Artikel

Die Artikel-Übersicht auf GameStar.de mit Previews, Hintergrund-Berichten, Reports, Kolumnen, Interviews, Kinofilm-Kritiken und mehr.
Seite 1 2

Filmkritik zu The Amazing Spider-Man (3D) | Seite 2

Aus gut wird besser: Der frühe Reboot

»Hey, I'm swinging here!«

Subtil eingestreute Comedy-Elemente kennt der versierte Marvel-Fan schon von anderen Werken der Reihe, wie beispielsweise Iron Man oder Thor . Webb's Spider-Man ist zwar kein zynischer Robert Downey Jr., aber Andrew Garfield hat die Sympathien der Zuschauer sofort auf seiner Seite. Stand Tobey Maguire noch erstaunt vor dem Spiegel und wunderte sich über seinen plötzlich gestählten Körper, so erlebt Andrew Garfield seine Wandlung zum Superhelden wesentlich dezenter.

Marc Webb lässt sich gehörig viel Zeit dabei, seinen Helden vorzustellen und es dauert eine Weile, bis die Action wirklich los geht. Auch lassen sich gewisse Parallelen zu Raimis Version nicht von der Hand weisen. Erstaunlicherweise wird der Film dabei trotz der beachtlichen Länge von 136 Minuten nie langweilig. Vielmehr ist es ein Genuss, Spider-Man so ausführlich und menschlich vorgestellt zu bekommen. Nie hat man das Gefühl, das alles doch eigentlich schon gesehen zu haben.

Und wenn dem Armen beim Tippen die Laptop-Keys an den Fingern kleben bleiben oder er aus Versehen die Passagiere eines ganzen U-Bahn Wagons flachlegt, ist die Komik gekonnt eingestreut. Auch Garfields schlagfertige Dialoge bringen des Öfteren zum Schmunzeln. Da hangelt man sich gerne mal durch Häuserschluchten und jagt im Weg stehende mit einem lässigen 'Hey, I'm swinging here!' zu Seite. Als wäre es ganz selbstverständlich.

Erst der Mensch und dann der Held

The Amazing Spider-Man (3D) : Spider-Mans Eskapaden in der U-Bahn gehören zu den witzigsten Szenen im Film. Spider-Mans Eskapaden in der U-Bahn gehören zu den witzigsten Szenen im Film. Webbs Spider-Man ist in erster Linie ein Mensch, erst dann ein Held. Andrew Garfield spielt seinen Peter Parker vielschichtig und voller Emotionen. Mehr als einmal steht er mit Tränen in den Augen da, was seine Präsenz nie schmälert, sondern stets weiter nach vorne bringt. Man möchte die Leistung des Jungstars, der sich hiermit ohne Frage direkt in die A-Liste Hollywoods katapultiert hat, fast schon als brillant bezeichnen. So gut ist er.

Man könnte zwar meinen, dass eine Spider-Man-Interpretation nicht unbedingt zu einer denkwürdigen Charakterdarstellung einlädt, aber dem ist nicht so. Stattdessen überzeugt Garfield auf ganzer Linie. Durch schlagfertige Dialoge, perfekte Mimik und wahre Gefühle. Und das, ohne jemals blank zu ziehen. Einen Blick auf gestählte Oberarme darf man zwar zwischenzeitlich erhaschen, Garfield's Parker strahlt aber vor allem durch mentale und emotionale Präsenz, nicht durch zur Schau gestellte Muskeln.

Kill the Boss 2 (27. November 2014)
In der Fortsetzung der Komödie Kill the Boss haben die drei Freunde die Nase von Chefs für immer voll. Sie wollen lieber ihr eigenes Unternehmen gründen – und geraten dabei an einen skrupellosen Investor (Christoph Waltz). Verzweifelt wollen sie daraufhin dessen Sohn entführen und Lösegeld erpressen. Im chaotischen Trip begegnen sie alten Bekannten wie der sexbesessenen Zahnärztin Dr. Julia Harris (Jennifer Aniston) und Ekel-Chef Dave (Kevin Spacey).

Eigentlich ist The Amazing Spider-Man eine Ein-Mann-Show. Kaum eine andere Figur schafft es, mit Garfields Leinwandpräsenz mitzuhalten. Trotzdem sollen Nebendarsteller Rhys Ifans und Emma Stone nicht unerwähnt bleiben. Ifans ist ein herrlicher Antagonist, dessen aus Verzweiflung resultierende Zerstörungswut schon fast nachvollziehbar ist. Als Dr. Connors dann zum wahren Feind, dem Lizard, mutiert, kommen die Spezialeffekte wieder voll zur Geltung und uns begegnet ein faszinierendes Monster auf der Leinwand.

Garfields Freundin aus dem echten Leben, Emma Stone, hat zwar relativ wenig Screen Time, macht sich aber dennoch gut. Die Beziehung der beiden, die hier nur in ihren Anfängen gezeigt wird, legt schon mal den Grundstein für die Sequels, die ohne Frage folgen werden.

