Optische Wucht

The Dark Knight Rises : Es ist eine lange Reise, bis Batman wieder ganz er selbst ist. Es ist eine lange Reise, bis Batman wieder ganz er selbst ist. Nolans Dark-Knight-Serie steht vor allem für echte Stunts und Kulissen. Hier macht auch The Dark Knight Rises keine Ausnahme. Das merkt man schon an der Anfangssequenz, in der Bane seine Terrorserie mit einer Flugzeugentführung beginnt und dabei mehr oder minder die ganze Maschine in luftiger Höhe auseinandernimmt. Da sieht man Schauspieler, wie sie tatsächlich ohne CGI-Unterstützung vor einem Abgrund hängen. Zu diesem Handgemacht-Charme passt auch, dass der Film nicht auf den 3D-Zug aufspringt.

Auch sonst gibt sich der Film wenig handwerkliche Blöße. Über die gesamte Laufzeit von 164 Minuten ist immer ein spannendes Ziel erkennbar. Der Sound ist brachial und auch die Musik von Hans Zimmer passt auf den Punkt. Gar nicht gelungen sind dagegen teils die Dialoge, die manchmal arg holprig und übertrieben emotional sind. Batman-Puristen wird es stören, dass Gotham immer mehr zu einem New York bei Tage mutiert. Auch das Ende fügt sich nicht in den Stil der Filme ein. Ohne viel verraten zu wollen: Die Handlung löst sich etwas abrupt auf und das eigentliche Finale wirkt abgedroschen.

The First Avenger: Civil War (28. April 2016)
Marvels drittes Captain-America-Abenteuer setzt an die Ereignisse aus Avengers: Age Of Ultron an: Ein neues Gesetz zwingt die Superhelden dazu, ihre Identität zu enthüllen und in Zukunft offiziell als sogenannte Supercops für die Regierung zu arbeiten. Damit sorgt die Superhero Registration Act dafür, dass sich die Einen für die neue Regelung aussprechen, während die anderen sich gegen das Vorhaben stellen. Es kommt zum Konflikt zwischen den Avengers und macht aus Freunden Feinde. Und über allem schwebt eine neue Bedrohung. MIt dabei sind Chris Evans (Captain America), Robert Downey Jr. (Iron Man), Scarlett Johansson (Black Widow), Sebastian Stan (Winter Soldier), Anthony Mackie (Falcon), Paul Bettany (Vision), Jeremy Renner (Hawkeye), Don Cheadle (War Machine), Elizabeth Olsen (Scarlet Witch), Paul Rudd (Ant-Man), Chadwick Boseman (Black Panther), Emily VanCamp (Agent 13), Daniel Brühl (Zemo), Frank Grillo als Crossbones und Tom Holland als neuer Spider-Man.

Fazit

Christian Merkel: »Es ist schon beeindruckend, mit welcher Wucht The Dark Knight Rises über die Leinwand flimmert. Starke Bilder, eine komplexe Handlung, gute Schauspieler und jede Menge Symbolik tragen auch den dritten Film der Dark-Knight-Reihe in die erste Kino-Liga. Allerdings erwartet den Zuschauer keine hundertprozentige Perfektion: Im komplexen Handlungsgerüst gibt es nicht nur Logiklücken, sondern auch die eine oder andere Figur, die man ohne Not hätte streichen können.

Manche Dialoge sind gestelzt, und auch beim selten eingestreuten Humor wünscht man sich ein bisschen was von der Lockerheit eines Joss Whedon, der bei The Avengers vorgemacht hat, wie charmant-leichtfüßig Superhelden-Kino geht. Trotzdem liefert Christopher Nolan einen Batman-Film, der bewegt und über mehr als 160 Minuten permanent seine Spannung hält.«