  • Dank moderner Technologie gehören menschenähnliche Androiden zum Alltag. Sie übernehmen viele Aufgaben, für die früher Menschen zuständig waren. Unter anderem sind sie als Krankenschwestern, Babysitter und im öffentlichen Dienst zu finden. Millionen dieser Maschinen sind im Einsatz - mit dramatischen Konsequenzen: Die Arbeitslosigkeit liegt bei rund 40 Prozent, was für großen Unmut sorgt.

  • Mehr und mehr Zwischenfälle führen dazu, dass sich die Menschen langsam fragen, was mit den Androiden los ist - das Vertrauen in die Maschinen schwindet. Zumal die Androiden plötzlich aufhören zu gehorchen, einige verschwinden, andere begehen sogar Selbstmord.

  • Einer der Hauptcharaktere ist Connor, ein neuer, verbesserter Prototyp. Er soll der Polizei dabei helfen, das seltsame Verhalten der Maschinen aufzuklären. Unter anderem dient er als Vermittler wie in der auf der E3 gezeigten Geiselsituation.

  • Ähnlich wie in Heavy Rain wird es mehr als einen spielbaren Hauptcharakter geben, dessen Schicksal ihr formen werdet. Jede getroffene Entscheidung beeinflusst den Verlauf und das Ende des Spiels.

  • Alle Charaktere können sterben. Je nachdem wie ihr spielt, könnt ihr entweder einen, mehrere oder sogar alle Charaktere verlieren.

Detroit: Become Human - Screenshots von der E3 2016
  • Die Steuerung ist ähnlich minimalistisch und intuitiv wie in Heavy Rain und Beyond: Two Souls.

  • Als Android hat Connor neue Möglichkeiten, mit der Umgebung zu interagieren. Unter anderem könnt ihr euch in den sogenannten Mind Palace begeben. Das ist eine Umgebung, in der die Zeit stillsteht und in der ihr Hinweise suchen und kombinieren könnt, die euch helfen können, eine Situation erfolgreich zu meistern.

  • Androiden wie Connor berechnen ihre eigenen Chancen und diese Zahl verändert sich mit jeder getroffenen Entscheidung.

  • Es lohnt sich die Umgebung nach Hinweisen abzusuchen, denn sie eröffnen unter anderem neue Dialogoptionen und Interaktionsmöglichkeiten, die ausschlaggebend für den Verlauf sein können.

  • Dinge und Personen, mit denen ihr interagieren könnt, werden automatisch angezeigt.

  • Es gib einen Rekonstruktions-Modus, der an die Crime Scene Investigation aus Batman: Arkham Origins erinnert: Wenn ihr euch an einem Ort befindet, an dem etwas vorgefallen ist, könnt ihr durch genaues Untersuchen der Umgebung ein Verbrechen rekonstruieren und so mehr über Tat und Täter erfahren. Sobald ihr genug Indizien gesammelt habt, könnt ihr den entsprechenden Augenblick nachstellen und nach Belieben anhalten, um ihn aus allen Blickwinkeln zu betrachten und nach neuen Informationen zu durchleuchten.

  • Jede Mission kann auf mehreren Wegen enden. Ein mögliches Ende ist zum Beispiel der Tod von Connor, wie der Trailer zeigte. Die Geschichte geht weiter, egal was ihr tut.

  • Für Detroit: Become Human entwickelte Quantic Dreams eine brandneue Grafik-Engine.

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