Defense of the Ancients - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 2003  |   Publisher: -
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Special: DOTA: Defense of the Ancients

Der Heldenboom

Die Warcraft-3-Mod Defense of the Ancients hat die Welt erobert, sie lockt Millionen Spieler vor die Rechner und prominente Nachahmer an. Ein Blick auf das Phänomen DotA.

Von Michael Graf |

Datum: 22.07.2011


Als wir Sie in unserer Umfrage auf GameStar.de gefragt hatten, was Sie denn von Dota 2 halten, setzte sich eine Antwort weit vor allen anderen ab: Mehr als 40% mussten achselzuckend mit »Was ist DOTA?« antworten. Weil das so nicht weitergehen kann, kommen wir unserem Bildungsauftrag nach und nehmen Sie mit auf die Reise einer kleinen Fan-Map, die die Spielewelt erobert hat.

Wenn der Kuchen groß genug ist, will jeder ein Stück davon abhaben. Das gilt nicht nur auf Hochzeitsfeiern, sondern auch in der Marktwirtschaft, ergo in der Spielebranche. Im Fahrwasser beliebter Programme schippern stets Ableger, die am Erfolg mitverdienen möchten; man denke nur an Command & Conquer, das seinerzeit den Echtzeit-Boom lostrat. Wobei dieser Kuchen gegessen ist, klassische Strategietitel verkaufen sich längst nicht mehr so gut.

Zugleich hat sich ausgerechnet ein Echtzeit-Ableger zum neuen Motor des Genres entwickelt: Defense of the Ancients, kurz DotA. Die Modkarte für das Warcraft 3 -Addon Frozen Throne erwies sich seit der Erstveröffentlichung 2003 als derart erfolgreich, dass in den letzten beiden Jahren gleich drei kommerzielle Klone erschienen sind: League of Legends , Heroes of Newerth sowie Demigod .

Mit Valve und Blizzard werkeln zudem zwei der namhaftesten Entwickler der Welt an eigenen DotA-Varianten: Blizzard DotA sowie Dota 2 . Defense of the Ancients hat Hochkonjunktur, es könnte die Zukunft der PC-Strategie beherrschen. Und das aus guten Gründen.

DOTA: Defense of the Ancients : Das Heldenteam der bösen Scourge attackiert den Stützpunkt der braven Sentinels. Das Heldenteam der bösen Scourge attackiert den Stützpunkt der braven Sentinels.

Millionen Spieler

DotA ist groß -- auch wenn niemand weiß, wie groß genau. Im April 2010 schätzte der Mod-Entwickler Icefrog (der seinen Realnamen geheim hält) die weltweite Spielerzahl auf 7 bis 11 Millionen, China ausgenommen.

Dabei stammen alleine aus dem Reich der Mitte 40 bis 50 Prozent aller DotA-Fans, womit deren Gesamtzahl zwischen 12 und 22 Millionen läge. Die spielen direkt über Blizzards Battlenet oder -- viel häufiger -- über spezielle Client-Programme wie Garena, die zusätzlich Spielerstatistiken erfassen. Das kann das Battlenet nämlich nicht.

Damit ist Defense of the Ancients eine der beliebtesten Mods der Spielegeschichte, das Counterstrike des Strategiegenres. Vor allem in Asien hat sich eine starke E-Sport-Szene um DotA entwickelt. Die veranstaltet regelmäßige Turniere, etwa die World DotA Championship (WDC), bei der das chinesische Siegerteam Nirvana.cn im November 2010 rund 11.000 Euro abräumte.

Sogar in die Popkultur hat sich DotA eingeschlichen: In Schweden erklomm der DJ Basshunter mit seiner Single »Vi sitter in Ventrilo och spelar DotA« (»Wir sitzen in Ventrilo [einem Sprachchat-Programm] und spielen DotA«) die Top 10 der Charts.

