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Report: Games for Windows Live

Programm auf Sparflamme

Mit großen Plänen startete im Mai 2007 Microsofts Online-Dienst Games for Windows Live – aber bis heute unterstützt ihn nur eine Handvoll Spiele. Jetzt wurde das Angebot generalüberholt und um eine Download-Plattform ergänzt.

Von Christian Schmidt |

Datum: 05.12.2008


Besitzer einer Xbox-Spielkonsole dürfen mit deren Online-Dienst »Xbox Live« zufrieden sein: Seit sechs Jahren funktioniert das System stabil und komfortabel. PC-Spieler hat Microsoft offenbar weniger lieb. Im Mai 2007 portierte der Softwareriese die Online-Plattform für Heimrechner, nannte sie »Games for Windows Live« (kurz: GfW Live) – und lässt das mäßig kundenfreundliche Programm seitdem auf Sparflamme köcheln. Etliche Funktionen wie das automatische Zusammenbringen von Spielern funktionierten lange Zeit nur mit der kostenpflichtigen Gold-Variante des Dienstes, der obendrein nur von einer spärlichen Zahl Titel unterstützt wird, darunter Gurken wie Halo 2 oder Shadowrun.

Games for Windows Live : Das neue Menü klappt von oben aus und ist besser strukturiert Das neue Menü klappt von oben aus und ist besser strukturiert

Für das klobige Menü kopierte Microsoft das Xbox-360-Vorbild fast ohne PC-Anpassungen, Symbole für Gamepad-Knöpfe inklusive. Schade, denn die Ideen hinter GfW Live sind nicht schlecht. Das System verwaltet für jeden Spieler ein übergreifendes Profil sowohl auf der Konsole als auch dem PC, führt eine sinnvolle Freundesliste, bringt in Multiplayer-Partien automatisch Spieler gleichen Geschickes zusammen, enthält einen eingebauten Sprach-Chat über ein Headset und – auf der Xbox 360 besonders beliebt – führt Buch über erledigte Aufgaben und erreichte Erfolgspunkte. Sofern das Spiel es unterstützt, dürfen PC- und Xbox-360-Besitzer sogar plattformübergreifend miteinander daddeln und chatten.

Komfortabler, kostenlos

Games for Windows Live : Das alte Menü orientierte sich am Xbox-360-Design, bis hin zu den farbigen Gamepad-Schaltflächen. Das alte Menü orientierte sich am Xbox-360-Design, bis hin zu den farbigen Gamepad-Schaltflächen. Aus der mangelnden Popularität von Games for Windows Live zieht Microsoft nun Konsequenzen. Bereits im Juli dieses Jahres wurde die Gold-Mitgliedschaft abgeschafft, der Dienst ist seitdem mit all seinen Funktionen eine kostenlose Angelegenheit – auch für Entwickler, die bis dahin für die Nutzung der Online-Funktionen Gebühren an Microsoft zahlen mussten. Seit Mitte November präsentiert sich das System zudem in einer generalüberholten Benutzeroberfläche, die uns Chris Early (General Manager GfW Live) und Michael Wolf (Senior Marketing Manager) in San Francisco vorab vorstellten. »Wir denken diesmal besser an die Bedürfnisse der PC-Spieler«, sagt Wolf. Gleichzeitig können Entwickler von Multiplattform-Titeln den Programmcode jetzt ohne große Schwierigkeiten auf den PC portieren.« Wenn das stimmt, dann dürfen wir uns etwa auf ein verstärktes Angebot von Koop-Spielmodi freuen, die gerade auf den Konsolen sehr populär sind.

Games for Windows Live : Die praktische Freundesliste zeigt an, in welchen Spielen Ihre Kumpels gerade stecken. Die praktische Freundesliste zeigt an, in welchen Spielen Ihre Kumpels gerade stecken. Eine weitere Neuheit: Das überarbeitete Games for Windows Live enthält nun auch den auf der Konsole höchst erfolgreichen Marktplatz, über den auch technisch weniger bewanderte PC-Spieler Demos oder Erweiterungen wie neue Levels herunterladen können – zum Teil kostenpflichtig. »Das ist gerade für kleinere Entwickler interessant, die dafür bisher eigene Vertriebs- und Abrechnungsmethoden entwickeln mussten«, erklärt Chris Early. Für kostenpflichtige Downloads müssen Entwickler allerdings einen Obolus an Microsoft abführen. Gut: Der Marktplatz-Client läuft unabhängig vom Spiel, sodass Sie jederzeit einen Blick auf die neuesten Inhalte für Ihre Spiele werfen können. Noch ist der Marktplatz allerdings unsichtbar; er wird erst aktiviert, sobald erste Downloads verfügbar sind. Um seine Popularität zu steigern, braucht GfW Live aber vor allem eins: Unterstützung durch namhafte Spiele. Da wird Microsoft noch Überzeugungsarbeit leisten müssen. Für 2009 sind zwar bereits knapp 30 Titel angekündigt, die das Spiele-Zertifikat »Games for Windows« tragen werden. Das Live-System verwenden davon aber nur sechs.

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Avatar Harlequin
Harlequin
#1 | 05. Dez 2008, 15:44
Naja bei den Top Spielen die Unterstützt werden kann es noch ne Weile dauern bis das Populär wird :)
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Avatar Thuril
Thuril
#2 | 05. Dez 2008, 15:51
Also ob ich mir noch mehr Spyware auf den Rechner pack...
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Avatar WetBlanket
WetBlanket
#3 | 05. Dez 2008, 15:51
ich glaube nicht, das irgendein pcler das irgendwann mal noch freiwillig benutzen wird...nicht, solange es mehr probleme und gängeleien verursacht also vorteile bringt...siehe gta4 -.-
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Avatar AgEnTcY
AgEnTcY
#4 | 05. Dez 2008, 15:56
richtig @WetBlanket!
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Avatar Phil08
Phil08
#5 | 05. Dez 2008, 15:59
also GfW Libe braucht eigentlich niemand.....außer vielleicht jetzt für GTA IV....

