Call of Duty: Modern Warfare 2 - PC

Ego-Shooter  |  Release: 10. November 2009  |   Publisher: Activision Blizzard

Kolumne: Teurer Stimulus

Activision sprengt DLC-Preise

Viele DLCs bieten wenig Inhalt für viel Geld. Wann ist die Grenze zwischen sinnvoller Erweiterung und Abzocke überschritten? Spätestens, wenn früher selbstverständliche Inhalts-Patches sündhaft teuer verkauft werden, meint Nico Gutmann.

Von Nico Gutmann |

Datum: 28.04.2010


Teurer Stimulus : Das Stimulus-Mappack zu Call of Duty: Modern Warfare 2 wirkt auf mich alles andere als »stimulierend«. Fünf neue Mehrspielerkarten, wovon zwei auch noch Aufgüsse altbekannter Schlachtfelder aus Call of Duty 4 sind – das war’s. Und dafür verlangt Publisher Activision Blizzard satte 15 Euro. Lassen wir uns den Preis mal auf der Zunge zergehen: 15 Euro. Das ist die Hälfte des Preises für vollwertige Addons, die oft eine komplett neue Kampagne, neue Schauplätze, neue Mehrspielermodi und haufenweise neue Gegenstände samt Waffen enthalten. 15 Euro sind auch rund ein Drittel des Neupreises für ein aktuelles PC-Spiel. Also ein komplettes Spiel, das nicht selten von der Idee über die Engine bishin zu sämtlichem Drum und Dran komplett neu entwickelt wurde. Der Aufwand für das Stimulus-Mappack dürfte dagegen ziemlich überschaubar gewesen sein: ein paar 3D-Modelle, drei frische Umgebungsentwürfe, Portieren von zwei alten Karten – fertig.

Teurer Stimulus : Es ist noch gar nicht so lange her, da waren solche Erweiterungen Teil des Kundenservices und wurden per Patch gratis an die Spieler verteilt. Klar, der Aufwand für die Entwicklung eines Videospiels ist in den letzten Jahren enorm gewachsen und allein die Produktions- und Werbekosten wieder einzuspielen ist eine große Herausforderung. Dass es trotzdem anders geht, beweist DICE. Die missglückten Battlefield-2-Boosterpacks haben hier die Erkenntnis reifen lassen, dass das Verkaufen von zusätzlichen Karten für Multiplayer-Spiele nur dazu führt, dass die Community gespalten wird. Folgerichtig gibt es in Bad Company 2 neue Schlachtfelder wieder gratis. Warum lässt sich dann Activision Blizzard neue Inhalte für Modern Warfare 2 so fürstlich entlohnen?

Ganz einfach: Das Experiment, den Spiele-Preis um zehn Euro zu erhöhen und diverse Funktionen (Dedizierte Server) zu entfernen, ist geglückt. Die Spieler sind offenbar bereit für die Marke Call of Duty zu zahlen. Und das zählt für Activision Blizzard – immerhin arbeitet ein Publisher, wie jedes Unternehmen, gewinnorientiert. Hier liegt der Knackpunkt. Wenn Sie die explodierenden DLC-Preise stabilisieren wollen, müssen Sie das den Publishern klar machen, indem Sie ihnen den Geldhahn zudrehen. Denn wenn selbst der Publisher zugibt, dass der Preis für sein Produkt zu hoch ist, dann sollte auch dem letzten Spieler dämmern, dass der Bogen überspannt ist und sich genau überlegen ob er nicht in den sauren Apfel namens »Verzicht« beißt. Denn die Nachfrage bestimmt das Angebot -- und wer alles zu jedem Preis nachfragt, darf nicht über das Angebot jammern.

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Avatar ethnix
ethnix
#1 | 28. Apr 2010, 13:11
ich seh nix ^^
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Avatar Killerpixel91
Killerpixel91
#2 | 28. Apr 2010, 13:13
Immer wieder schön zu sehen, wie "gut" diese Seite funktioniert.
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Avatar eX0
eX0
#3 | 28. Apr 2010, 13:13
dito
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Avatar Zitterbacke
Zitterbacke
#4 | 28. Apr 2010, 13:14
Der Preis ist eine Sauerei. Sowas würde ich mir nicht kaufen. Unternehmerisch gesehen ist der Preis aber durchaus realistisch, da die erwartete Nachfrage einfach so hoch ist. Wenn man sich das so anschaut kriegt das Wort "zocken" eine ganz andere Bedeutung. Fast wie an der Börse mittlerweile...
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Avatar Zsinj
Zsinj
#5 | 28. Apr 2010, 13:19
Was früher mal kostenlos war, gibt es heute nur noch für einen horrenden Preis.

