Steam : Steams Geschenkfunktion wurde geändert. Steams Geschenkfunktion wurde geändert.

Valve hat eine Änderung der Steam-Geschenkfunktion bekanntgegeben, die Neuerungen gelten ab sofort. Offiziell begründet das Washingtoner Unternehmen die Änderung mit einer Vereinfachung des Systems.

Im ersten Schritt können Geschenke nicht mehr per Mail oder als Items im Steam-Inventar verteilt werden. Spiele lassen sich nur noch direkt an Steam-Freunde schicken. In der Mitteilung des Steam Blog listet Valve drei Vorteile dieser Änderung auf:

Die Terminplanung von Geschenken wurde verbessert
Kaufen Sie ein Geschenk Monate im Voraus, und es wird Ihrem Freund garantiert immer pünktlich verschickt.

Abgelehnte Geschenke werden zurückerstattet
Bisher wurden abgelehnte Geschenke immer zurück in das Inventar des Schenkers verlegt und diesem weiterhin in Rechnung gestellt. Nun kann der Beschenkte, falls er den Titel bereits besitzt oder er das Geschenk vielleicht nicht möchte, einfach auf "Ablehnen" klicken und dem Schenker wird der Betrag direkt zurückerstattet.

Sicheres Schenken über Grenzen hinweg
Keine Sorgen mehr, ob ein Geschenk vom Empfänger genutzt werden kann oder nicht. Im neuen System werden Geschenke immer auf dem Account des Empfängers funktionieren. Falls ein zu großer Preisunterschied zwischen den Ländern besteht, wird schon vor dem Abschluss des Einkaufs angezeigt, dass das Geschenk nicht versendet werden kann.

Kampf gegen Reseller?

Der letzte Punkt dürfte den wahren Grund hinter den Änderungen erklären. Sergey Galyonkin, der Betreiber von Steamspy, erklärt via Twitter kurz und knapp, dass es Verkäufer auf G2A und Co. damit schwerer haben werden. Denn nicht nur das einfache Versenden per Mail fällt weg, auch das Ausnutzen günstiger Preise in Regionen außerhalb Europas und Nordamerikas ist nicht mehr möglich.

Bedenken gibt es allerdings trotzdem: In bestimmten Regionen sind einige Spiele nicht verfügbar. Das kann mit Indizierungen, Lizenzproblemen oder Publishingrechten zusammenhängen. Bisher konnte man sich die Titel zumindest schenken lassen, diese Option fällt damit weg.

Probleme für deutsche Spieler?

Besonders deutsche Spieler dürften jetzt hellhörig werden, da hierzulande einige Spiele wie der Football Manager 2017 und die internationale Fassung von Wolfenstein mit Hakenkreuzen genau aus diesen Gründen nicht verfügbar sind. Allerdings haben wir testweise mit einem litauischen Steamkonto in Deutschland nicht verfügbare und indizierte Spiele an einen deutschen Freund verschenkt. Bei der Aktion gab es keine Probleme.

Betroffen sind nach ersten Information wohl nur asiatische Nutzer bestimmter Länder und eben solche Spieler, die ihre Titel bisher günstig vom G2A-Marktplatz aus anderen Regionen bezogen haben. Über die Geschenkoption hinaus gibt es natürlich weiterhin die normale Aktivierung von Keys, die nicht verändert wurde.

Valve verspricht mehr Transparenz: Wie beschäftigt ist Steams Kundendienst?