DOTA: Defense of the Ancients : Obwohl League of Legends vom DotA Allstars-Vater Guinsoo stammt, hebt es sich deutlich vom Vorbild ab. Der wichtigste Unterschied ist das motivierende Drumherum: Spieler sammeln im Benutzerprofil Erfahrung, steigen im Level auf und schalten unter anderem Zauber frei. Ein integrierter Shop verkauft zusätzliche Heldentypen sowie Runen, die Kampfboni bringen. Beides lässt sich mit erspielten Punkten bezahlen, nur optische Änderungen kosten Echtgeld. Ansonsten ist League of Legends gratis. Während das Drumherum die Vielfalt erhöht, spielen sich die Schlachten selbst etwas simpler. DotA-Kenner vermissen unter anderem die Möglichkeit, eigene KI-Soldaten zu erledigen, um dem Gegner die Beute zu verweigern (»deny«). Dadurch wird League of Legends aber auch einsteigerfreundlicher. Helden/Karten: 67/2

League of Legends
Obwohl League of Legends vom DotA Allstars-Vater Guinsoo stammt, hebt es sich deutlich vom Vorbild ab. Der wichtigste Unterschied ist das motivierende Drumherum: Spieler sammeln im Benutzerprofil Erfahrung, steigen im Level auf und schalten unter anderem Zauber frei. Ein integrierter Shop verkauft zusätzliche Heldentypen sowie Runen, die Kampfboni bringen. Beides lässt sich mit erspielten Punkten bezahlen, nur optische Änderungen kosten Echtgeld. Ansonsten ist League of Legends gratis. Während das Drumherum die Vielfalt erhöht, spielen sich die Schlachten selbst etwas simpler. DotA-Kenner vermissen unter anderem die Möglichkeit, eigene KI-Soldaten zu erledigen, um dem Gegner die Beute zu verweigern (»deny«). Dadurch wird League of Legends aber auch einsteigerfreundlicher. Helden/Karten: 67/2

Erfolgssäule 1: Teamwork

Defense of the Ancients surft also auf einer ähnlichen Erfolgswelle wie einst Counterstrike, mit dem es sich zudem einen zentralen Motivationsmotor teilt: das Teamwork. Auf der symmetrischen Karte treten zwei Fünfer-Mannschaften gegeneinander an, jeder Spieler steuert einen Helden nach bekannter Echtzeit-Manier mit Mausklicks.

Das Ziel lautet, in die feindliche Basis vorzustoßen und das Hauptgebäude (eben den »Ancient«) zu zerbröseln. Aus jedem Stützpunkt strömen in regelmäßigen Abständen computergesteuerte Soldaten (»creeps«), an deren Seite sich die Recken in die Schlacht stürzen.

Dabei sind taktische Absprachen das A und O: Wer kümmert sich um welchen der drei Angriffswege (»lanes«)? An welcher Front fehlt ein Feindheld (»miss«)? Kommunikationsscheue Kopf-durch-die-Wand-Krieger, die auf eigene Faust lospreschen, beißen schneller ins Gras, als sie »Zu Hülf!« in den Chat hacken können.

Erfolg kommt vom Zusammenspiel, was ungeheuer motiviert. Denn gelungene Team-Manöver sind befriedigend, etwa wenn ein Held einen Gegner betäubt, damit sein Kamerad draufprügeln kann.

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OnlyToast
#1 | 22. Jul 2011, 14:43
Ach ich muss doch bitte, dass so viele Leute diese Antwort wählen war doch ob des Troll-Gehaltes offensichtlich. :ugly:
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Avatar mr.ioes
mr.ioes
#2 | 22. Jul 2011, 14:43
Ich war auch ganz überrascht von den 40%.

Soviele Zocker die das beste Spiel(genre) der Welt nicht kennen ;(

edit: yep, OnlyToast hat auch sehr recht mit seiner Vermutung.
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Caedees
#3 | 22. Jul 2011, 14:48
Zitat von OnlyToast:
Ach ich muss doch bitte, dass so viele Leute diese Antwort wählen war doch ob des Troll-Gehaltes offensichtlich. :ugly:


Dennoch ein nettes Special... :)
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mr.ioes
#4 | 22. Jul 2011, 14:53
"Das setzt allerdings voraus, dass man seine Spielfigur beherrscht. Die zu unserem Redaktionsschluss aktuelle DotA-Version 6.70c enthält satte 103 Helden, jeder mit eigenen Talenten. Die erfordern geübtes Timing."

