APB: All Points Bulletin - PC

Multiplayer-Shooter  |  Release: 01. Juli 2010  |   Publisher: Electronic Arts

All Points Bulletin - Entwickler meldet Insolvenz an

Realtime Worlds, Entwickler des erst kürzlich veröffentlichten Multiplayer-Shooters All Points Bulletin, ist pleite.

Von Frank Maier |

Datum: 18.08.2010; 11:30 Uhr


All Points Bulletin : Trotz Insolvenz soll der Support von APB weitergehen. Trotz Insolvenz soll der Support von APB weitergehen. Bereits vergangene Woche verdichteten sich die Anzeichen, wonach Entwickler Realtime Worlds, hierzulande durch den erst kürzlich veröffentlichten Multiplayer-Shooter All Points Bulletin bekannt, in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Die Entlassung von mehr als 60 Mitarbeiter war die Folge.

Jetzt dürfte Realtime Worlds endgültig Geschichte sein. Wie US-amerikanische Medien berichten, hat das APB-Entwicklerstudio Insolvenz angemeldet. Demnach sei CEO Gary Dale, ehemals Chef von Publisher Take 2, persönlich nach Schottland geflogen, um den Mitarbeitern die schlechte Botschaft zu überbringen. Einer unternehmensnahen Quelle zur Folge, wurde den Entwicklern bis kommenden Freitag Zeit gegeben, ihren Arbeitsplatz zu räumen. Das US-Büro im US-Bundesstaat Colorado soll ebenfalls geschlossen werden.

Auf den Support von All Points Bulletin soll die Insolvenz allerdings keine Auswirkungen haben. So behalten nach Angaben eines früheren Mitarbeiters einige wenige Entwickler ihren Job - um APB bis zu einem möglichen Verkauf am Leben zu halten.

All Points Bulletin
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Avatar NashBen
NashBen
#1 | 18. Aug 2010, 11:56
Überrascht mich nicht, bei der Qualität des Spiels.
Schade nur für die ganzen Entwickler, die jetzt ohne Job dastehen..
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Avatar falseee
falseee
#2 | 18. Aug 2010, 11:58
Soweit ich es aus den offiziellen Foren herauslese, wird die Entwicklung an APB fortgeführt. Die Mitarbeiter, die entlassen wurden, waren nicht für APB zuständig, sondern für andere Projekte ("My World", http://www.youtube.com/watch?v=OoT7dxxZALM).
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Avatar kritze74
kritze74
#3 | 18. Aug 2010, 12:00
Da hat aber jemand sehr knapp kalkuliert, wenn so kurz nach Release Insolvenz angemeldet werden muß! Und sind wir mal ehrlich, bei APB konnte nicht wirklich mit so einem hohen Umsatz gerechnet werden, daß der Karren noch aus dem Dreck zu holen wäre. Eine Insolvenz mit 60 betroffenen Mitarbeitern hat mich kürzlich übrigens auch getroffen, also alles Gute für die Angestellten.
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Avatar yenlowang2010
yenlowang2010
#4 | 18. Aug 2010, 12:28
Schade eigentlich - wieder ein Studio weniger. Und wieder hängt auch EA mit drin.
Aber auch ein gutes Bespiel dafür, daß ein Entwickler sich mit einem Projekt vollkommen überhoben hat. Man kann nicht alles liefern das man versprochen hat und versucht dann, aufgrund Geldmangels, das Spiel halbfertig in den Markt zu drücken.
Hoffentlich lernen andere Entwickler jetzt endlich mal aus diesen zhalreichen negativen Beispielen.
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Avatar tobelanus
tobelanus
#5 | 18. Aug 2010, 12:32
Oh man...hätten die sich bei dem game mal mehr mühe gegeben, dann wärs vllt. ein verkaufsschlager geworden und vllt. keine Insolvenz...EA ist unsymphatisch und stinkt!
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Avatar 1aSchnitzel
1aSchnitzel
#6 | 18. Aug 2010, 12:51
Eher umgekehrt. Das Spiel ist so grottig geworden weil dem Unternehmen schon weit vor Release das Geld ausging.
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Avatar Phaeton
Phaeton
#7 | 18. Aug 2010, 13:04
Leider war das Ganze wirklich abzusehen. Mal von diversen Dingen wie eklatant hohe Systemvoraussetzungen, es wird schon seinen Grund haben warum MMOs grundsätzlich dem Hardware-Markt in 2-3 Jahresabständen folgen, da man so eine deutliche größere Käuferschicht anspricht, und einem offensichtlich mehr als dürftigem Spielkonzept, GTA funktioniert nun mal nicht einfach als 1:1 Portierung, als auch diversen Problemen im Spiel abgesehen, ist für mich bis heute einer der größten Knackpunkte das mehr oder minder undurchsichtige Bezahlmodell. Nicht nur das es verschiedene Bezahlvarianten gibt, nein, man nimmt für ein solches Spiel auch das gleiche Geld wie für Triple-A, oder einen AA+-Titel, obwohl es maximal ein A-Titel ist..

