Zum Thema » Assassin's Creed 4 Vorschau zum Einzespieler-Modus » Assassin's Creed 4 - Video 13 Minuten Gameplay ansehen » Gamewatch: AC4 Gameplay-Video analysiert Assassin's Creed 4 ab 0,99 € bei Amazon.de Wer braucht in einem Assassin's Creed schon einen Mehrspieler-Modus? Diese Frage hat sich wahrscheinlich jeder gestellt, als die Multiplayer-Komponente in Assassin's Creed: Brotherhood vor drei Jahren erstmals Einzug hielt. Schließlich war die Reihe doch stets von ihrer Kampagne bestimmt, von der spannenden Geschichte rund um Desmond Miles und seine Assassinen-Vorfahren. Aber das Konzept stimmte, der Mehrspieler-Modus machte Spaß und fand seine Fans.

In den folgenden Teilen gab es einige Verbesserungen, darunter die Einführung des »Wolfpack« genannten Koop-Modus. In Assassin's Creed 4: Black Flag steht die Entwicklung natürlich nicht still, schließlich wagt das Team von Ubisoft Annecy (die sozusagen die Mehrspieler-Spezialisten des französischen Publishers sind, siehe Kasten) den Sprung auf die Next-Generation-Konsolen. Wir waren vor Ort im malerischen Seestädtchen und haben probegemeuchelt.

Assassin's Creed 4: Black Flag - Multiplayer-Modus
Die Animationen der Charaktere wurden überarbeitet, daher wirken besondere Attacken wie dieses Rollmanöver noch flüssiger.

Piraten-Punkte

Prinzipiell funktioniert der Mehrspieler-Modus genauso wie in den letzten Teilen. Wir sind auf einer Karte unterwegs und müssen bestimmte Ziele ausschalten, die uns in der rechten unteren Bildschirmecke angezeigt werden. Wie wir das tun, bleibt uns überlassen, bedächtiges Vorgehen und schnelles Zuschlagen bringt allerdings die meisten Punkte. Dieses Punktesystem war für Game Director Damien Kieken daher die erste Ansatzstelle für den Verbesserungshebel. »Wir haben das Punktesystem im Mehrspieler-Modus komplett überarbeitet« sagt er. »Es ist das Herzstück des Spiels«.

In Assassin's Creed 4: Black Flag gewinnt nicht unbedingt derjenige, der die meisten Kills verzeichnet, gute Chancen hat auch, wer seine Ziele möglichst stilvoll um die Ecke bringt. Das System funktioniert mit Multiplikatoren, wer einen Gegner also zum Beispiel von einem Vorsprung in die Tiefe zerrt, kassiert dank eines »x3-Multiplikators« mehr Punkte als ein Spieler, der sein Opfer nur »langweilig« erdolcht. »So stellen wir sicher, dass sich der Mehrspieler-Modus an alle Spieler richtet, egal wie gut sie sind« erklärt Kieken. Kills mit über 1.000 Punkten sind zum Beispiel sehr schwierig auszuführen, auch Kenner der Vorgänger dürften daran ein bisschen zu knabbern haben.

Assassin's Creed 4: Black Flag : Nahkampfangriffe wie dieser bringen schon eine Menge Punkte, bleiben wir unentdeckt, multipliziert sich die Anzahl noch einmal. Nahkampfangriffe wie dieser bringen schon eine Menge Punkte, bleiben wir unentdeckt, multipliziert sich die Anzahl noch einmal.

Karten und Charaktere

Das Punktesystem ist mit Sicherheit die tiefgreifendste Veränderung im Mehrspieler-Modus von Black Flag, dazu kommen jede Menge neue Karten und Charaktere. In Annecy können wir schon auf drei Maps spielen. Saba Island spielt in einem Freibeuter-Versteck, das in eine Höhle gebaut wurde, Santa Lucia heißt dagegen ein verwinkeltes Fischerdorf, das hauptsächlich aus Holz- und Strohhütten besteht. Portobelo ist schließlich eine von Piraten eingenommene Stadt mit prunkvollen Häusern und verwinkelten Gassen.

