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Freitag, 30.07.2010
 

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Report: Das Ende der Konsolen

DirectX-Erfinder prophezeit den Untergang

Die aktuelle Konsolengeneration wird die letzte sein, sagt der DirectX-Erfinder Alex St. John. Ihr Geschäftsmodell hat sich überlebt, der PC weist mit Online-Vertrieb, Abo-Lösungen und Flexibilität den Weg in die Zukunft.

Datum: 28.01.2009


Über den Autor:

Alex St. John war die treibende Kraft hinter Microsofts DirectX-Architektur, die Windows in ein Betriebssystem für den Massenmarkt verwandelte und dem Markt für PC-Spiele und 3D-Hardware entscheidenten Anstoß gab. St. John fädelte einen Deal mit Sega ein, durch den Microsoft das Betriebssystem für die Dreamcast-Konsole auf Basis von DirectX entwickelte und so erstmals ins Konsolengeschäft vorstieß. Nach dem Fehlschlag der Dreamcast entschied sich Microsoft, selbst in den Konsolenmarkt einzusteigen, und entwickelte die DirectXbox. Heute ist Alex St. John Geschäftsführer von WildTangent Inc., dem nach Yahoo und EA drittgrößten Spiele-Netzwerk in Nordamerika (weltweit: Nummer 5). WildTangent erreicht mehr als 50 Millionen Spieler im Monat.

Das Essay »Das Ende der Konsolen« wurde ursprünglich im Making Games Magazin 04/2008 veröffentlicht.

Wenn ich mir die aktuellen Entwicklungen im Spielemarkt ansehe, dann komme ich zu dem Schluss, dass die herkömmliche Spielkonsole vor dem Aussterben steht. Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster zu sagen, dass die jetzige Generation von Konsolen die letzte in der Form sein wird, wie wir sie kennen. Das mag eine überraschende Position sein, wenn man bedenkt, dass wir uns mitten in einem Konsolenboom befinden.

Aber ich werde im Laufe dieses Artikels auf klare und einfache Weise darlegen, warum das Sterben der Konsolen nicht nur unvermeidbar ist, sondern schon längst begonnen hat. Wir befinden uns auf dem Scheitelpunkt der Konsolenära. Der erste Schritt zum Verständnis dieses Trends ist es, nicht auf die Zahl der Spieler zu sehen, sondern auf das Geschäftsfeld. Es spielt keine Rolle, wie »populär « Konsolen sind. Ihr Problem ist, dass das zugrunde liegende Marktsystem kollabiert.

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Avatar Jaques LeCock-Grande
Jaques LeCock-Grande
#1 | 28. Jan 2009, 14:27
es vergeht kein zeit an dem nicht irgendeiner das ende von irgendeiner technik bzw. generation prophezeit. ist irgendeines eingetreten? nein!
Avatar gr!ZLee
gr!ZLee
#2 | 28. Jan 2009, 14:28
Naja, fällt mir aktuell eher schwer den Untergang der Konsolen vorzustellen. Klar ein PC ist viel leistungsstärker als 360 & Co, aber bei Preisleistung sind se besser. Ausserdem ruinieren Entwickler durch dürftige Konsolenportierungen und unverschämte Kopierschutzmechanismen selbst den PC-Spiele-Markt. Trotz allem hoff mer mal das Beste für den guten alten Heim PC.
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Avatar Sonic
Sonic
#3 | 28. Jan 2009, 14:43
toller informativer artikel. danke gs :)
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Avatar Silaster
Silaster
#4 | 28. Jan 2009, 14:44
Zitat von Jaques LeCock-Grande:
es vergeht kein zeit an dem nicht irgendeiner das ende von irgendeiner technik bzw. generation prophezeit. ist irgendeines eingetreten? nein!


Alex St. John ist ein überaus kluger Mann. Ich würde nicht einfach seine Aussagen pauschalisieren und als 08/15 Bemerkung abtun. Oder weißt du mehr als wir? St. John hat Ahnung von der Materie und zwar mehr als du und ich zusammen.
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Avatar Maverick2005
Maverick2005
#5 | 28. Jan 2009, 14:44
Zitat von gr!ZLee:
Naja, fällt mir aktuell eher schwer den Untergang der Konsolen vorzustellen. Klar ein PC ist viel leistungsstärker als 360 & Co, aber bei Preisleistung sind se besser. Ausserdem ruinieren Entwickler durch dürftige Konsolenportierungen und unverschämte Kopierschutzmechanismen selbst den PC-Spiele-Markt. Trotz allem hoff mer mal das Beste für den guten alten Heim PC.