APB war für mich stets als F2P prädestiniert, das bringt das Customizing der Autos und der Spielfiguren schlicht mit sich, und ich denke auch das ein etwaiger Investor genau da ansetzen wird und muss. So verrufen F2P auch sein mag, manche Titel wird man heute nur so gegenüber der Konkurrenz am Markt platzieren und etablieren können.

Was ich mich dann doch immer wieder frage ist warum man so etwas nicht vorher weiß? Man wird doch vor der Entwicklung, und auch vor dem eigentlichen Release über Rentabilitätsstudien, Marktanalysen, Kundenpotential, und etwaige andere Dinge kalkulieren können wie es finanziell in Zukunft aussieht. Da hilft kein - Wir hoffen auf X User - , sondern da muss man mit harten Fakten arbeiten. Vor allem kann ich ein solches Projekt nicht so anlegen das es binnen weniger Monate pleite geht, dem muss ich schon einen gewissen Puffer geben.

Ich beklage persönlich schon seit Jahren das jeder Hanswurst heute ein Stück vom dicken Kuchen MMO abhaben will, und das es, warum auch immer, immer noch Leute und Investoren gibt die blindlings Kapital geben. Dabei weiß heute jeder Spieler das ein MMO weder vom Namen einer großen Marke, noch durch seine reine Existenz leben kann. Das haben gerade die letzten 2 Jahre gezeigt.

Das hat vielleicht früher zu Zeiten eines DaoC mal gezogen, aber heute erwarten Spieler ob einer riesigen Konkurrenz schon etwas mehr. Innovation, Qualität, Differenzierung zur Konkurrenz, Support, aber auch die Langlebigkeit eines Projektes, das alles sind Sachen, da reagieren Spieler ganz sensibel drauf. Und anders als früher sind dann auch ganz schnell mal X Prozent nach dem Freimonat weg, weil es eben zig Konkurrenten gibt. Der Spieler ist nicht mehr auf Produkt A angewiesen.

Ich kenne etliche Spieler die das wissen, warum verstehen es die Firmen nicht? Geldgeilheit? Blinde Hoffunung? Falsches Marktverständnis? Ich weiß es nicht, aber es ist erschreckend, weil es eben auch nicht erst seit heute so ist. Eventuell sollte man mal den Spieler fragen was er für Chancen für ein MMO sieht, bevor es in Entwicklung geht, gefühlte 80% der angestrebten Projekte würden das wahrscheinlich nicht überleben.

Da könnte man noch so viel zu schreiben, aber eigentlich passt da nur ein Satz: Hab ichs doch gleich gesagt!
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Avatar 3xhumed
3xhumed
#8 | 18. Aug 2010, 13:39
Mir tut niemand Leid, klar es ist bedauerlich für die Mitarbeiter die entlassen wurden, aber so ist das halt in der Games Branche!

