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Special: Amoklauf in Winnenden: Zitate

Falschinformationen und Faulheit in den Medien

Wir haben die peinlichsten Aussprüche zur Killerspiel-Debatte unterschiedlicher Quellen gesammelt.

Von Heiko Klinge, Daniel Matschijewsky, Michael Obermeier |

Datum: 19.03.2009


Zu oft kommt es in der aktuellen kritischen Berichterstattung über Computerspiele zu peinlichen Pannen, Halbwahrheiten und Verwechslungen. Wir haben uns durch mehrere Magazine, Zeitungen und Websites gewühlt um die gröbsten Ausrutscher in einem Artikel zusammenzufassen.

Pressezitate zum Amoklauf von Winnenden

»Hart aber Fair: Schule der Angst - was macht Kinder zu Amokläufern?«

Amoklauf in Winnenden: Zitate  : Hart aber Fair Hart aber Fair

"Muss ich ein Baum sein, um für den Erhalt des Regenwaldes zu kämpfen?"

Wolfgang Bosbach (CDU) in "Hart aber Fair" auf die Frage ob er mal ein Computerspiel gespielt hat.

»Kriminologe verlangt nach Amoklauf Total-Verbot von Gewaltspielen«

Amoklauf in Winnenden: Zitate  : Neue Osnabrücker Zeitung Neue Osnabrücker Zeitung

"Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können."

Hans Dieter Schwind, Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, gegenüber derNeuen Osnarbrücker Zeitung

»Die sollten lieber das Internet verbieten«

Amoklauf in Winnenden: Zitate  : Der Tagesspiegel Der Tagesspiegel

„Die sollten statt der Waffen lieber das Internet verbieten“

Horst Grafenberger, amtierender Schützenkönig von Berlin-Schöneberg, gegenüberdem Tagesspiegel

»Killerspiele"-Debatte geht in die nächste Runde«

Amoklauf in Winnenden: Zitate  : Kulturrat Kulturrat

"Wir brauchen ein Bündel an Maßnahmen, an deren erster Stelle ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele im Strafgesetz mit Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder einer empfindlichen Geldstrafe steht", so Herrmann. (bayerischer Innenminister)"

Pressemitteilung des Kulturrats: Verbotsforderung ist "schlechter bayerischer Running Gag"

»Welche Computerspiele soll ich meinem Kind verbieten?«

Amoklauf in Winnenden: Zitate  : Bild.de Bild.de

"Was bringt Kinder dazu, solche Spiele zu kaufen?
Prof. Spitzer : „In erster Linie aggressives Marketing der Spiele-Industrie: Man muss sich damit auskennen, um ,in‘ zu sein. Das heißt: Clevere Erwachsene verführen Jugendliche.“

Machen diese Spiele süchtig?
Spitzer: „Ja, das ist möglich. Diese Gewaltspiele sind so programmiert, dass sie belohnende Effekte haben, z. B.: Wenn man gut ist, kommt man ein Level weiter. Zudem sind Zufallselemente eingebaut. Aus Studien wissen wir: Die Kombination von Zufall und Belohnung motiviert, löst starke Lernprozesse aus. Die Kinder lernen zu töten.“

Prof. Manfred Spitzer gegenüber Bild.de

Lesen Sie auf Seite 2 Zitate aus unterschiedlichen Medien zu früheren Amokläufen

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Avatar Dementor
Dementor
#1 | 19. Mrz 2009, 17:54
Weiss jetzt nicht ob ich lachen, entsetzt sein soll oder schlicht gleichgültig auf solchen Schwachsinn reagieren soll.
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Avatar Eldest
Eldest
#2 | 19. Mrz 2009, 17:57
Es ist immer wieder unglaublich wie dreist, dumm und hirnrissig diese "Journalisten" sind. Solche Form von "Journalismus" sollte verboten werden.
Besonders die zweite Seite zieht einem die Schuhe aus.
In CS tötet man also Schulmädchen und alte Frauen? Aha
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Avatar Ragman22
Ragman22
#3 | 19. Mrz 2009, 18:03
Das eigentliche Problem war und ist einfach nur diese Gesellschaft in Deutschland ... fast jeden Tag kann man sich über nochmehr Schwachsinn aufregen!
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Avatar DrEvil
DrEvil
#4 | 19. Mrz 2009, 18:06
Man muss erschreckend darauf reagieren. Dass so viele Leute ein Verbot der Killerspiele fordern und die korrupte Presse mit falschen Informationen solche Spiele in ein falsches und absolut verzerrtes Bild drängen, macht mich richtig sauer. Ich dachte seit 1945 wäre Hetzpropaganda gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen (in diesem Fall PC-Spieler) verboten. Das alles aus politischen Motiven stattfindet macht alles noch schlimmer. Ich frage mich, wie man einen Artikel über etwas schreiben kann, von dem man keine Ahnung hat. Da zweifel ich doch ganz schön stark an der Seriösität des Spiegels und der Hamburger Allgemeinen. Lächerlich. Wenn ich Entwickler eines Spiels wäre und es wird so etwas darüber geschrieben, ich würde die Verantwortlichen vors Gericht zerren und sich öffentlich entschuldigen lassen, damit jeder sieht, wie wahr deren Artikel denn sind
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Avatar XKL1
XKL1
#5 | 19. Mrz 2009, 18:06
Tja Leute! Es macht einen ja schon zornig wenn man sowas liesst. Leider sind nicht nur die PC Spieler erboost (über Konsolenspieler sagt irgendwie nie jemand was....), sondern auch die Airsoft und Schützenvereine!

Auch hier werden viele Lügen erzählt. Kann ich sagen, da ich in einem Airsoftverein in Österreich bin und die Medien uns auch mit Dreck bewerfen.

