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Filmkritik zu Prince of Persia: Der Sand der Zeit

Die bislang beste Spieleumsetzung

Achtung, Spieleverfilmung! Wenn Bits und Bytes die Vorlage für großes Kino sind, werden die meisten Fans zu Recht skeptisch. Prince of Persia hat das Zeug, die Pessimisten vom Gegenteil zu überzeugen. GameStar hat sich den Streifen vorab angeschaut.

Von Christian Merkel |

Datum: 18.05.2010


So muss ein klassischer Abenteuerfilm aussehen: Ein adretter Prinz kämpft vor malerischer Kulisse gegen Intrigen, wilde Tiere und mystische Artefakte. Dabei verliebt er sich in die wunderschöne Erbin eines benachbarten Königshauses. Wer kein Fan ist, wird hinter dieser Geschichte und dem Namen Prince of Persia: Der Sand der Zeit einen typischen Walt-Disney-Film im Stil von Fluch der Karibik vermuten. Auf dem Werbeplakat steht jedenfalls auch nur ganz unten im Kleingedruckten, dass der Streifen auf den gleichnamigen Videospielen basiert. Aber auch Menschen mit Sehschwäche werden dank eines Hinweises in großen Lettern kaum übersehen, dass der Produzent von Fluch der Karibik (Jerry Bruckheimer) mitgemischt hat.

Im alten Persien

Prince of Persia: Der Sand der Zeit : Jake Gyllenhaal spielt Dastan. Jake Gyllenhaal spielt Dastan. Der Videospielebezug ist trotz Disney und Jerry Bruckheimer durchaus vorhanden. Die Geschichte stammt nämlich von Jordan Mechner. 1989 brachte Mechner als Programmierer das Videospiel Prince of Persia für den Homecomputer Apple II heraus. Bis 2003 begleitete er Prince of Persia 2: The Shadow and the Flame sowie Prince of Persia: The Sands of Time als Produzent und kreativer Berater. Der aktuelle Film ist von The Sands of Time inspiriert, erzählt aber eine Geschichte mit anderen Charakteren und einem anderen Handlungsverlauf. Unterschiede gibt es zuhauf: Der Name der geliebten Prinzessin lautet nicht mehr Farah, sondern Tamina und auch der Bösewicht ist kein Wesir mehr. Typisch für den Start einer Kino-Serie – es ist eine Trilogie geplant – walzt der Streifen die Vorgeschichte des Prinzen deutlich umfangreicher aus. Der Zuschauer lernt ihn als Kind kennen und erfährt so, wie dessen Wurzeln sein Handeln auch im Erwachsenen-Alter bestimmen.

Ansonsten mag dem Computerspieler so einiges bekannt vorkommen: Jake Gyllenhaal (Donnie Darko, Brokeback Mountain, Zodiac) verkörpert Dastan, einen jungen Prinzen im Persien des sechsten Jahrhunderts. Wegen einer Intrige muss er sich mit der wunderschönen, aber arglistigen Prinzessin Tamina (Ein Quantum Trost-Bond-Girl Gemma Arterton) verbünden. Zusammen hindern sie einen machthungrigen Adligen daran, den Dolch mit dem Sand der Zeit in die Hände zu bekommen. Die Waffe beherrscht die Möglichkeit, die Zeit einen kurzen Augenblick zurückzudrehen – sehr praktisch, wenn man als Größenwahnsinniger die Weltherrschaft an sich reißen möchte.

Eine Handlung perfekt für Disney

Natürlich ist das Persien des Films eine Disneyland-kompatible Variante des Orients mit prächtigen Städten und klinisch sauberem Wüstensand, der sich permanent im schönen Licht des Sonnenuntergangs zeigt.

Prince of Persia: Der Sand der Zeit : Wie im Spiel ist das Finden eines Weges ein kleines Rätsel. Wie im Spiel ist das Finden eines Weges ein kleines Rätsel. Alle Männer und Frauen sehen unverschämt gut aus. Dazu gibt es eine Abenteuergeschichte, in der die Helden noch nobel sind und auch eine Romanze nicht fehlen darf. Die Bösewichte erkennt der Zuschauer zudem mit Leichtigkeit, da sie dauernd grimmig gucken und schwarze Kleidung tragen.

