Apple Mac OS X 10.10 : Mac OS X 10.10 scheint beim Backup von Dokumenten und Kontakten etwas über das Ziel hinauszuschießen. Mac OS X 10.10 scheint beim Backup von Dokumenten und Kontakten etwas über das Ziel hinauszuschießen.

Mac OS X speicherte schon vor dem letzten Update auf Version 10.10 »Yosemite« beim Schließen eines Programmes die dort genutzten Daten automatisch lokal im aktuellen Zustand ab. Damit konnte der Nutzer beim nächsten Start sofort dort weiterarbeiten, wo er zuletzt aufgehört hatte, ohne sich um das Abspeichern kümmern zu müssen. Dokumente dieser Art werden anders behandelt als bewusst »abgespeicherte« Dokumente und gelten für das Betriebssystem als »in Bearbeitung«. Wie der Sicherheitsexperte Jeffrey Paul in seinem Blog schreibt, trifft das in seinem Fall auf Dutzende von reinen Text-Dokumenten zu, die er mit dem mitgelieferten TextEdit erstellt und immer wieder einmal verändert hatte.

Mit Mac OS X 10.10 »Yosemite« hat Apple laut dem Bericht nun diese Funktion zum Sichern von Dokumenten auf die iCloud ausgeweitet, ohne das klar deutlich zu machen. Laut Paul bedeutet das, dass Texte wie Passwörter, Verschlüsselungsinformationen, Notizen zu Telefonaten, Liebesbriefe und dergleichen, die bislang nur lokal auf seinem verschlüsselten Rechner abgespeichert waren, nun in ihrem »Im-Bearbeitungs-Zustand« komplett in die iCloud und damit »zu einem Partner im PRISM-Programm der NSA« hochgeladen wurden. Die Tatsache, dass der iCloud-Support für den Texteditor auch deaktivert werden kann, sei nebensächlich, denn Apple habe lokale Dateien auf seinem Rechner, die nicht in der iCloud gespeichert waren, stillschweigend und ohne Erlaubnis auf den iCloud-Servern gespeichert.

Inzwischen hat sich laut Paul sogar herausgestellt, dass das für alle Apps gilt, die den aktuellen Zustand von Dokumenten so wie beschrieben abspeichern, darunter auch Writer oder Pixelmator. »Jedes offene und noch nicht abgespeicherte Dokument in einer App wird jetzt schweigend und automatisch auf das iCloud-Drive hochgeladen und folglich auch zur Regierung«. Damit nicht genug, denn laut Paul synchronisiert die iCloud nun auch alle E-Mail-Adressen aller Kontakte, mit denen der Nutzer kommuniziert. »Das bedeutet, dass Namen und E-Mail-Adressen, die nicht iCloud-Kontakte sind, nicht mit dem aktuellen Gerät synchronisiert sind und nur in einem IMAP-Posteingang vorhanden sind, nun stillschweigend zu Apple geschickt werden«.

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