Fazit

Anne Facompre: »Ob man bereit ist, sich von Tobey Maguire als Spider-Man zu verabschieden, ist jedem selbst überlassen. Es sei jedoch gesagt, dass Andrew Garfield seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Auch sind die beiden Interpretationen so verschieden, dass sie ohne weiteres nebeneinander existieren können. Ein Verfechten des alten oder neuen Spider-Man ist somit eigentlich überflüssig. Voller Action, Effekte, Humor und Emotionen kann wenig Negatives über Marc Webbs Werk gesagt werden. Fehler gibt es sicherlich auch hier zu finden, die sind aber so belanglos, dass sie das Kinovergnügen nicht schmälern. Wer noch sehnlichst auf The Dark Knight Rises und Prometheus wartet, kann sich zwischenzeitlich sicherlich schon mal sehr gut mit The Amazing Spider-Man die Zeit vertreiben.«

INHALTSVERZEICHNIS

Seite 1
Seite 2
Diesen Artikel:   Kommentieren (50) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1 2 3 ... 5 weiter »
Avatar Neumi
Neumi
#1 | 28. Jun 2012, 10:13
Am wenigsten gefällt mir am neuen Film die Hauptfigur, besonders im Foto auf der zweiten Seite wirkt er extrem gekünstelt, er wirkt nicht wie ein Außenseiter, sondern jemand, der gezielt den Classenclown spielen will.

Aber was soll's, ich bin schon sehr gespannt auf den Film, hoffentlich verflüchtigt sich der Eindruck aus den Trailern, dort wirkt das Ganze wie eine Teenie-Serie im Stil von Teen Wolf oder Buffy (wobei ich jetzt nichts gegen die beiden sagen will, aber Spidey ist für mich etwas Anderes).
rate (12)  |  rate (13)
Avatar stratoschfehre
stratoschfehre
#2 | 28. Jun 2012, 10:15
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar KingLamer
KingLamer
#3 | 28. Jun 2012, 10:32
da frage ich mich echt, wieso jetzt die marke noch mehr ausgepresst werden will und dazu noch mit einem "reboot": es gibt doch xhundert folgen und tonnenweise geschichten im spiderman universum. nun macht man aber lieber einen reboot, anstatt mal weiterzuerzählen.

zudem macht der reboot einen sehr berechnenden eindruck: etwas für kids, etwas für teens, etwas für fans und schütteln. dazu gibt man noch das standard-comic-reboot-drehbuch und fertig ist der kassenhit.
rate (18)  |  rate (5)
Avatar Swiffer25
Swiffer25
#4 | 28. Jun 2012, 10:34
Sehr fein, auch wenn es wieder nach Teenieklamotte aussieht.
Tobys Darstellung hab ich nie bis zum Ende geschaut.+

Da war mir Marc Hammonds Darstellung aus den 70ern weitaus lieber gewesen. Vor allem wegen der "Handarbeit" der Filmtricks.
rate (3)  |  rate (14)
Avatar Hademe
Hademe
#5 | 28. Jun 2012, 10:35
Davon erwarte ich gar nichts...und der Hauptdarsteller ist ja mal absolut lächerlich
rate (16)  |  rate (15)
Avatar Albuin
Albuin
#6 | 28. Jun 2012, 10:55
Zitat von Hademe:
Davon erwarte ich gar nichts...und der Hauptdarsteller ist ja mal absolut lächerlich

Wieso?

Hm...bisher nur gutes über den Film gelesen, klingt interessant und die Trailer haben mir bisher auch alle gute gefallen :yes:
rate (13)  |  rate (7)
Avatar Kehool
Kehool
#7 | 28. Jun 2012, 11:09
bilduntertitel 4. bild "Michael Sheen und Sally Field spielen wichtige Nebencharaktere im Film."

der mann heißt martin sheen aber das wisst ihr ja eigentlich auch...
rate (16)  |  rate (0)
Avatar dungel
dungel
#8 | 28. Jun 2012, 11:09
Erstmal einen Kommentar schreiben, ohne den Artikel gelesen zu haben.
rate (6)  |  rate (11)
Avatar krucki
krucki
#9 | 28. Jun 2012, 11:18
Was ich von den Trailer her sagen kann ist der Film vielversprechend. Andrew Garfield wirkt wie ein Außenseiter, nicht aber wie ein Mamasöhnchen, das ist ein Unterschied. Tobey Maguire wirkte nicht autentisch wenn er Spiderman war, es passte absolut nicht zu seiner restlichen Art. Er wirkte schon zu emotional "verweichlicht" um dann auf der anderen Seite gegen das "Böse" antreten zu können. Im neuen Film wirkt alles realistischer was die Chraktere der Personen angeht.

Kirsten Dunst nervte einfach nur mit ihrer komischen, manchmal hysterischen Art. Zu oft habe ich mir nur gedacht, wann scheidet sie endlich aus? Es wirkte wie aufgesetzt und übertrieben, eben künstlich.

Das Reboot wirkt vielversprechend und ich freue mich rieisg drauf.
rate (13)  |  rate (5)
Avatar Unregistriert
Unregistriert
#10 | 28. Jun 2012, 11:30
ich bin der Sache recht aufgeschlossen. Schlimmer als Thor kann wahrlich kein Helden Film mehr werden.
rate (6)  |  rate (20)
1 2 3 ... 5 weiter »

PROMOTION
 
Sie sind hier: GameStar > Artikel > Filmkritiken > The Amazing Spider-Man (3D)
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten