Die Forensik-Experten aus der ungeheuer populären TV-Serien-Serie CSI (»Crime Scene Investigation«) ermittelten auf dem PC bereits in Las Vegas und Miami, nun kommt New York dazu. Dort geht Spurensuche so: Ein Mensch liegt zerschmettert neben dem Empire State Building. Also sammeln wir rund um ihn herum Brezeln, Coladosen, Blumentöpfe und Quietsche-Entchen ein. Das ergibt keinen Sinn? Stimmt, denn CSI: New York borgt sich einfach das beliebte »Suche die verborgenen Gegenstände«- Konzept aus dem Bereich der Gelegenheitsspiele (Casual Games) und wickelt drum herum eine dünne Krimi-Handlung samt CSI-Figuren.

CSI: New York : Schau, da klebt Blut am Schwert! Lass uns Kringel drum herum malen! Schau, da klebt Blut am Schwert! Lass uns Kringel drum herum malen!

Mac Taylor, Stella Bondsera & Co sind allerdings nur unbewegliche Papp-Aufsteller, reden Englisch und schlagen sich neben der Kram-Sammelei durch kinderleichte Mini-Spielchen. Von »Setze den zerstückelten Brief zusammen« bis »Finde die 10 Unterschiede« ist jeder abgegriffene Klassiker dabei. Weil das allein keine vier Kriminalfälle füllt, wiederholen sich die Aufgaben ständig. Dabei sind die bizarren Morde (ein verunglückter Extremsportler, ein erstochenes Mädchen im Varieté, ein toter Gastro-Kritiker, eine erschossene Bloggerin) nett ausgedacht, enden aber allesamt lahm. Einen fünften Fall muss man erst online freischalten, was Käufer ohne Internet-Verbindung ausschließt. Die bisherigen fünf CSI-Spiele waren keine Triumphe spielerischer Qualität, aber doch ordentliche Unterhaltung. Wer einen Nachfolger auf diesem Niveau erwartet, wird hier bitter enttäuscht.