Das Grundthema von Hedone ist nicht ganz taufrisch. Das kennen wir schon aus Filmen wie dem ollen Running Man oder dem nicht ganz so ollen Gamer. Im Free2play-Shooter von Acony geht’s nämlich auch darum, sich vor laufenden Kameras blaue Bohnen um beziehungsweise zwischen die Ohren zu ballern, um die verehrte Zuschauerschaft zu unterhalten.

Nur dass man im Free2play-Shooter von Acony nicht tot bleibt, wenn man einmal tot ist. Klone (oder Synths, wie sie in Hedone genannt werden), machen es möglich. Wer eine Runde dominiert, wird als riesiges Hologramm auf der Map gezeigt. Obendrein wird das Ganze noch von zwei Kommentatoren begleitet.

Mit Rangsystem

Der Rahmen ist natürlich nur Kosmetik, die der Atmosphäre dienen soll. Auswirkungen aufs Spielgeschehen hat die Fernseh-Show nicht. Ebenso verhält es sich bei der Optik der Spielerfiguren. Die Anpassungen, die man an der eigenen Figur vornehmen kann, erinnern an Brink oder an All Points Bulletin . Genau wie in diesen beiden Spielen addieren sich immer mehr Möglichkeiten (andere Hosen, Hemden, Mützen, Schmuck), je höher die Spieler im Rang aufsteigen.

Bullet Run
Im schicken Bullet Run-Hauptmenü wählen wir Skills, Waffen und Ausrüstung aus.

Ja, auch Hedone kommt nicht ohne ein Rang-System aus. Logisch, wie will man sonst einen Anreiz in einem Free2play-Spiel schaffen, Geld auszugeben? In Hedone geht das zum Beispiel über die üblichen Bonuspakete für Erfahrungspunkte, um schneller leveln zu können, um schneller bessere Waffen und um schneller coole Gadgets (elektrische Krabbelviecher, die gegnerische Spieler lahm legen, Krallen für extra tödliche Angriffe) zu bekommen.

Aber Hedone bietet auch Spielern, die keine echten Münzen verjuxen wollen, die Möglichkeit, alles zu erreichen. Man muss nur länger und vergleichsweise erfolgreich spielen.

Kein AAA

Zur Sache geht’s im Team-Deathmatch oder im Herrschafts-Modus (Punkte halten) beharken sich zwei Teams auf unterschiedlichen Karten. Die Optik variiert dabei von Wüstenszenario über Lagerhalle bis hin zu stillgelegter Fabrik. Ein Grafikbrett darf man allerdings nicht erwarten, auch wenn Acony sein Hedone auf der Profukt-Webseite als AAA-Titel bezeichnet, so sieht’s doch eher wie ein einfaches A aus.

Obendrein muss man sich auch erst mal an die vergleichsweise hakelige Steuerung gewöhnen, die einem in den ersten Minuten suggeriert, man würde alles treffen, nur nicht den anvisierten Gegner. Aber dieses Gefühl legt sich mit der Zeit und man kann sich darauf konzentrieren, die frei geschalteten Gadgets geschickt einzusetzen.

Tatsächlich bietet Hedone die eine oder andere strategische Position auf den Karten, wo man wundervoll in Lauerstellung gehen und passierende Feinde aus dem Hinterhalt abmurksen kann. Ob das aber reicht, viele Spieler und vor allem auch solche an Hedone zu binden, die für Boni zu zahlen bereit sind?