Chivalry: Medieval Warfare - PC

Ego-Shooter  |  Release: 16. Oktober 2012  |   Publisher: -
Seite 1 2   Fazit Wertung

Chivalry: Medieval Warfare im Test

Schlachtplatte nach Freimaurer-Art

Chivalry: Medieval Warfare gönnt uns im Test keine Ruhe: wir plündern Dörfer, stürmen Burgen und lassen Schwert auf Schwert krachen – trotzdem müssen die Klingen noch an einigen Stellen geschliffen werden.

Von Jochen Redinger |

Datum: 24.10.2012


Zum Thema » War of the Roses Test: Wie gut ist die Konkurrenz? » Chivalry : Medieval Warfare Trailer zum Spiel Der Krieg zwischen den Rittern von Agatha und dem heimtückischen Freimaurerorden beginnt 2008 mit der Half-Life 2-Mod Age of Chivalry. Die Mod-Entwickler warten nicht nur mit einem anspruchsvollen Kampfsystem auf, das neben schnellen Reaktionen auch einige Umsicht verlangt, sondern verpassen den mittelalterlichen Gefechten durch wechselnde Missionsziele ordentlich Schwung.

Vier Jahre später sind aus dem Häufchen Levelbastler die Torn Banner Studios geworden, die ihre ehemalige Mod als Chivalry: Medieval Warfare in ein vollwertiges Spiel samt beeindruckender Grafik und Soundkulisse verwandelt haben. Wir haben uns im Test auf die Schlachtfelder gestürzt.

Online-Aktivierung:
Chivalry: Medieval Warfare gibt es nur als digitale Fassung über die Torn Banner Studios selbst, Gamestop, Gamersgate oder Steam für 20-25 Euro und benötigt zum Installieren und Spielen eine aktive Internetverbindung. Für Übungskämpfe können auf jeder Karte bis zu 16 Bot-Gegner eingestellt werden.

Deutsche Fassung:
Auch in der deutschen Fassung behält Chivalry: Medieval Warfare seine Originalsounds, nur die Texte werden (teilweise) eingedeutscht, was beispielsweise im Tutorial zu einer wilden Mischung aus beiden Sprachen führt.

Bauernopfer und Belagerungen

Zwar prügeln wir uns in Chivalry auch in bekannter Deathmatch- und »King of the Hill«-Manier mit bis zu 64 Rittern, das Herzstück des Spiels stellen jedoch die Team-Missionen dar, in denen die beiden Mannschaften in die Rolle des Angreifers beziehungsweise Verteidigers schlüpfen und sich der Frontverlauf ständig verändert.

Im Kampf um das Stoneshill-Tal etwa muss der Freimaurerorden zuerst das vorgelagerte Dörfchen abbrennen und die Einwohner »vertreiben«, um im Anschluss einen schweren Rammback zum Burgtor von Stoneshill zu schieben. Sind die Tore erst einmal durchbrochen, wird ein zufälliger Verteidiger zum König, dem die Ordenssoldaten ans Leben wollen.

Chivalry: Medieval Warfare : Die Freimaurer müssen das Dörfchen Stonehill plündern ...

Plündern
Die Freimaurer müssen das Dörfchen Stonehill plündern ...

Natürlich sind die Ritter von Agatha nicht untätig und geben ihr Bestes, um den Vormarsch des Ordens aufzuhalten und das Dorf zu schützen. Wenn das nicht gelingt, können sie immer noch mit Pfeilen, Bolzen und fest montierten Ballisten von den Zinnen aus zuschlagen oder den Rammbock vor den Toren mit brennendem Pech zerstören. Und selbst im Ernstfall lässt sich im Thronsaal des Königs noch eine letzte Verteidigungslinie aus Schilden und Speeren aufbauen.

Die Dynamik der Schlachten macht die Kämpfe um Katapulte, Könige und Burgmauern zu einem echten Erlebnis – manchmal lassen sich die Bollwerke des Feindes sogar durch den Beschuss mit Belagerungswaffen einreißen. Allerdings sind die Verteidiger auf vielen Karten ab einem bestimmten Zeitpunkt im Vorteil, wenn sie aus nur schwer oder sogar unangreifbaren Positionen die letzten Missionsziele beschützen.

Kombos und Finten im Nahkampf

Egal, wo sich der Kampf gerade konzentriert, ein Großteil davon wird stets im direkten Nahkampf ausgefochten. Für verschiedene Situationen stehen drei Angriffsarten zur Auswahl: der schnelle horizontale Schlag, ein weit reichender Stich oder ein wuchtiger Überkopfangriff.Jeder verfehlte Schlag verbraucht Ausdauer, die sich langsam regeneriert – wildes Tastendrücken führt im schlimmsten Fall zur eigenen Wehrlosigkeit. Unsere Klinge lässt sich außerdem im Schwung noch nachführen, um bewegliche Ziele besser zu treffen oder Schaden an Teamkameraden zu vermeiden.

