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Filmkritik zu G. I. Joe: Die Abrechnung

Kugeln für den Weltfrieden

Mit reichlich Verspätung bringen Hasbro und Paramount mit G. I. Joe: Die Abrechnung den zweiten Teil der Spielzeugverfilmung in die Kinos. Mit neuen Stars in der ersten Reihe: Bruce Willis und Dwayne Johnson.

Von Anne Facompre |

Datum: 26.03.2013


Zum Thema » Gewinnspiel zu G.I. Joe 2 Festplatten und Filmplakate gewinnen » Filmkritiken auf GameStar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen Borderlands 2 ab 2,99 € bei Amazon.de Dass Spielzeugverfilmungen nicht unbedingt floppen müssen, wissen wir spätestens seit Michael Bays Transformers-Reihe. Bei Hasbro zog man also die logischen Konsequenzen und brachte 2009 zunächst »G.I. Joe: Geheimakte Cobra« in die Kinos. Die beliebten Spielzeugsoldaten spielten damals immerhin 300 Millionen US-Dollar ein.

Mit den Transformers-Filmen konnte das zwar nicht mithalten, aber genug für eine Fortsetzung war es allemal. Eigentlich wollte man die »Joes« schon 2012 wieder in den Kinos haben, doch daraus wurde nichts. Eingefleischte Hasbro-Fans mussten sich also erstmal mit Battleship die Zeit vertreiben. Nun darf Dwayne Johnson, Bruce Willis und Channing Tatum aber getrost wieder beim Ballern zugeguckt werden. Was will der Actionfan mehr?

Die Story

Die Elite Einheit der G.I. Joes steht unter Beschuss: Anführer Roadblock (Dwayne Johnson), Elite Spezialist Duke Hauser (Channing Tatum) und die restliche Truppe sollen komplett ausradiert werden. Hinter dem Anschlag steckt ausgerechnet der amerikanische Präsident, der bereits am Ende des ersten Films von der Bösewicht-Organisation Cobra gegen einen Doppelgänger ausgetauscht wurde.

G. I. Joe: Die Abrechnung
Soldatin Jaye (Adrianne Palicki) ist das einzige weibliche Aushängeschild der Joes.

Die wenigen Überlebenden des Überraschungsangriffs schwören Rache. Dafür müssen sie es mit schlagfertigen Gegnern und Cobras Anführer Zartan (Arnold Volsoo) aufnehmen, der die Gestalt des US-Präsidenten angenommen und somit das ganze Land unter seine Kontrolle gebracht hat.

Doch die Joes sind nicht allein. Unverhofft bekommen sie Unterstützung von Bruce Willis …ähm General Joe Colton natürlich …, dem Gründer und Namensgeber der Elite-Einheit. Der ist eigentlich längst im Ruhestand, doch wenn es um den Weltfrieden geht, lässt sich ein Joe nicht zweimal bitten.

Es lebe das Klischee!

Wenn man Dwayne Johnson, Channing Tatum und Bruce Willis Kanonen in die Hand gibt und einfach immer schön draufhält, ist die Story zugegebenermaßen fast schon hinfällig. Das macht sich Regisseur Jon M. Chu natürlich zu Nutze und versucht erst gar nicht, eine mitreißende Geschichte zu erzählen. Der Plot ist simpel. U.S. Regierung infiltriert, G.I. Joes attackiert, Weltfrieden in Gefahr. Auch wer den halben Film verschläft, wird den Anschluss nicht verlieren.

Stattdessen darf der Zuschauer sich an Actionikonen, klischee-beladenen Männer-Stereotypen, amerikanischem Patriotismus und viel, viel Geballer ergötzen. Denn Waffen haben die Joes genug. Egal, ob im Küchenschrank, im Besteckfach oder sonstwo im Haus. Ohne Knarre geht hier keiner raus. Besonders Dwayne Johnson und Bruce Willis wissen ihre Auftritte dann auch noch mit netten One-Linern zu schmücken - wie soll es auch anders sein, wenn man schon »Roadblock« heißt?

Weibliche Verstärkung liefert Adrianne Palicki, die schon in Red Dawn ihre Kämpfernatur beweisen konnte. Channing Tatums Figur hingegen gerät etwas in den Hintergrund - obwohl der Film verschoben wurde, um mehr Szenen mit ihm nachzudrehen (und um ihn in 3D umzusetzen).

