Technik-Check: Crysis 2
DirectX-11-Patch im Grafik-Vergleich
Einige Monate hat es gedauert, aber gestern ist er endlich erschienen: Der ersehnte DirectX-11-Patch für Crysis 2. Wir zeigen Ihnen wie sich der Patch auf die Optik auswirkt.
Von
Tom Loske
|
Datum:
28.06.2011
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Bereits Ende März erschien
Crysis 2
auf dem PC sowie der PS3 und der Xbox 360. Viele PC-Spieler waren anfangs enttäuscht, da Crysis 2 nicht so einen grafischer Schritt vorwärts machte wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2007. Da Entwickler Crytek allen Spielern ein möglichst gleichwertiges Spielerlebnis geboten werden sollte, musste auf dem PC anfangs auf DirectX 11 Unterstützung verzichtet werden, die Fähigkeiten schneller PC-Grafikkarten wie beispielsweise der
AMD Radeon HD 6950
oder der
Nvidia Geforce GTX 560 Ti
lagen brach. Seit dem Release gab es viel Hin-und-Her, ob und wann Crytek hier nachpatchen würde. Seit gestern Abend steht der Patch 1.9 über den Spiel-internen Updater zum Download bereit sowie ein separat erhältlicher DirectX-11-Patch und ein Paket mit hochauflösenden Texturen. Damit Sie beide installieren können, müssen Sie Crysis 2 vorher auf die aktuellste Version updaten. Um die hochauflösenden Texturen nutzen zu können, müssen Sie zudem über ein 64-Bit-Betriebsystem sowie über eine Grafikkarte mit mindestens 768 MByte Grafikspeicher verfügen. Reichen die Patches, um Crysis 2 auf den Grafikthron zu heben? Unser Bildervergleich zeigt es Ihnen.
Vorab können wir sagen, dass die nachgereichten Funktionen viele Kleinigkeiten verbessern, wirklich dramatische Unterschiede aber ausbleiben. Am meisten macht sich Tesselation bemerkbar. Wie unsere Screenshots zeigen, bekommen damit Wände, Böden und andere großflächige Objekte wesentlich mehr räumliche Tiefe und wirken plastischer. Auch das Wasser sieht unter DirectX 11 besser aus, auf den Wellenkämmen bildet sich beispielsweise Schaumkronen. Die groß angekündigten Echtzeit-Reflexionen sind an fast keiner Stelle im Spiel zu finden. Weder in Fenster- oder Autoscheiben noch in Pfützen oder Brunnen spiegelt sich unser Alter-Ego oder gar die Welt korrekt. Die weiteren Änderungen sind wie bereits erwähnt eher marginal. Ausprobieren sollten Sie DirectX 11 aber auf jeden Fall, denn bis auf Tesselation, das fast 40 Prozent Leistung kostet, muss die Hardware nur rund 10 Prozent mehr leisten als unter DirectX 9.
Texturen
HD-Texturen: An
Mit den neuen »HD-Texturen« sind alle Bilder gut erkennbar und die Schrift klar lesbar.
HD-Texturen: Aus
Mit den regulären Texturen wirkt die ganze Tafel etwas matschig.
DirectX 11 mit HD-Texturen
Wie man ein Leben rettet, ist dank hochauflösenden Texturen besser lesbar,...
DirectX 9 ohne HD-Texturen
... als ohne das neue Texturpack.
DirectX 11 mit HD-Texturen
Auch über die Geschichte des Castle Clinton erfahren wir mit HD-Texturen mehr.
DirectX 9 ohne HD-Texturen
Den ohne hochauflösende Pixeltapeten ist die Schrift nur schwer zu lesen.
DirectX 11 mit HD-Texturen
Auch dieses Straßenschild wirkt mit HD-Texturen einen Tick schärfer.
DirectX 9 ohne HD-Texturen
Aber auch ohne besteht keine Gefahr der Mißinterpretation.