Ist das so wie mit den Nachrufen? Wurde der Artikel vor 2+ Monaten geschrieben um jetzt rechtzeitig zur Gamescom heiß zu machen? Soll kein Vorwurf sein, nur ne Beobachtung ^^

Aktuelle Version ist 6.72f.
Außerdem sinds 104 Helden! Wie kann man nur Rubick vergessen, der die Spells seiner Gegner kopieren kann ^^
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mr.ioes
#5 | 22. Jul 2011, 15:00
Wer sichs übrigens anschaun will sollte erstmal davon absehen online gegen und mit echten Menschen zu spielen. Es gibt um die ersten Schritte zu lernen Maps mit Bots, zu finden hier: http://www.playdota.com/forums/489015/official -dota-v6-71b-ai-vengeance/

Ansonsten einfach -noherolimit und -gold 100000 eintippen zu beginn und sich alle Helden ansehen. -lvlup25 ist dabei zu empfehlen.
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Avatar Arius
Arius
#6 | 22. Jul 2011, 15:01
Ganz netter Artikel ^^

Ich find das DOTA-Spielprinzip seit dem Mod für Warcraft 3 sehr interessant

bleibt nur zu hoffen dass der Umfang für DotA 2 stimmt
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Mitschri
#7 | 22. Jul 2011, 15:03
Bei LoL gibt es mittlerweile etwas mehr Helden.
Aktuelle Zahl: 79 Champions

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areaS-4
#8 | 22. Jul 2011, 15:05
Noch nie gespielt. O_o
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Avatar Sergetho
Sergetho
#9 | 22. Jul 2011, 15:12
Zitat von areaS-4:
Noch nie gespielt. O_o
Dann wird's Zeit : ) Mit ein paar Kumpels ist es ein echtes Vergnügen, dass wie bereits erwähnt jede Menge Suchtpotential bietet. Als Einsteiger würde ich dir LoL empfehlen.
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Avatar Frex89
Frex89
#10 | 22. Jul 2011, 15:17
"Das mag einer der Hauptgründe sein, warum in der DotA-Community (und in der aller DotA-Klone) oft ein extrem rauer Umgangston herrscht. Wer Fehler begeht oder sich generell nicht an Absprachen hält, wird meist gegeißelt und beschimpft, auch vom eigenen Team."

Ich finde dazu sollte man sagen das gerade LOL und Dota2 etwas gegen dieses Problem unternehmen. Valve hat für Dota2 angekündigt eine art Pro-Hilft-Neuling belohnungssystem einzuführen, wobei die neulinge unterstützung im gameplay und via eingebautem teamspeak support von pros bekommen und diese anschließend bewerten können. der Profi bekommt dann wohl Punkte mit deinen er irgendwas kaufen kann, vielleicht ähnlich wie bei LOL.

LOL wieder hat im maximalen Lvl 30 seit einigen Monaten nun das Tribunal am laufen. Spieler, welche viel schimpfen und beleidigen können nach dem spiel gemeldet werden, und werden nach einigen Meldungen ins Tribunal geschickt. Dort können alle über Lvl 30 dann enscheiden ob dieser Spieler eine Strafe (Mahnung,Spielsperrzeit bis hin zu Accountsperre) erhalten soll oder nicht. Dieses System hat zwei positive Synergien: Zum einen reißen sich dadurch viele spieler einfach mehr zusammmen, da sie wissen das jede Beleidigung auch zu einem Ban führen könnte zum anderen wählt sich die Community ihre Community selbst. OB so ein system in HoN existiert weiß ich nicht.

Auch erwähnenswert halte ich, das Lol nicht nur durch das streichen des denying (was ich persöhnlich keine gute lösung finde) einsteigerfreundlicher ist. eines der Grundprobleme war, das man als einsteiger in Dota garnicht wusste was man kaufen soll, man musste erst sehr lange Im internet nach guides suchen um hier weiter zu kommen. in Lol gibt es ein Super Itemshop system mit vorschlägen an items für einsteiger. Lol hat von Dota abgekuckt, mal sehen wiesehr Dota2 von Lol abkuckt ;)
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Details zu Defense of the Ancients

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 2003
Publisher: -
Entwickler: -
Webseite: http://www.playdota.com/
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
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