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Avatar LorenorSword
LorenorSword
#1 | 26. Mrz 2013, 16:53
Genau das macht für mich einen guten Popcorn-Film aus. Einfach mal viel action bekommen. Ab und zu braucht man(n) so was
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Avatar Sysko
Sysko
#2 | 26. Mrz 2013, 16:59
Nach Die Hard 5 brauch ich erstmal keinen Action Willis mehr. Gott was war der schlecht...
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Avatar Alfredog
Alfredog
#3 | 26. Mrz 2013, 17:00
Na, da muss man sich aber schon verdammt anstrengen sein Hirn so weit runterzufahren dass das unterhaltend ist.
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Avatar Punknein
Punknein
#4 | 26. Mrz 2013, 17:05
Warum ich den Film auf jeden Fall sehen muss? Drei Buchstaben: RZA
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Avatar Splatterest
Splatterest
#5 | 26. Mrz 2013, 17:18
Ich find solche platten Actionstreifen eigentlich herrlich (Expendables, The Last Stand) aber keine Ahnung...der Film reizt mich jetzt nicht so sehr.
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Avatar Nuranon
Nuranon
#6 | 26. Mrz 2013, 17:59
mich wundert Christopher Nolans Erfolg kein bisschen wenn ich mir die Hasbr Fime angucke...
unglaublich aber wahr: auch Zuschauer wollen gerne -zumindestens etwas- ihr Gedächtnis benutzen
- was nicht heißt das GI JOE 2 nicht unterhält^^
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Avatar RaZZputIn
RaZZputIn
#7 | 26. Mrz 2013, 18:29
Jetzt aber mal ehrlich.. was will man mehr ?
Genau son einen stumpfsinnigen Action Film wie G.I. Joe 2 oder Expendables 2 hat die Kinolandschaft gebraucht.
Ein guter Action Film, der Unterhaltung bieten soll, braucht keine Lovestory oder komplexe Story, wie bspw ein Bourne-Ultimatum, Transporter oder was in den letzten Jahren sonst so über die Kinoleinwände geflimmert ist.
Wenn ich in einen Action-Streifen gehe, möchte ich unterhalten werden und nicht anfangen mitzufühlen oder eine erzählerische Tiefe vorfinden, das sind Dinge die in einem Action-Film einfach nichts zu suchen haben. Die klassischen Streifen wie Die Hard, Terminator, etc etc sind doch auch ohne diesen Schnick-Schnack ausgekommen, ich verstehe nicht wieso das auf einmal so bedeutend geworden ist...

Liegt es möglicherweise daran, das wir in eine Zeit leben die von Justin Bieber, krampfhaft anerzogenem Pazifismus und Jersey Shore geprägt und dominiert ist ?

Soll nicht heissen das ich Krieg, Gewalt oder Waffen gutheisse, aber dies sind Dinge, die seit je her existieren und seit Beginn der Unterhaltungskunst (Theater, Strassenkünstler, ja selbst Puppentheater) schon als Vorlage und Spannungsbringer dienen.
Und warum muss man ,,rumgeheult´´ (jetzt nicht von euch Gamestar, sondern generell) werden wenn in einem Film nunmal Krieg und übermässige Gewaltdarstellung ein Thema sind ?
Dann schlägt doch eh wieder die Schere zu und die ,,bösen´´ Szenen werden in Deutschland rausgeschnitten oder der Film wird ab 18 freigegeben.

Wie gesagt, plumpe, grobkörnige und satte Action, ohne Lovestory, ohne tiefgründige und bewegende Storyline, das ist das was der Kinolandschaft einfach mal wieder gut tun würde... in Zeiten von Twilight, wo selbst Vampire zu Diskokugeln verkommen sind -.-
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Avatar Kiwisouffle
Kiwisouffle
#8 | 26. Mrz 2013, 18:58
Zitat von RaZZputIn:
...

ich schließe mich RaZZ voll an! Ein KINOfilm lebt von seiner Bildgewaltigkeit. Und nur wegen soetwas gehe ich überhaupt in ein Kino, wegen den Bildern und gegebenfalls dem Sound.
Es käme mir nie in den Sinn, einen Krimi, bei dem es auf die Handlung und Charakterdarstellung/-entwicklung ankommt, in einem Kino zu gucken. Dafür ist mir ein solcher Kinobesuch mit allem Drum-Und-Drann dann doch zu teuer. Natürlich muss es nicht jedermanns Sache sein, aber ich für meinen Teil habe nichts gegen einen entspannten Abend mit den Jungs und ein paar Bier, um dem stressigen Alltag für eine Weile zu entkommen.

Für mich gilt bei einem Kinobesuch eben immer noch:
Stumpf ist Trumpf

in diesem Sinne...
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Avatar ck001
ck001
#9 | 26. Mrz 2013, 19:16
Zitat von RaZZputIn:
J
Ein guter Action Film, der Unterhaltung bieten soll, braucht keine Lovestory oder komplexe Story, wie bspw ein Bourne-Ultimatum, Transporter oder was in den letzten Jahren sonst so über die Kinoleinwände geflimmert ist.


komplexe story und transporter ...? und lovestory hatte der auch nicht wirklich.
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Avatar Schattenlos
Schattenlos
#10 | 26. Mrz 2013, 19:50
Auch wenn ich jetzt rote Finger ernten werde: Wenn ein Egoshooter nur aus simplen Geballer und Action besteht, springt die GS ob eines neuen Meisterwerks im Quadrat. Wenn jedoch ein Film dasselbe tut, wird das "Alle-Filme-müssen-tiefgründig-sein"-Argument und die angebliche Gewaltverherrlichung ausgepackt.

Solange dieser Film besser wird als das wirklich grottenschlechte Battleship und nur das Niveau des Vorgängers erreicht, werde ich ihn auf jeden Fall schauen ...
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