Und wer braucht noch mehr "Microsoft- Viren"....-.-
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Avatar Saul-Meyers
Saul-Meyers
#6 | 05. Dez 2008, 16:36
Ziel solcher Systeme ist nicht nur die Kontrolle, sondern einfach den Online-Downloadkauf zu pushen. Sie wollen uns dazu quasi zwingen, das wir in 5 oder 10 Jahren unsere Spiele nur noch online kaufen und downloaden, ohne Verpackung und Handbuch, was für einen Spielesammler natürlich ein Alptraum ist.
Dieses GFW Live soll einfach als Konkurrent zu Steam aufgebaut werden.
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Avatar NitroCH
NitroCH
#7 | 05. Dez 2008, 16:44
Zitat von Saul-Meyers:
Ziel solcher Systeme ist nicht nur die Kontrolle, sondern einfach den Online-Downloadkauf zu pushen. Sie wollen uns dazu quasi zwingen, das wir in 5 oder 10 Jahren unsere Spiele nur noch online kaufen und downloaden, ohne Verpackung und Handbuch, was für einen Spielesammler natürlich ein Alptraum ist.
Dieses GFW Live soll einfach als Konkurrent zu Steam aufgebaut werden.


Das sehe ich genau so - denke der Social Club von R* schlägt in die selbe Kerbe. Ich kann gut darauf verzichten, ich steh nach wie vor auf gute Spielepackungen am besten aufklappbar mit goodies und geprägt muss es sein.
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Avatar scalelll
scalelll
#8 | 05. Dez 2008, 17:07
Zitat von Saul-Meyers:
Ziel solcher Systeme ist nicht nur die Kontrolle, sondern einfach den Online-Downloadkauf zu pushen. Sie wollen uns dazu quasi zwingen, das wir in 5 oder 10 Jahren unsere Spiele nur noch online kaufen und downloaden, ohne Verpackung und Handbuch, was für einen Spielesammler natürlich ein Alptraum ist.
Dieses GFW Live soll einfach als Konkurrent zu Steam aufgebaut werden.


Und es scheint zu funktinieren. Nicht bei allen, aber beim Grossteil. Wäre nicht das Desaster bei GTA4 wäre die Hürde schon genommen sein auf GfW.

In letzter Zeit bringt jedes Game sowie jedes Poppelprogramm eigene Dienste mit auf den Rechner. Ich mach hier nicht mehr mit!

Steam ist hier auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein, hier gehts langsam ums Prinzip und nicht darum ob ich "Gängelung X" bei "Game Y" akzeptieren kann oder nicht.

Man wundert sich, dass die Highend Kisten immer schneller langsamer werden. Man wundert sich, beim hochfahren des Rechners, warum der Router schon wieder anfängt zu blinken und nicht aufhört.

Der Normal-Mensch kriegt das evtl. gar nicht mit, deshalb hier mal ein paar Beispiele:

Aktuelle Druckertreiber installieren "System-Dienste" die Online nach Updates schauen
Adobe Reader, Flash und andere, schauen auch stets Online nach, ob man dem User wieder ein Update "präsentieren" / zum Download auffordern muss.

Call of Duty 4 (CoD 5 glaub auch) installiert Punkbuster, der IMMER als "System-Dienst" bei Systemstart mitgeladen wird und auch läuft wenn ganz anderes mit dem PC gemacht wird.

GTA 4, die Krönung, braucht gleich 2 weitere Programme, nur um es starten zu können (Social Club, Windows Live)

Ich könnte jetzt weitermachen, aber es ist glaub klar, warum ich diese Games NICHT kaufen werde.

Denkt mal drüber nach, wie die Entwicklung der letzten 3 Monate war ist und wie schlimm das geworden ist. Es hilft hier nur ein Boykott. Und das beste, man überlebt ihn, auch wenn man es vor Vorfreude nicht gleich annimmt.
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Avatar GreenStorm
GreenStorm
#9 | 05. Dez 2008, 17:09
Achja. Klingt ja toll. Klang Vista auch. War dann aber nur noch halb so toll.
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Avatar tRIACTIs
tRIACTIs
#10 | 05. Dez 2008, 17:40
Zitat von Saul-Meyers:
Ziel solcher Systeme ist nicht nur die Kontrolle, sondern einfach den Online-Downloadkauf zu pushen. Sie wollen uns dazu quasi zwingen, das wir in 5 oder 10 Jahren unsere Spiele nur noch online kaufen und downloaden, ohne Verpackung und Handbuch, was für einen Spielesammler natürlich ein Alptraum ist.
Dieses GFW Live soll einfach als Konkurrent zu Steam aufgebaut werden.
Ich Sammle mein Spiele auch seit über 12 Jahren, aber realistisch betrachtet ist der Onlinekauf nunmal die zukunft. Das es bei Software immer massiver wird ist da nur naheliegend. Aber über kurz oder lang werden wohl immer mehr einkäufe online erledigt - nicht nur was Software angeht!
Die zukunft besteht wohl nur noch aus Konzernen und dem Internet - der Einzelhandel wir über kurz oder lang aussterben...
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