Chivalry: Medieval Warfare : Im Nahkampf gegen mehrere Gegner müssen wir aufmerksam bleiben und schnell reagieren. Im Nahkampf gegen mehrere Gegner müssen wir aufmerksam bleiben und schnell reagieren. Feindlichen Angriffen entgehen wir durch geschickte Beinarbeit oder schnelles Blocken mit Schild oder Waffe. Während es kein Problem ist, den Schild unbegrenzt lange oben zu halten, funktioniert die Parade mit der Waffe nur innerhalb eines kurzen Zeitfensters und schützt natürlich nicht vor Geschossen.

Dafür verdeckt ein Schwert auch nicht den halben Sichtbereich und verlangsamt den Träger kaum. Nur wer auf den Gegner achtet und schnell reagiert, hat eine Chance, in den temporeichen Kämpfen zu überleben und zu siegen. Außerdem hilft es, von der Ego- in die Schulterperspektive zu wechseln, um besser den Überblick zu behalten.

Chivalry: Medieval Warfare : Um mit der Waffe zu blocken, bleibt uns nur ein kurzer Augenblick ...

Schwert ...
Um mit der Waffe zu blocken, bleibt uns nur ein kurzer Augenblick ...

Neben den Standardattacken können wir dem Feind auch mit Kombos auf den Pelz rücken. Mit einem erneuten Tastendruck während des Schlags fügt die Klinge auch noch durch den Rückhandschlag Schaden zu. So lassen sich Gegner austanzen, indem wir den ersten Schlag ins Leere schicken, aufrücken und treffen. Zusätzlich können wir zutreten, um unseren Widersacher aus dem Gleichgewicht zu bringen, aus dem Sprung angreifen oder uns unter Schlägen wegducken.

Um sich an den Nahkampf zu gewöhnen und sich in die verschiedenen Angriffsarten einzuarbeiten, absolvieren wir das vorbildlich präsentierte Tutorial im Heerlager des Königs oder schlagen uns mit Bots in Übungsgefechten.

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Avatar Effigy
Effigy
#1 | 24. Okt 2012, 18:07
Mir persönlich macht Chivalry deutlich mehr Spaß als War of the Roses. Hier hat das Schwert wirklich "Wumms" und legt den Feind auch mal gleich mit dem ersten Streich um, während sich Gegner in War of the Roses erstmal eine halbe Minute ohne Deckung nehmen zu müssen auf die Glocke hauen und sich umkreisen bis zum gehtnichtmehr.

Ps: Das mit dem Fernkampf finde ich auch nicht derart tragisch, da zumindest ich in einem Schwertkampfspiel auch lieber mit dem Schwert kämpfe.
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Avatar Divine
Divine
#2 | 24. Okt 2012, 18:18
Mount and Blade Warband bleibt einfach der König auf dem Tron!
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Avatar SonnyD
SonnyD
#3 | 24. Okt 2012, 18:20
Zitat von Effigy:
Mir persönlich macht Chivalry deutlich mehr Spaß als War of the Roses. Hier hat das Schwert wirklich "Wumms" und legt den Feind auch mal gleich mit dem ersten Streich um, während sich Gegner in War of the Roses erstmal eine halbe Minute ohne Deckung nehmen zu müssen auf die Glocke hauen und sich umkreisen bis zum gehtnichtmehr.

Ps: Das mit dem Fernkampf finde ich auch nicht derart tragisch, da zumindest ich in einem Schwertkampfspiel auch lieber mit dem Schwert kämpfe.



Wenn man auf hirnlose Haudrauf Action steht stimmt es sicherlich was du sagst, in echt haut dich ein Schwert nicht eben mal so um und schneidet auf sicher keine Köpfe ab die dann meterweit fliegen.
Ein Schwert ist vorwiegend eine Hiebwaffe die in den meisten Fällen Brüche und schwere Quetschungen verursacht aber sicher keine Gliedmaßen abtrennt, ich find das Spiel ist aufgesetzt brutal und setzt die Splatter Effekte deutlich an der falschen Stelle...
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Ephialtes
#4 | 24. Okt 2012, 18:23
Wäre schön zu gewesen erwähnen, dass Chivalry eins der ersten veröffentlichten, erfolgreich gefundeten Kickstarter-Projekten ist.

