Die in Crysis verwendete CryEngine 2 stellt noch heute für viele PC-Nutzer das Non-Plus-Ultra an Spielegrafik dar. Für Crytek selbst waren die Engine und die Optimierungen, die man daran für Crysis Warhead vorgenommen hat, auch ein wichtiger Lernprozess. Erst mit diesem Wissen war es Crytek zufolge möglich, die CryEngine auch auf Konsolen zu portieren. Die dritte Version kann nun für die Xbox 360, die PlayStation 3, für MMOs, DirectX 9 und DirectX 10 eingesetzt werden. Ein erstes Video von der GDC demonstrierte bereits, dass trotz der begrenzten Hardware auch auf aktuellen Konsolen ein Spiel mit Crysis-Grafik möglich wäre.

CryEngine 3
Der Environment Artist Simon Fuchs von Crytek demonstriert mit einigen Screenshots die Möglichkeiten der CryEngine 3.

Die CryEngine 3 ist aber mehr als nur eine reine Engine, es handelt sich um ein Gesamtpaket mit vielen Wertzeugen, das den Entwicklern die Arbeit erleichtern soll, ohne sie dabei einzuschränken oder grundsätzlich riesige Hardwareanforderungen zu stellen. Im Gespräch mit GameStar-Redakteur Heiko Klinge stellte Crytek-Chef Cevat Yerli klar, dass es am Entwickler und an den Inhalten des Spieles liegt, wie leistungsfähig die Hardware letztlich sein muss, auf der ein CE3-Spiel läuft. Die verschiedenen Sub-Systeme für Grafik, Physik, Künstliche Intelligenz, Netzwerkanbindung und Sound sind für Systeme mit mehreren CPU-Kernen optimiert. Die Engine selbst kann auch mit 20 oder 30 Kernen zurechtkommen, doch damit dies Sinn ergibt, müssen entsprechende Inhalte vorhanden sein. Es sind auch einfache Spiele möglich, die nur einen Kern benötigen. Vom High-End-PC bis zum einfachen Laptop soll die Engine alle Bereiche abdecken können.

CryEngine 3: Mehr als nur eine Engine : Auf der GDC demonstrierte Crytek die CryEngine 3 auf Xbox 360 und Playstation 3. (Szene aus der Technik-Demo) Auf der GDC demonstrierte Crytek die CryEngine 3 auf Xbox 360 und Playstation 3. (Szene aus der Technik-Demo)

Ähnliches gilt für die Grafik: Die neue Engine ist in der Lage, fantastische Bilder und Details auf den Bildschirm zu zaubern, doch wenn es der Entwickler möchte, kann ein Spiel in der Engine auch so aussehen wie eine Bleistiftzeichnung. Damit könne man auch das breitere Publikum bedienen, also auch ältere oder Gelegenheits-Spieler und nicht nur Hardcore-Gamer, so Yerli. Das sei einer der Vorteile einer Cutting-Edge-Engine, denn sie mache dem Entwickler keine Vorschriften, wie etwas auszusehen habe. Bei weniger flexiblen Engines sähen die Spiele letzten Endes alle ziemlich gleich aus, weil die Entwickler ihre Vorstellungen nur begrenzt umsetzen könnten, sagte Yerli.

Auf Seite 2 erfahren Sie mehr über den Sandbox-Editor, die Licht-Berechnung und was nach der CryEngine 3 kommt.