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Report: Sackgasse 3D-Grafik | Seite 3

Wo bleibt die nächste Grafik-Revolution?

Enge Limits

Sackgasse 3D-Grafik : DirectX-10 (rechts) verbessert die Grafik in Bioshock nur unwesentlich. DirectX-10 (rechts) verbessert die Grafik in Bioshock nur unwesentlich. Auch andere Studios haben gute Erfahrungen mit Microsofts Daddelbox gemacht. Während die PC-Fassung von Sacred 2 beispielsweise erst im Nachhinein um Physik-Effekte erweitert wurde, waren die optischen Schmankerl – vom Wind verwehte Blätter und aufwändige Nebelschwaden – bei der Konsolenportierung von Anfang an eingeplant. Dass sie es letztendlich doch nicht in die Verkaufsfassung für die Xbox 360 geschafft haben, lag nicht an der Hardware.

»Wir hatten noch mehr als genug Reserven auf einem der Kerne, doch wir hätten die gesamte Welt per Hand um die Physik- Elemente erweitern müssen«, erläutert Daniel Dumont, der bei Ascaron für die Konsolenumsetzung des Action-Rollenspiels verantwortlich war. Der Mehraufwand wäre zu teuer geworden; ein Schicksal, dass in der Regel PC-Umsetzungen trifft. Es sind also nicht immer die technischen Möglichkeiten, die die Grenzen vorgeben, manchmal aber doch. »Der Flaschenhals bei den Konsolen ist die Datenübertragung. Was nützt mir das Gigabyte an Speicher, wenn ich es nicht schnell genug voll bekomme? «, meint Andre Weißflog.

Breite Masse

Sackgasse 3D-Grafik : Mit Mirror’s Edge folgt der Entwickler Dice dem Trend zu markanten Grafikstilen mit Wiedererkennungswert. Mit Mirror’s Edge folgt der Entwickler Dice dem Trend zu markanten Grafikstilen mit Wiedererkennungswert. Während die Hardware bei den Konsolen im Wesentlichen konstant bleibt und bestenfalls Stromverbrauch und Geräuschpegel gesenkt werden, wird das Leistungslimit beim PC vom Kunden bestimmt. Der entscheidet sich in der Masse selten für allerneuste Grafikkarten und Prozessoren. Stattdessen rechnet unter vielen Schreibtischen ein Mittelklasse-PC.

Das gilt umso mehr fürs Ausland, denn Deutschland bildet im internationalen Vergleich noch immer die Spitze, wenn es um Ausstattung und Performance der Rechenknechte geht. Amerikanische und besonders asiatische Spieler zeigen sich meist genügsamer. »Wir können gar nicht ans technische Limit gehen, denn sonst haben wir niemanden, der unser Produkt spielen kann«, erklärt Andre Herbst vom Entwicklerstudio Acony. Herbst arbeitet momentan am Mehrspieler- Shooter Parabellum, ein Spiel, das mit einem Free-to-Play-Konzept auch auf den asiatischen Markt zielt.

Als einziger deutscher Entwickler nutzt Acony die aktuelle Unreal Engine 3, doch für die Zielgruppe muss das Team Abstriche machen, nicht nur bei der Grafik: »Die Physik ist ein Problem, denn wenn sie spielbeeinflussend sein soll, muss sie auf jedem Rechner laufen. Vorerst werden wir uns also auf zerstörbare Deckungen beschränken, damit der Netz-Code nicht überfordert ist.«

Harter Entzug

Um ihre Produkte einer möglichst breiten Zielgruppe zugänglich zu machen und somit profitabel zu halten, schränken sich die Entwickler bei der Grafik ein. »Wir werden DirectX 10 komplett überspringen«, kündigt Andre Weißflog von Radon Labs an. Schließlich ist eine gute DirectX-10-Portierung laut Weißflog fast so aufwändig wie der Wechsel zur Xbox 360.

»Viele unserer Kunden nutzen noch immer Windows XP, und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Wir stellen uns darauf ein, XP noch bis 2012 zu unterstützen«, sagt der Drakensang-Entwickler, der dem Glauben an immer bessere Grafik nicht viel abgewinnen kann: »Spiele, die vor drei bis vier Jahren erschienen sind, sehen heute auch noch gut aus und laufen auf fast jedem System. Was habe ich von einer schicken Optik, die nur drei Prozent der Computer flüssig darstellen kann?« Zudem hängt der Erfolg vieler Titel von den Verkaufszahlen der ersten Wochen nach der Veröffentlichung ab. Wenn dann die Zielgruppe zu klein ist und ein Großteil der Kunden erst später zur Budget-Fassung greift, ist die Zukunft des Entwicklers gefährdet.