Ob die Konsolen in naher Zukunft ihren Untergang erleben sei erstmal dahingestellt, jedoch möchte ich ergänzen, dass viele Multiplattform Spieleentwickler feststellen, dass die Verkaufszahlen für Konsolen um ein vielfaches höher ist, als die für den PC. Dies hat u.a. herausstechende Gründe: Raubkopien, Inkompatibilitäten zu den diversen PCs und Konfigurationen, die meist auch noch zu langsam für aktuelle Spiele sind (und somit die Unsicherheit der Käufer, ob das Spiel auf ihrem PC laufen wird).
Ich persönlich bin kein großer Fan von Konsolen, jedoch glaube ich, dass es aufgrund der Einfachkeit des Erwerbs der Konsole und der Spiele (mit einer Garantie, dass diese darauf auch laufen) für viele Menschen ein sehr attraktives Segment ist und bleibt.
Bleibt nur abzuwarten, in welche Richtung und vor allem wie schnell sich in Zukunft aktuelle PC Technologie in den Wohnzimmern zu Hause ansiedelt.
Trends vorhersagen ist sowieso immer schwierig ;-)
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Avatar Skipan
Skipan
#6 | 28. Jan 2009, 14:50
@gr!ZLee
xbox360 vllt schon aber bei der ps3 kriegst du schon beim gleichen preis spieletauglichere pcs.
Immerhin ist eine 100€ teue 9800gt in der lage spiele wie call of duty ; world in conflict ; bioshock ; jerichp usw auf 1080p mit +30fps darzustellen

dieser artikel ist zwar logisch begründet aber allein die tatsache das es gelegenheitspieler gibt die einfach nur ein einziges system kaufen wollen das sich dann 5 jahre hält wird dafür sorgen das die konsolen warscheinlich nicht austerben werden.

wenn man sich aber die verluste der konsolenhersteller anschaut (ps3 hat ja vor kurzem durch senkung der herstellungskosten erst angefangen gewinn beim kauf pro konsole zu machen) und dann noch die günstigeren pc spiele berücksichtigt stehen spieler und entwickler finanziell immer noch besser mit dem pc da.
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Avatar Faber
Faber
#7 | 28. Jan 2009, 14:50
hab immer schon konsolen gemieden:)
Absoluter PC FAN <-------!!!!!!!!!!!!!!
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Avatar Adelaide
Adelaide
#8 | 28. Jan 2009, 14:56
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Saul-Meyers
Saul-Meyers
#9 | 28. Jan 2009, 14:56
Alles was da als positiv angesehen wird, missfällt mir total. Ich habe noch nie ein Spiel per Downloadvertrieb gekauft und will das auch gar nicht. Ich möchte immer eine Verpackung samt DVD dazu. Ansonsten hätte ich das Gefühl, als würde ich eine Raubkopie nutzen, obwohl ich dafür bezahlt hätte. Der Unterschied ist gleich null. Außerdem hab ich keine Lust, dann für jedes Spiel irgendwelche Abos abzuschließen. Mir gefällt die Entwicklung überhaupt nicht und ich sehe die Zukunft mit grauen :(
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Avatar Meeresgeist
Meeresgeist
#10 | 28. Jan 2009, 14:57
Er bezieht sich in diesem Artikel sehr oft auf das Spiel WoW und wie erfolgreich es doch ist nur vergisst er dabei, Das WoW das EINZIGE bisher so erfolgreiche MMO mit Abogebühren ist. Die gesammte Konkurenz scheitert, hällt sich mehr schlecht als recht oder bietet die Server für lau an (Egoshooter,B-Net,ect...). Battleforge ist ein Spiel was in sein Schema passt (Pay 4 Cards,alles online und somit alles regestriert). Ob es sich durchsetzen wird bleibt abzuwarten und solange diese Art der spiele sich nicht regelmäßig durchsetzt, sprich profitabel wird, kann der viel vom Ende irgendetwas erzählen. Viel eher wird der PC vermehrt schlechte Umsetzungen oder erst garnicht veröffentlichte Titel erleben, wenn die "Bezahl regelmäßig fürs spielen" Spiele scheitern.
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