Trotzdem stört dieser Aufmarsch der Kinoklischees keineswegs. Eine Geschichte aus Tausendundeiner Nacht hat schon lange kein Film mehr so aufwändig in die Kinos gebracht wie Prince of Persia: Der Sand der Zeit. Eine orientalische Erzählung darf eben auch ruhig märchenhafter sein. Doch der Film ist keineswegs nur eine Liebesgeschichte, getreu der Spielevorlage besteht ein großer Teil der 116 Minuten langen Laufzeit aus Action.

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Avatar blacksun84
blacksun84
#1 | 18. Mai 2010, 17:34
Klingt nach einem guten DVD-Abend zu Hause in einem halben Jahr.
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Avatar dawodo
dawodo
#2 | 18. Mai 2010, 17:36
Werde mir den Film höchstwahrscheinlich ansehen - Prince of Persia gehört seit den Anfängen zu meinen Lieblinsserien - v.A. Sands of Time :)
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#3 | 18. Mai 2010, 17:38
Sieht und klingt für mich eher wie ein kindlicher Liebesfilm im FSK 6 Format. Aber ich konnte ja schon dem Spiel nichts abgewinnen, für irgendwen wird es schon das richtige sein.
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Avatar speddy411
speddy411
#4 | 18. Mai 2010, 17:40
Na endlich mal wieder ein Grund ins Kino zu gehen...Wäre nebenbei auch schön wenn der Film das schlechte Image der Spielverilmungen verbessert...
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Avatar mutio
mutio
#5 | 18. Mai 2010, 17:43
Da ich die Spiele ziemlich mag und die Trailer bereits einen guten Eindruck bei mir hinterlassen haben, werde ich mich wohl zu einem Kinobesuch hinreissen lassen^^
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Avatar Solidus Snake
Solidus Snake
#6 | 18. Mai 2010, 17:44
"Bevor Jake Gyllenhaal für die Hauptrolle verpflichtet wurde, waren auch Orlando Bloom und Zac Efron in der Auswahl."

Zac Efron???
Allein der Gedanke ist lächerlich...

Werde mir den Film im Kino ansehen, wird sicher ganz nett.
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Avatar LinkSkynet
LinkSkynet
#7 | 18. Mai 2010, 17:49
Na toll, zum xten mal wird ein Game mit einem Milchbubi in der Hauptrolle verfilmt. Sieht auch ganz danach aus als ob Hollywood wieder mit Spezialeffekten klotzt und bei der Story spart. Alle tollen Szenen sieht man ja im Trailer. Wozu noch ins Kino?
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Avatar AvalonAsh
AvalonAsh
#8 | 18. Mai 2010, 17:57
Schöne Kritik, aber eine Angabe ist faktisch falsch:

Max Payne war nicht die bislang teuerste Spieleadaption. Das waren die beiden Tomb Raider Filme mit 115 bzw 95 Mio $ (Quelle: boxofficemojo.com). Selbst Silent Hill ist mit 50 Mio teurer und das kann sogar Uwe Boll toppen, der für seinen Dungeon Siege Film 60 Mio verfeuern konnte. Streng genommen geht der Titel bisher aber an Final Fantasy mit 137 Mio - auch wenn er bis auf den Titel und Square gar nichts mit der Spielereihe zu tun hat.
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Avatar Aliencow
Aliencow
#9 | 18. Mai 2010, 17:59
Zitat von LinkSkynet:
Na toll, zum xten mal wird ein Game mit einem Milchbubi in der Hauptrolle verfilmt. Sieht auch ganz danach aus als ob Hollywood wieder mit Spezialeffekten klotzt und bei der Story spart. Alle tollen Szenen sieht man ja im Trailer. Wozu noch ins Kino?


kane & lynch spielt bruce willis mit! ^^
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Avatar fex.famous
fex.famous
#10 | 18. Mai 2010, 18:06
ohhhh wie ich mich freu (: morgen abend gehts sofort ins kino... ich kanns schon gar nimmer erwarten... der kann einfach nur gut sein (: prince of persia is eh top... darsteller usw passt auch alles... ich freu mich (:
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