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Avatar kruemel184
kruemel184
#1 | 19. Jun 2009, 10:56
wie mal wieder die news fehlt ^^
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Avatar Necrol
Necrol
#2 | 19. Jun 2009, 11:25
Netter Bericht, sollte man den ganzen "Die Scheiß Konsolen"-schreiern mal zukommen lassen ;)
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Avatar PbVeritas
PbVeritas
#3 | 19. Jun 2009, 11:54
Das Stopp-Schild passt ja gerade recht gut^^
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Avatar squieky
squieky
#4 | 19. Jun 2009, 12:00
Vergesst die Grafik, gebt uns KI.
Besonders im Strategie Sektor ist das was geboten wird einfach ein Witz.
Da müssen Cheats her weil die KI nicht nachkommt :/
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Avatar NickHaflinger
NickHaflinger
#5 | 19. Jun 2009, 12:05
Ich habe gerade erst Crysis und Crysis Warhead gespielt. An der Grafik muss eigentlich nichts mehr gemacht werden. Wie schon gesagt könnte die KI besser sein und noch mehr Physikeffekte eingebaut werden. Vor allem aber sollte Crytek mal jemanden einstellen, der Geschichten erzählen kann, das fehlt den Spielen nämlich ganz gewaltig. Deus Ex konnte das doch auch schon. In dieser Hinsicht begeistert war ich zuletzt von Mass Effect und Fallout 3, die zwar beide ein mieses Rollenspielsystem als Basis haben aber tolle Geschichten erzählen.
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Avatar GothofCookie
GothofCookie
#6 | 19. Jun 2009, 12:21
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Husl
Husl
#7 | 19. Jun 2009, 12:22
Guter Artikel!

Ich persönlich finde es auf der einen Seite ein bisschen Schade, dass die sich die Branche im technischen Bereich nur schleichend weiterentwickelt (da ich zumindest ein wenig ein Technikfreak bin mich der Fortschritt begeistert), aber im Endeffekt zählt für mich als Gamer nur der Spielspaß. Und was hilft mir ein wunderschönes FarCry2, wenn ich es nach 3 Stunden wiederverkaufe und eine Runde DotA zocke, obwohl die WC3 Grafik mittlerweile absolut grottig (aber funktionell!) ist?
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Avatar Weingeist
Weingeist
#8 | 19. Jun 2009, 12:39
Ich ziehe guten Content auch der Grafik vor.
Wobei ich glaube die Konsolen könnte von der Texturschärfe einiges nachziehen, wenn zB. MS erlauben würde Games auf der Festplatte zu installieren. DVD sind einfach zu langsam um solche Texturmengen schnell genug laden zu können. Der Herr Carmack von Id hat da ein gutes Interview zum Thema gegeben.

http://www.gametrailers.com/video/quake-co n-08-id-software/37903

Bei Mintue 02:00

Eines der besten Interview zu xbox und ps3.
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Avatar Dementor
Dementor
#9 | 19. Jun 2009, 12:45
Ich bin auch für graphische Revolution. Versteht das jetzt nicht falsch, Graphik ist nicht alles, jedoch ist sie genau wie bei der Partnerwahl das erste was man sieht.
Was wohl noch unterschätzt wird, ist der Sound. Kaum jemand wird ein Sennheiser 7.1 Soundsystem haben, dennoch wünsche ich mir bessere Implementierung dieses wichtigen Elementes. Stalker und FEAR währen ohne der grandiosen Soundkulisse Schrott wert.
Dann darf es auch nicht an KI fehlen und eine schlecht erzählte Geschichte kann auch das beste Spektakel zerstören.

So viel zu den Singleplayerspielen. Denn was zählt Story in einem Spiel wie Counterstrike oder Unrealtournament? Da zählt Gameplay, Sound und vor allem Graphik. Warum die Graphik so wichtig ist? Weil es zur Zeit für mich das einzige Element ist, was diese ganzen MP-only Games noch unterscheidet. Gameplay wird von Mods ausreichend geliefert und Sound ist letzten Endes eine Frage der Leveldesigner (und somit auch von den Mods).

Am Ende sitze ich hier an meinem Arbeitslaptop mit einer 8400G m 128mb und kann gerade so Source Spiele zocken. Zum Glück funktioniert LegacyDoom einwandfrei auf meinem Vista, da krieg ich auch noch >30fps bei maximalen Details ;)
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Avatar HOT
HOT
#10 | 19. Jun 2009, 12:53
Der Artikel ist echt ziemlich blöde - die ganze Herangehensweise ist ziemlich falsch. Die 3D-Grafik leidet nicht unter DX10 oder zu wenig Verbesserungen, sondern schlicht und ergreifend daran, dass wir jetzt schon seit Jahren an dem scheiss 32-Bit-Limit hängen. Damit werden Grafiktreiber limitert, es kann nicht mehr als 512MB VRAM sinnvoll genutzt werden, die Texturgrössen sind limitiert, die Feinheit der Geometrie ist limitiert usw usw. Mit dem Fall dieser Grenzen und der Möglichkeit 2GB VRAM und 8GB RAM zu nutzen ist ein erheblicher Sprung drin, der jetzt kaum zu ermessen ist. Dank der 32Bit Grenze ist der PC zur Konsole geworden, weil er am gleichen Speicherlimit leidet. Das wird sich aber ändern, langsam aber bestimmt.
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