Absurd.

Noch absurder wird es allerdings wenn man sich ansieht wie viele dafür bereit sind zu zahlen und wie viele selbst diesen exorbitanten Preis hinnehmen.

Mal wieder ein Beweist das früher vieles besser war.
Da gab es weder Aktivierung noch DRM, man konnte seine Spiele einfach Installieren und spielen.
Wenn man mehr wollte gab es genügend Zusatzinhalt, entweder per Patch vom Hersteller oder als Modifikation von Fans. Natürlich alles kostenlos.
Die Unterstützung von Mods war quasi normal.

Mal so als Beispiel Battlefield 1942
Da gab es massenhaft User-Maps und Mods.
Wer erinnert sich noch an Desert Combat?
Wohl der beliebteste und beste Mod zu BF42.
Ich will nicht wissen wie viel Zeit Freiwillige in diesen Mod investiert haben und das ohne jegliche Bezahlung.

Heute dagegen werden User Maps und Mods nur noch selten überhaupt unterstützt.
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Avatar PbVeritas
PbVeritas
#6 | 28. Apr 2010, 13:20
So isses, das Problem ist aber, dass nur wir (die wirklichen, leidenschaftlichen Spieler) bereit sind dem Publisher Einhalt zu gebieten. Die restlichen 95% der (Casual) Gamer werden jeden Preis bezahlen und genau da liegt der Knackpunkt...
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Avatar Kazuja
Kazuja
#7 | 28. Apr 2010, 13:21
Der Monopol der Hersteller auf Zusatzinhalte führt dazu dass die Games schneller veröden. Die Mods und MAps der Spieler machen die Games tatsächlich Spielenswerter. SDK´s halten die Games am Leben nicht irgendwelche bescheuerten Zusatzinhalte gegen entgelt. Aber leider lässt sich kein zusätzliches Geld mit SPielen verdienen die SDK´s enthalten, die Spieler entwickeln einfach zu viel zu gutes Material.
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Avatar SixGen
SixGen
#8 | 28. Apr 2010, 13:21
Das ist ein schöner Bericht von GameStar. Ich habe wie gesagt schon aus "Siedler 7" gelernt, und werde für DLCs grundsätzlich kein Geld ausgeben. Das wäre nämlich der nächste, frivole Schritt in Richtung Sinnlosigkeit.
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Avatar Zitterbacke
Zitterbacke
#9 | 28. Apr 2010, 13:22
Zitat von Zsinj:
Was früher mal kostenlos war, gibt heute nur noch für einen horrenden Preis.
Absurd.


Was ist daran so absurd. Wusstest du das der Short Message Service besser bekannt als SMS ganz am Anfang auch kostenlos war? Die Nachfrage war so groß das sodann einfach Geld dafür verlangt wurde. Die waren am Anfang sogar noch recht günstig. So funktioniert nunmal die Wirtschaft. Ehtisch ist es deshalb noch lange nicht.
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Avatar Rotaermel
Rotaermel
#10 | 28. Apr 2010, 13:23
Ein Wort: Valve.
Valve und Team Fortress 2.
TF2 ist schon an sich einer der besten Onlineshooter aller Zeiten, da Abwechslung, Spielmechanik und Teamplay unerreicht gut sind. Und seit Release hat Valve gut ein Dutzend großer Updates gebracht (Class-Updates, Maps, etc), die den Umfang des Spiels beträchtlich erweitert haben. Und gekostet hat es keinen Cent!
Ich habe noch nie mein Geld in einem Spiel so gut angelegt wie in der Orange Box anno 2007.
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Details zu Call of Duty: Modern Warfare 2

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 10. November 2009
Publisher: Activision Blizzard
Entwickler: Infinity Ward
Webseite: http://www.modernwarfare2.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 202 von 4492 in: PC-Spiele
Platz 37 von 571 in: PC-Spiele | Action | Ego-Shooter
 
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