Call of Duty: Black Ops :

Mehrere Sprachversionen auf der DVD, das sollte ja wohl mittlerweile eine verflixte Selbstverständlichkeit sein. Ubisoft kann es, Electronic Arts kann es. Activision kann es nicht, zumindest nicht bei den Call of Duty-Spielen. Wer die deutsche Version von Black Opsgekauft hat, muss auch die deutschen Sprecher ertragen. Andere Sprachversionen fehlen auf der DVD, ein Umstellen über Steam funktioniert nicht. Und weil das so ist, bekam ich nach gefühlten zwei Sekunden mit Black Ops Ohrenkotzen. Allein die Auftaktszene klang in meinen Gehörgängen bereits dermaßen lieblos und uninspiriert, dass mir jede Lust verging, mich weiter mit der Kampagne zu beschäftigen. Also hab ich’s gelassen. Da können die Kollegen zehn Mal behaupten, die Synchro sei doch ganz gut. In meinen Ohren ist sie’s nicht! Bei Modern Warfare 2war’s schon ähnlich. Ich erinnere nur an dieses lächerliche »Beschuss, Beschuss, Beschuss.« beim Anflug aufs Gulag. Örks!

Verständlich, dass Activision für die hiesige Black Ops-Version auf die ganz derben Gewaltdarstellungen verzichtet hat – beziehungsweise verzichten musste. Aber nirgendwo steht geschrieben, dass man gleichzeitig auch die englische Sprachausgabe wegzulassen hat. Umso unverständlicher, weil Black Ops doch an Steam gekoppelt ist und man dort im Regelfall für seine Spiele einfach andere Lokalisierungen runterladen kann. Wenn ich will, kann ich Team Fortress 2auf Französisch spielen!

Wenn Activision bei den Call of Duty-Spielen endlich auch mal die englische Synchro anbieten würde, hätten vielleicht weniger Menschen eine internationale Version von Black Ops in England geordert -- um bei der Installation dann festzustellen, dass sich diese hier gar nicht aktivieren lässt. Es geht bei diesen Auslandsbestellungen nämlich nicht immer um die Gewalt, die in englischen Versionen enthalten ist. Es geht oft nur um die Gewalt, die deutsche Versionen sensiblen Ohren wie meinen antut.