Die zehn Charaktere (zumindest sehen wir in Annecy so viele; im fertigen Spiel soll es noch mehr geben) bewegen sich zwischen klischeehaft und ungewöhnlich, die Auswahl reicht vom verschrobenen bärtigen Piraten, über grazile weibliche Seeräuber-Schönheiten bis hin zum Dracula-Verschnitt. Wir entscheiden uns für letzteren und starten mit sieben weiteren Mitspielern in Saba Island ein sogenanntes »Frantic-Match«.

Assassin's Creed 4: Black Flag - Die Multiplayer-Charaktere

Nahkampfkrieger und Pistoleros

Direkt zu Beginn der Runde bahnen wir uns unseren Weg über die Karte, immer die Radaranzeige mit der Richtung unseres nächsten Ziels im Blick. Wir nähern uns dem Unglückraben und stechen zu. Der erste Punkt geht schnell an uns. Natürlich werden wir dabei aber auch selbst verfolgt und können mit unterschiedlichen »Perks« auf Angriffe reagieren. Komplett neu ist zum Beispiel die sogenannte Time Phase-Attacke, die einen Angreifer verlangsamt und lähmt, was uns dann genügend Zeit gibt, um die Beine in die Hand zu nehmen und abzuhauen.

Außerdem können wir unsere Verfolger mit Verkleidungen täuschen, diese Option gab es schon in den letzten Assassin's Creed-Multiplayervarianten. In den fünf Minuten Spielzeit, die das Match dauert, kraxeln wir serientypisch behände an Wänden empor oder springen über Hindernisse, nur um Ziele auszuspähen und dann anschließend zu erledigen. Aber auch wir werden ein paar Mal ausgeschaltet, das Gejohle im Testraum ist groß.

Assassin's Creed 4: Black Flag : Das Zielen im Pistolier-Modus ist ziemlich kompliziert, da wir erst mehrere Tasten drücken müssen, bevor wir einen Schuss abfeuern können. Das Zielen im Pistolier-Modus ist ziemlich kompliziert, da wir erst mehrere Tasten drücken müssen, bevor wir einen Schuss abfeuern können.

Der zweite Modus, den wir in Annecy anspielen, heißt »Pistolier«. Hier dürfen wir -- wie der Name schon vermuten lässt -- nur unser Schießeisen verwenden. Nahkampfangriffe sind deaktiviert, dementsprechend müssen wir auf Distanz bleiben, was den Spielfluss auf der Karte ziemlich verändert. Das Zielen mit der Pistole wirkt allerdings noch ziemlich kompliziert, zuerst müssen wir unser Opfer markieren, dann mit gedrücktem Knopf anvisieren und können erst beim Loslassen des Buttons feuern. Durch das aufwändige Prozedere gehen uns in der ersten Runde einige Kills durch die Lappen - ärgerlich.

Mach's doch selber!

Assassin's Creed 4: Black Flag : Wie es uns gefällt: Im Game Lab lassen sich zig Parameter für die Erstellung eigener Modi anpassen. Wie es uns gefällt: Im Game Lab lassen sich zig Parameter für die Erstellung eigener Modi anpassen. »Frantic« und »Pistolier« sind natürlich nicht die einzigen Modi, laut Damien Kieken werden viele weitere im fertigen Spiel enthalten sein. Wem das nicht reicht, der erstellt sich mit dem neuen »Game Lab« einfach neue Varianten. Über 200 Parameter lassen sich verändern, darunter Spielzeit, Multiplikatoren, Punktzahl oder verfügbare Items. Außerdem können wir hier bestimmen, ob wir die Gegner zum Beispiel nur mit Nahkampfangriffen attackieren oder auch auf Waffen zurückgreifen können.

So lassen sich dann nach und nach komplette eigene Modi erstellen, mit Freunden tauschen und ausprobieren. Die besten Spielvarianten sollen zukünftig per Download für die Community angeboten werden. »Mit dem Game Lab geben wir den Spielern mehr Freiheiten« sagt Damien Kieken. Allerdings beschränken sich diese Freiheiten ausschließlich auf das Erstellen von Modi, denn Karten oder Charaktere können nicht editiert und verändert werden.