Wer schützt die Kunden? : 1,1 Millimeter – so groß ist der größte Buchstabe des Satzes »Das Spiel benötigt eine Internetverbindung zur Aktivierung! « auf der Packungsrückseite von Bioshock. Sogar die Adresse des Publishers ist auffälliger gedruckt. Und die Aktivierung ist ja nur die Spitze des Eisberges: Von der Tatsache, dass man das Spiel nur zweimal von einem Exemplar installieren darf (mittlerweile auf fünf Installationen erhöht), erwähnen weder Packung noch Handbuch etwas.

Bioshock ist nur ein Beispiel von vielen – die Spielefirmen stehen unter hohem Druck, ihre enormen Ausgaben für die Entwicklung wieder reinzuholen. Das wird von der Spieler-Community natürlich akzeptiert. Problematisch ist es aber, wenn dem Käufer die Mechanismen des Kopierschutzes nicht klar vor dem Kauf mitgeteilt werden; wenn die Programme das System kompromittieren; wenn die Nutzungsbedingungen neben dem Raubkopieren gleich auch noch den ungeliebten Gebrauchtwarenhandel einschränken sollen.

Bitte, liebe Publisher, wenn der Kopierschutz für euch so wichtig ist (und die Verkaufszahlen von gut geschützten Spielen geben euch ja recht), dann entwickelt dafür ein System, das nicht nur eure Interessen, sondern auch die eurer treuen Käufer berücksichtigt.