Oder hab' ich das im Text überlesen?
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Effigy
#5 | 24. Okt 2012, 18:26
Zitat von SonnyD:



... in echt haut dich ein Schwert nicht eben mal so um und schneidet auf sicher keine Köpfe ab die dann meterweit fliegen.
Ein Schwert ist vorwiegend eine Hiebwaffe die in den meisten...


Dass Schwerter eine reine Hiebwaffe sind ist ein Mythos, der irgendwann im 20. Jahrhundert entstanden ist und den scheinbar viele glauben.
Selbst mit Schwertern aus der archaischen Zeit Griechenlands, die nicht unbedingt aus Eisen waren, konnten Gliedmaßen abgetrennt werden. Natürlich nicht in dem Maße, in dem es Chivalry zelebriert (ich habe auch nirgends erwähnt, dass unbedingt Gliedmaßen fliegen müssen).
Ausserdem hält ein Mensch ohne Rüstung selbst wenn ein Schwert nicht schneiden würden kaum mehr als einen Treffer mit einem schweren Eisenprügel aus bevor er im Staub liegt. War of the Roses war mir einfach zu... ergebnislos. Ein Schlag hatte im Grunde keine Auswirkung auf den Gegner, ausser dass sich sein Gesundheitsbalken verringert hat.
Aber das wars jetzt für mich, denn "never argue on the internet" :D
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Avatar DraKon2k
DraKon2k
#6 | 24. Okt 2012, 18:27
Falsch. Chivalry ist besser.

Chivalry Metascore: 84% ; Userscore: 8.2

War of the Roses Metascore: 76% ; Userscore 6.2

Deckt sich mit meinen Erfahrungen und denen der meisten Anderen. Zu behaupten, dass Kampfsystem in Chivalry sei ungenau und dann War of the Roses zu preisen ist ja lächerlich. Aber was erwartet man, heutzutage schreiben bei der GS eh nurmehr zu 90% Nonames die Tests.
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Avatar Ephialtes
Ephialtes
#7 | 24. Okt 2012, 18:28
Zitat von SonnyD:



Wenn man auf hirnlose Haudrauf Action steht stimmt es sicherlich was du sagst, in echt haut dich ein Schwert nicht eben mal so um und schneidet auf sicher keine Köpfe ab die dann meterweit fliegen.
Ein Schwert ist vorwiegend eine Hiebwaffe die in den meisten Fällen Brüche und schwere Quetschungen verursacht aber sicher keine Gliedmaßen abtrennt, ich find das Spiel ist aufgesetzt brutal und setzt die Splatter Effekte deutlich an der falschen Stelle...


Und dieses präzise Wissen über Schwertkampf hast Du woher?
Entschuldige, Dich enttäuschen zu müssen, aber das ist einfach nicht komplett wahr. Es stimmt schon, dass abgetrennte Köpfe etwas sehr seltenes im Schwertkampf sind. Aber abgetrennte Finger und Gliedmaßen bei einem nicht-gepanzerten Gegner waren, besonders seit der Erfindung der Armbrust (Rüstungen wurden Stärker und deswegen die Schwerter seit über 1000 Jahren das erste Mal größer als das Unterarmlange Spatha/Gladuis/Wikingerschwert), an der Tagesordnung.

Und im feudalen Kampf hatten, entgegen vieler inkorrekter filmischer Darstellungen, die wenigsten Kämpfer eine eigene Rüstung, weil sie schlichtweg nicht bezahlbar war.
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Avatar Columbo1
Columbo1
#8 | 24. Okt 2012, 18:29
Ich mag Chivalry mehr als WotR.
Die Wetung ist nicht gerecht.
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Avatar Lasstmichdurch
Lasstmichdurch
#9 | 24. Okt 2012, 18:29
Die Spielergemeinde hat anders entschieden, so übersteigt die Spieleranzahl von Chivalry die von WotR aktuell um den Faktor 3...
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Avatar Ephialtes
Ephialtes
#10 | 24. Okt 2012, 18:30
Zitat von Effigy:
"never argue on the internet" :D


Stimmt, das ist das Gleiche wie Debatten im Bundestag oder bei Anne Will. Keiner rückt je von seiner Meinung ab, egal wie profund die Argumente des anderen sind.
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PROMOTION

Details zu Chivalry: Medieval Warfare

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 16. Oktober 2012
Publisher: -
Entwickler: Torn Banner Studios
Webseite: http://www.chivalrythegame.com/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 269 von 5756 in: PC-Spiele
Platz 50 von 753 in: PC-Spiele | Action | Ego-Shooter
 
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