Endlose Weiten : No Man's Sky lässt uns den Weltraum erkunden - aber welche anderen Spiele eigentlich auch? No Man's Sky lässt uns den Weltraum erkunden - aber welche anderen Spiele eigentlich auch?

Trillionen von Planeten und ein gigantisches, frei erkundbares Universum - No Man's Sky sorgt dafür, dass sich die »endlosen Weiten« so nah wie nie anfühlen. Aber ist Indie-Entwickler Hello Games wirklich der Erste, der auf diese Idee kommt?

Während viele Weltraum-Fans gerade hitzig den aktuellen Gameplay-Leak diskutieren, haben wir nachgeforscht und zeigen fünf Indie-Alternativen auf Steam. Die sind schon jetzt spielbar und für jeden Sci-Fi-Fan definitiv einen Blick wert. Riesen wie Star Citizen und Elite: Dangerous lassen wir dabei bewusst außen vor - hier soll es um kleine Weltraumperlen gehen, die wie No Man's Sky in erster Linie den Abenteurer in uns wecken.

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Rodina - Daggerfall im Weltraum?

Wer bei dem Begriff »Daggerfall im Weltraum« bereits kommentarlos den Wunschzettel zückt, sollte vielleicht einen Blick auf den Early-Access-Titel Rodina werfen. Der stammt von einem einzigen Branchen-Veteranen, der vorher an bei Bethesda an Spielen wie Oblivion oder Fallout 3 mitgewirkt hat und mit Rodina ein gewaltiges Weltraum-RPG in einem prozedural generierten Universum erschaffen möchte.

Momentan lässt das Weltraumspiel den Spieler aber einfach ein großes Sonnensystem erkunden - und wirkt damit nicht nur aufgrund der reduzierten Optik wie der kleine Bruder von No Man's Sky. Wobei klein hier relativ ist: Auch Rodina bietet vier Planeten in voller Größe, einen riesigen Stern, 50 zufällige Asteroiden und zehntausende kleinere Asteroiden, die unseren Entdeckerdrang wecken sollen.

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Rodina - Screenshots

Ist der gestillt, kann man sich auch guten Gewissens in Gefechte gegen Alienschiffe stürzen oder das eigene Schiff nach Herzenslust personalisieren. In Sachen Story hat Rodina sogar die Nase vorn, auch wenn die nur über Logs, E-Mails und Bücher erzählt wird. Zwar ist es so noch ein langer Weg zum ultimativen Weltraum-RPG, Rodina ist aber schon jetzt für rund 15 Euro als Early-Access-Version oder als kostenlose Demo zu haben.

Pulsar: Lost Colony - No Man's Sky mit Multiplayer

Beim Multiplayer von No Man's Sky geht es hauptsächlich um das Gefühl, nicht allein in dem schier endlosen Universum zu sein - Wer auf ein MMO oder einen Koop-Modus hofft, soll laut Chef-Entwickler Sean Murray lieber Destiny spielen gehen. Oder eben Pulsar: Lost Colony.

Der Early-Access-Titel schickt bis zu fünf Spieler gemeinsam auf die Reise durch eine zufallsgenerierte Galaxie. Jeder muss dabei ähnlich wie im VR-Titel Star Trek: Bridge Crew eine Rolle wie Pilot und Ingenieur auf dem Schiff übernehmen. Nur wer sich abspricht und Aufgaben richtig koordiniert, soll es bis zur namensgebenden »Lost Colony« schaffen und die taktischen Kämpfe überstehen.

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Damit werden Strategie und Survival natürlich deutlich schwerer gewichtet als bei einem reinen Erkundungsspiel. Trotzdem verspricht die Weltraumsimulation neben verlassenen Raumstationen auch fremdartige Alienwelten voller extremer Umweltbedingungen und feindseliger Bewohner. Aktuell gibt es den Titel für knapp 23 Euro bei Steam.