Für mich war nach der Beta völlig klar dass das Spiel es zu nichts bringen wird. Wahrscheinlicher war das es Free2Play wird nach einigen Monaten. Aber nun das... o_0

Wie verarscht als zahlender Spieler, muss man sich eigentlich fühlen, das hier jetzt zu lesen?
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Avatar Coolstyle
Coolstyle
#9 | 18. Aug 2010, 13:43
Zitat von :
Soweit ich es aus den offiziellen Foren herauslese, wird die Entwicklung an APB fortgeführt. Die Mitarbeiter, die entlassen wurden, waren nicht für APB zuständig, sondern für andere Projekte (My World, http://www.youtube.com/watch?v=OoT7dxxZALM).[/ QUOTE]

Genau das habe ich nämlich auch herausgelesen, die haben das Personal von den anderen Projekten gestrichen, so dass sie zu 100% an APB weiterarbeiten können. Ich denke APB wird überleben, ein derart großes Projekt mit soviel schlafendem Potential kann man einfach nicht so sterben lassen, wäre eine Sünde.

APB hätte einfach nicht so unfertig released werden dürfen, wenn man bedenkt 5 Jahre Entwicklung und noch immer im BETA Stadium, das wirkt sich einfach negativ in der Presse aus (siehe Reviews).

Und wie Phaeton beschreibt, die hohen systemanforderungen sind auch nicht sehr vorteilhaft, das letzte mal wo ich so einen Sprung erlebt habe war Crysis. Aber MMOs sollten generell so programmiert sein, dass auch Spieler mit älteren Systemen daran teilhaben können. Dies ist bei APB leider nicht der Fall und die Spielerschicht wird dadurch schon im Vorhinein stark eingegrenzt.

Meine Vermutung ist, das Spiel läuft noch etwa ein halbes Jahr so wies jetzt ist und wird dann auf F2P umgestellt, FALLS sich die Lage nicht bessern sollte. Viel Arbeit hamse, weil APB ist momentan eine riesige Baustelle.

Abschließend sei gesagt, die Spieleindustrie ist ein hartes Pflaster. Wenn man Dreck produziert wird man bestraft, so einfach ist das.

Zitat von :
Das hat vielleicht früher zu Zeiten eines DaoC mal gezogen, aber heute erwarten Spieler ob einer riesigen Konkurrenz schon etwas mehr. Innovation, Qualität, Differenzierung zur Konkurrenz, Support, aber auch die Langlebigkeit eines Projektes, das alles sind Sachen, da reagieren Spieler ganz sensibel drauf. Und anders als früher sind dann auch ganz schnell mal X Prozent nach dem Freimonat weg, weil es eben zig Konkurrenten gibt. Der Spieler ist nicht mehr auf Produkt A angewiesen.


Genau so ist es, heutzutage gibt es schon soviel MMOs, sodass man als Spieler ziemlich sensibel auf Fehler reagiert. MMOs sind Spiele wo man (verdammt) viel Zeit investieren muss, wenn man nach oben will. Diese Zeit möchte man natürlich nicht mit einem schlechten Spiel verschwenden. Ich hab zb APB auch nach etwa 30 Std aufgehört, weil es schlicht eintönig war, Konzept top, aber Gameplay war mangelhaft.
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Avatar Druzil
Druzil
#10 | 18. Aug 2010, 15:24
Zitat von yenlowang2010:
Schade eigentlich - wieder ein Studio weniger. Und wieder hängt auch EA mit drin.


Zitat von tobelanus:
Oh man...hätten die sich bei dem game mal mehr mühe gegeben, dann wärs vllt. ein verkaufsschlager geworden und vllt. keine Insolvenz...EA ist unsymphatisch und stinkt!


mh... also EA gibt Entwicklern erst die Möglichkeit Projekte wie APB oder Brütal Legend zu machen. So etwas wird man von Activision/Blizzard nie sehen.
Ich will EA wirklich nicht in Schutz nehmen, machen ja auch genug was mir nicht passt. Aber sie ohne Sinn und Verstand zu kritisieren, weil sie Risiko-Projekte finanziert haben, die dann leider den finanziellen Tot erleiden, finde ich etwas lächerlich.
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Details zu APB: All Points Bulletin

Plattform: PC
Genre Action
Untergenre: Multiplayer-Shooter
Release D: 01. Juli 2010
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Realtime Worlds
Webseite: http://www.gamersfirst.com/apb/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
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