So lange bis irgendwas hängen bleibt beim Volk.

Leider wird geglaubt was in der Zeitung steht!
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Avatar JCelis
JCelis
#6 | 19. Mrz 2009, 18:08
Ich bin definitiv entsetzt.
Hier sieht man doch sehr deutlich, wie mit sehr wenig Hintergrundwissen Meinungsmache betrieben wird.
Und solche Artikel manipulieren all jene, die sich gar nicht die Mühe machen hinter die Kulissen zu schauen, sondern alles Glauben was Schwarz auf weiß gedruckt wird.
All diesen "Zeitungstraumtänzern" und Politikern würde ich gerne mal das Buch "19 Minuten" als Pflichtlektüre aufbrummen für solche reißerischen Artikel.
Dort würden Sie dann vielleicht endlich mal begreifen, dass nicht das Spiel an sich der auslösende Faktor ist, sondern dass was der Täter bis dahin erdulden musste.
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Avatar Garbar
Garbar
#7 | 19. Mrz 2009, 18:11
naja, Lachen das ist so ne Sache, dass kann man dann so einstufen als ob du das schön findest was in dem Spiel geschieht und dies der Wahrheit entsprechen würde
(so würden es Politiker interpritieren)


Das Problem ist aber viel schlimmer als es den Anschein hat.
Den wieviele Erwachsene lesen Bild oder Spiegel oder Stern oder WAZ/NRZ nur um einige zu nennen
und wieviele dieser sogenannten Erwachsenen lesen die Gamestar (nichts gegen euch ihr seit supper )
Der Punkt ist das weder die, die die Artikel verfassen noch die, die diese Artikel lesen Ahnung davon habe was sie schreiben bzw Lesen wie man ja an den Ausagen im Artikel unschwär erkennen kann.
Das was daraus resultiert ist das jeder der diese Artikel leist sich für den neuen Game-experten hält und sein neues (falsches ) angeeignetes Wissen weiter brabelt und dieses sich wie ein Lauffeuer verbreitet und natürlich eine Anti (Killerspiele) Gemeinschaft entstehen lässt.

Wird diese Gemeinschaft zu groß kommen unsere schönen und inteligenten Politiker ins Spiel: Die hören nur das Gebrabel der Menge und um Wähler zu gewinnen Brabeln sie genau das, was die Anti-(Killerspiel) Gemeinschaft brabelt.
was wiederum zu schärferen Gesetzen weitern Missverständnissen und noch mehr Vorurteilen gegenüber Computer,- bzw Konsolenspielern führt
usw.
Das ist ein Teufelskreis der leider kaum noch aufzuhalten ist, nur weil einpaar schwarze Scharfe in der Computerscene existieren, sind es noch lange nicht alle
Sonst müsste man sagen alle deutschen Jugentlichen sind rechts nur weil die rechte Szene wächst (Innenministerstudie) ich schweife ab aber ihr wisst was ich meine
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Avatar Cronan
Cronan
#8 | 19. Mrz 2009, 18:15
"Hat der Amokschütze von Erfurt seine Tat im Internet trainiert? Das Lieblingsprogramm von Robert Steinhäuser war das Computerspiel "Counterstrike": Hier werden Geiseln genommen und Schulmädchen erschossen.

Das Mädchen trägt einen karierten Rock und eine weiße Bluse. Sie ist überrascht, als sich die Türe öffnet. Das letzte, was die Schülerin in ihrem Leben wahrnimmt, ist das Mündungsfeuer der Automatikwaffe, die der Eindringling auf sie richtet. Ihre Bluse färbt sich rot - Ziel eliminiert. Der Mord findet Online statt. Tatort ist ein Computerspiel. "Counterstrike", heißt das Programm, in dem ein Entführungsszenario nachgestellt wird. Ein Trainingsgelände für Massenmörder."

eigentlich würde ich hier laut lachen und nichtmehr aufhören können! aber solche scheiße wird ahnungslosen menschen zum lesen in die hand gedrückt die es dann auchnoch wirklich glauben weil sie Counterstraike überhaupt nicht kennen...
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Avatar Thoddy398
Thoddy398
#9 | 19. Mrz 2009, 18:21
Ich kann bei weitem nicht bei jedem Zitat erkennen, was daran grundsätzlich falsch oder dumm sein soll.

Das gilt auch insbesondere für das "Regenwald-Baum" Zitat: Man muss nicht selbst eine Erfahrung haben, um mitreden zu dürfen.

Wäre das so, in Hinsicht auf Presse und Co, hätten bereits einige hier im Thread niemals antworten dürfen.

Übrigens gilt auch: Wieso zieht ihr euch so martialisch diesen Schuh an? Was der einzelne glaubt, darüber bestimmt ihr mit eurer Meinung sowieso nicht. Und die Medaille hat nunmal zwei Seiten. Ich halte es auch für verrückt, die Spiele zu den Ursachen und Schuldigen zu machen, aber deshalb ist es doch das Recht meines Kollegen, die Gewalt in diesen Spielen scharf anzugreifen und ein Verbot zu fordern. Wir sind nunmal in einer Demokratie. Und das sollte man auch dann "aushalten", wenn man auf der "angeklagten Seite" sitzt oder sich dort sitzend fühlt.
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Avatar IceTom
IceTom
#10 | 19. Mrz 2009, 18:22
Hamburger Allgemeine, zitiert nach Gamestar 7/2002 S.60

"Das Spiel (Anm. Couterstrike), dass es seit 1999 gibt, war einst kostenlos aus dem Internet herunterladbar und hieß früher "Half-Life"."
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