Pulsar: Lost Colony - Screenshots

Starbound - Eine außerirdische Pixel-Sandbox

Nach stolzen fünf Jahren Entwicklung hat es Starbound aus dem Early Access geschafft und ist nun für etwa 14 Euro als fertige Version bei Steam erhältlich - ideal für Fans von Terraria, Minecraft und Co, die sich einen Tapetenwechsel wünschen.

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Starbound
Unsere kleine Farm: In Starbound bauen wir eine kleine Kolonie auf und bauen unsere eigene Nahrung an.

Der Retro-Pixellook mag zwar nicht jedermanns Sache sein, rein inhaltlich steht Starbound No Man's Sky aber in nichts nach. Das frei erkundbare Sandbox-Universum bietet neben zahlreichen Planeten sogar eine vollwertige Kampagne mit ihren eigenen Charakteren, Quests und Dungeons.

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Jedem Spieler soll aber selbst überlassen bleiben, welchem Weg er in der zufallsgenerierten Welt letztendlich folgt. Gar keine einfache Entscheidung: Wir können fremde Welten nach Ressourcen, Artefakten oder skurrilen Kreaturen absuchen, uns mithilfe des Crafting-Systems irgendwo auf einem fernen Planeten eine neue Existenz aufbauen oder im Multiplayer gemeinsam mit anderen Spielern das Weltall erkunden.

Empyrion: Galactic Survival - Bauen, Erkunden, Überleben

Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es in Empyrion: Galatic Survival vor allem ums Überleben. Das soll uns aber nicht daran hindern, trotzdem eine abwechslungsreiche 3D-Galaxie bis in ihre letzten Winkel zu erkunden.

Und sie uns zu eigen zu machen. Ziel des Spiels ist es verschiedene Planeten Schritt für Schritt über Raumschiffe, Raumstationen und sogar ganze Siedlungen zu erschließen. Für die nötige Spannung sorgen dabei nicht nur lebensfeindliche Umgebungen, sondern auch fiese Aliens und andere Raumfahrer, die uns an den Kragen wollen.

Ganz allein müssen wir uns diesen Bedrohungen aber zum Glück nicht stellen: Der selbsternannte Shooter-Survival-Simulationsmix lässt sich auch wunderbar zusammen mit Freunden spielen. Friedfertige Astronauten können aber auch einfach die Reise zwischen den einzelnen Planeten und die abwechslungsreichen Landschaften genießen. Wer Empyrion jetzt schon ausprobieren will, zahlt im Early-Access-Programm auf Steam knapp 20 Euro.

Empyrion - Galactic Survival

Oxygen Not Included: Weltraum-Kolonie-Aufbau der Don't-Starve-Macher

Interstellaria - Raumschiff? Weltraumflotte!

Trotz der minimalistischen Pixel-Optik schmückt Interstellaria sich mit großen Zahlen und lässt uns gleich die Kontrolle über eine ganze Flotte an Schiffen übernehmen. Das bedeutet aber nicht nur Macht, sondern auch Verantwortung: Unsere Crew hat in typischer Survival-Manier auch Hunger, muss schlafen und sogar bespaßt werden. Zum Dank gibt es individuelle Fähigkeiten, die uns später helfen sollen, schwierige Missionen zu bewältigen.

Interstellaria - Screenshots

Auch die strategischen Gefechte tragen wir nicht allein aus, sondern kommandieren als Kapitän natürlich unsere ganze Raumschifflotte. Eine echte Alternative zu No Man's Sky ist Interstellaria so zwar noch nicht, aber die Weltraum-Simulation hat noch mehr zu bieten: Zusammen mit unserer Crew können wir auf verschiedenen Planeten landen, Ressourcen sammeln und Handel betreiben. Dabei müssen wir aber gut auf unsere kleinen Schützlinge aufpassen - ihre Ausrüstung entscheidet darüber, ob sie eine ungewollte Begegnung mit dem ansässigen Alienvolk überleben.

Jede Region in der weitläufigen Galaxie verfügt dabei über eigene Schiffe, Alien und Mysterien, die es zu entdecken gilt. Wer Lust auf eine Mischung aus Strategie und Erkundung hat, ist bei Steam außerdem schon mit knapp zehn Euro dabei.