Zum Thema Dark Souls 3 ab 19,99 € bei Amazon.de DARK SOULS™ III für 41,99 € bei GamesPlanet.com Drei Stunden haben wir mit der neuesten Preview-Version von Dark Souls 3 verbracht und drei große Gebiete durchkämpft. Dabei sind wir gefühlt natürlich 300 Tode gestorben, allerdings haben wir jetzt ein ziemlich klares Bild davon, was Fans vom neuesten Ableger der Hardcore-Rollenspielserie erwarten können.

In diesem Special stellen wir fünf wichtige Punkte vor, auf die man sich als Souls-Fan definitiv freuen kann. Im Anschluss gehen wir allerdings auch auf weitere fünf Aspekte ein, die man von Dark Souls 3 nicht erwarten sollte, wenn man am Ende mit seinem Kauf glücklich sein will. Das Spiel erscheint übrigens am 12. April 2016 in den deutschen Läden und lässt sich auf PC, PS4 und Xbox One spielen.

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Auf diese 5 Dinge darf man sich freuen

  1. Endlich wieder ein echtes Dark Souls: Wie in diesem Artikel schon skizziert, ist Dark Souls 3 definitiv kein Bloodborne 2.0. Das Gameplay ist defensiver, teils auch taktischer und belohnt umsichtige Aktionen mehr als aggressive Kombo-Kanonaden. Teil Drei spielt sich vertraut, profitiert aber von dem Technologie-Sprung der Current Gen. So muss Fanservice.

  2. Bewährte Stärke: Dark Souls 3 wird sich bemühen, alle Stärken der Vorgänger zu erben und auch einige sinnvolle Neuerungen des Spin-Offs Bloodborne umzusetzen. Das können wir nach dem Anspielen unterschreiben. Die Hintergrundgeschichte ist wie gewohnt ein Fest für Interpretationsfreunde, das Dark-Fantasy-Design der Spielwelt macht neugierig. Außerdem bleibt natürlich der brutale Schwierigkeitsgrad, die fordernden Kämpfe sowie das legendäre Gefühl, endlich diesen verhassten Boss besiegt zu haben.

  3. Sinnvolle Detailverbesserungen: Dark Souls 3 revolutioniert nicht, sondern ergänzt die bekannten Spielmechaniken an teils unscheinbaren Stellen, um der eigenen Serien-DNA treu zu bleiben. Das heißt beispielsweise konkret: Jede Waffe kriegt einen zusätzlichen Skill, mit dem man bessere Kombos aneinanderreihen kann. Bei Doppelklingen ist das eine Wirbelpirouette. Auch der Multiplayer wird aufgestockt und ist jetzt für sechs Spieler möglich, was auf ein spannendes Lategame hoffen lässt.

  4. Spektakuläre Bosskämpfe: In der Welt von Dark Souls 3 grassiert ein Fluch, der die heimischen Wesen auf grausame Art und Weise mutieren lässt. In den Bosskämpfen äußert sich das durch bizarre Transformationen, die zum Ende des Kampfes stattfinden und die Regeln des bisherigen Gefechts komplett über den Haufen werfen. In Teil 3 kämpfen wir nicht nur gegen Monsterritter, sondern stellen uns auch wirklich abgedrehten Kreaturen - beispielsweise treten wir am Ende der Anspieldemo gegen ein gigantisches Wurzelwesen an, das man nur an einer Stelle effektiv verwunden kann.

  5. Das schönste Dark Souls: Keine Frage, Dark Souls 3 profitiert spürbar vom exklusiven Sprung auf die aktuelle Konsolen- und PC-Generation. Besonders die Lichteffekte sind besser als je zuvor und bringen das Dark-Fantasy-Setting stimmig zur Geltung. Ein technisches Wunderwerk darf man zwar nicht erwarten, trotzdem sah Dark Souls noch nie so gut aus wie im Abschluss der Trilogie.

Dark Souls 3 - Screenshots

Diese 5 Dinge sollte man nicht erwarten

  1. Eine spielerische Revolution: Teil Drei verfeinert die Dark-Souls-Formel, er revolutioniert sie aber an keiner Stelle. Gerade die Gegnerdesigns orientieren sich über weite Strecken an altbekannten Fratzen. In den Abwasserkanälen bekämpfen wir Ratten, im Dorf jagen uns irre Bauern mit Mistgabeln. From Software orientiert sich an den Wünschen der hartgesottenen, eher konservativen Fanbase: Viele Elemente, die in der Vergangenheit funktioniert haben, kehren auch in Dark Souls 3 zurück.

  2. Ausschließlich neue Schauplätze: Auch die Schauplätze bleiben zumindest bisher relativ vertraut - schließlich sind wir schon zweimal durch eine untote Burg gelaufen. Das verschlungene Dorf erinnert hingegen stark an die Außenareale von Bloodborne, nur eben bei Tag. Auch den Feuerbandschrein kennen Veteranen aus dem ersten Teil - allerdings ist er jetzt zumindest imposanter gestaltet. Trotzdem: Wer in Dark Souls 3 ausschließlich solche »Wow«-Momente erleben will wie beim erstmaligen Erkunden von Neu Londo in Teil Eins, der wird eventuell enttäuscht.

  3. Bloodborne: Neben den bereits erwähnten Änderungen im Kampfsystem werden auch viele andere Kernfeatures von Bloodborne nicht in Dark Souls 3 zu finden sein. Das »Regain-System« fehlt, Einsicht gibt's auch nicht, Chalice Dungeons sehen wir auch nirgendwo.

  4. Eine simple Antwort auf Storyfragen: Ja, Dark Souls 3 ist der Abschluss der Souls-Trilogie. Aber das heißt nicht, dass alle offenen Fragen der Serie jetzt plötzlich beantwortet werden wie das beispielsweise bei einem Metal Gear Solid 4 der Fall ist. Ganz im Gegenteil: Das Spiel erzählt seine Geschichte genauso kryptisch wie alle anderen Souls-Spielen und man sollte sich als Spieler darauf einstellen, dass man am Ende noch verwirrter ist als am Anfang. Und dann darf man fleißig YouTube-Videos schauen und in Foren spekulieren. Gut so.

  5. Ein Grafikwunder: Klar, die Souls-Spiele waren noch nie dafür bekannt, die Plattform, auf der sie stattfinden, an ihre Grenzen zu treiben. Doch Bloodborne hat auf der PS4 durch einen genialen Einsatz von Lichteffekten und neuartigem Artdesign zumindest ein herausragendes Gesamtbild erzeugt. Dark Souls 3 wirkt hier wie ein Rückschritt. Bitte nicht falsch verstehen: Das Spiel ist nicht hässlich und definitiv der schönste Souls-Titel, den es gibt. Allerdings darf man in puncto Texturen und Gesichtsanimationen kein Grafikwunder erwarten. Auch die Gestaltung der Welt kann uns bisher noch nicht so sehr überzeugen wie das viktorianische Yharnam - aber wir haben ja noch nicht alle Schauplätze gesehen.