Der Herr der Ringe Online: Schatten von Angmar - Free2Play

Online-Rollenspiel  |  Release: 24. April 2007  |   Publisher: Codemasters

Kolumne: Free-2-Play-Vorurteile

Nur der Tod ist umsonst (und der kostet das Leben)

Den Free-2-Play-Spielen schwappt nicht selten spontaner Hass entgegen. GameStar-Autor Christian Schneider kann diese grundsätzliche Ablehnung des noch jungen Finanzierungsmodells nicht nachvollziehen.

Von Christian Schneider |

Datum: 15.09.2010


Ich verstehe manchmal die Welt nicht mehr. Zum Beispiel verstehe ich nicht, wie man ein Geschenk, auch wenn es sich im Einzelfall als faules Ei entpuppen kann, unbesehen und quasi aus Prinzip von vorn herein verteufeln kann, sagen wir mal ein kostenlos spielbares PC-Online-Rollenspiel. Davon gibt es, und wird es demnächst immer mehr geben. Die so genannten Free-to-Play-Titel sind derzeit groß in Mode, selbst etablierte Namen wie Herr der Ringe Online werden auf die Kostenlos-Variante umgestellt. Ein Grund zu Freude sollte man meinen, doch wenn man Foren und Kommentare durchstöbert, wird man schnell eines Besseren belehrt: Tatsächlich seien diese (vermeintlich) kostenlosen Spiele gar nicht so kostenlos, grenzten im Gegenteil fast an Betrug, würben mit falschen Tatsachen.

Free-2-Play-Vorurteile :

Die Wahrheit ist aber, dass die allermeisten Free-to-Play-Spiele halten, was sie versprechen: Sie sind kostenlos spielbar. Dass nun auch automatisch alle Inhalte umsonst sein müssen, oder dass es spielerische Vorteile nicht gegen bare Münze geben darf, hat im Vorfeld niemand behauptet. Aber Leute, mal ehrlich: Glaubt jemand ernsthaft, dass die Spieleentwickler und -Publisher ihre millionenteuren Projekte einfach ohne jede Möglichkeit zur Refinanzierung unters Volk bringen? Natürlich wollen die mit ihrer Arbeit auch Geld verdienen, und das ist ihr gutes Recht.

Und hier kommt der mündige Kunde ins Spiel. Diese extragroßen Demo-Versionen, die neuerdings unter dem Titel »Free-2-Play« vertrieben werden, sind ein Angebot, ein sehr kundenfreundliches sogar. Sie können das Spiel ausgiebig antesten und wenn Sie darüber hinaus von den kostenpflichtigen Angeboten überzeugt sind, dann zahlen Sie. Wenn nicht, spielen Sie entweder in der kostenlosen Variante gratis weiter und leben mit Einschränkungen (das geht bei einigen Titeln sehr gut, bei anderen weniger) oder Sie löschen das Spiel von Ihrer Festplatte - ganz einfach. Und mal ehrlich, wenn Sie in einem Free-to-Play-Spiel soweit kommen, dass Sie tatsächlich für etwas zahlen würden, dann macht es Ihnen doch auch Spaß. Und spätestens dann haben es die Anbieter verdient, entlohnt zu werden.

Es gibt noch jede Menge weitere Argumente für und auch einige gegen Free-to-Play-Spiele. Aber am Ende läuft es immer darauf hinaus, dass es Ihre Entscheidung ist, ob Sie das Angebot annehmen oder nicht. Das Free-to-Play-Model vom Start weg abzulehnen, ist hingegen nur eines: engstirnig.

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Avatar LordBelial
LordBelial
#1 | 15. Sep 2010, 13:10
Dann nennt mich ruhig engstirnig, aber ich will ein Spiel kaufen und es in vollem Umfang spielen können, und mich nicht (bei Online-Spielen) mit irgendwelchen Kiddies mit reichen Eltern rumschlagen, die sich meine hart verdiente Ausrüstung einfach kurz aus dem Shop geholt haben.
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Avatar BigL81
BigL81
#2 | 15. Sep 2010, 13:15
Mich stört eher, dass ich im Spiel permanent an meine reale finanzielle Situation erinnert werde. Da kann ich mich nicht schön im Spiel verlieren, da zahle ich lieber monatlich meine 13 Euro und muss mich dann nicht weiter ums Echtgeld kümmern.
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Avatar GROBI75
GROBI75
#3 | 15. Sep 2010, 13:15
Dann spiel's halt nicht! Hast ja auch nix zu verlieren...
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Avatar aForce
aForce
#4 | 15. Sep 2010, 13:18
Vieleicht binn ich auch Engstirnig und etwas konservativ aber ich kaufe mir gerne das Game meiner Wahl für den Vollpreis und nacher möchte ich nichts mehr bezahlen müssen.

Demos find ich super, sollte imho pflicht sein oder zumindest eine Open-Beta
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Avatar Sarrowz
Sarrowz
#5 | 15. Sep 2010, 13:18
Zitat von LordBelial:
Dann nennt mich ruhig engstirnig, aber ich will ein Spiel kaufen und es in vollem Umfang spielen können, und mich nicht (bei Online-Spielen) mit irgendwelchen Kiddies mit reichen Eltern rumschlagen, die sich meine hart verdiente Ausrüstung einfach kurz aus dem Shop geholt haben.


Was ein Blödsinn. Man nehme WoW. Kostet ja was. Da schlägt man sich aber auch mit Kidds rum die deine HART verdiente Ausrüstung mal eben im Shop (AH), bei Ebay durch Acc Ersteigerung oder Goldkauf erwerben.
Hat doch überhaupt nichtsmit Free 2 Play zu tun.
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Avatar Xavderion
Xavderion
#6 | 15. Sep 2010, 13:19
League of Legends machts vor (auch wenn es kein MMO ist), dort kann man sich keinerlei spielerische Vorteile erkaufen sondern nur kosmetische Sachen.
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Avatar Aliencow
Aliencow
#7 | 15. Sep 2010, 13:19
Also ich kann es nur aus meiner Sicht sagen, warum ich kein Freund von F2P bin. Es ist nämlich der selbe Grund, warum ich lieber meine DSL-Flatrate habe, als die alten Minuten-Abrechnungen: Es kostet einen Betrag und gut ist, dafür hab ich mein All-In-One Paket ohne mir weitere Gedanken machen zu müssen.

F2P ist und bleibt einfach nicht kostenlos. Seien es nun nur optische Änderungen, Bequemlichkeiten wie schnellere Mounts oder spielrelevante Vorteile. Das an und für sich stört nicht weiter, nur muss ich dann mit echtem Geld Sterne/Punkte/o.S. kaufen, damit immer mehr Ingame kaufen und mich jedesmal ärgern wenn gerade keine Punkte mehr da sind, es ist WE und mein Paypal Konto ist leer. O.Ä.

Hinzu kommen die spielerischen Mängel. Hinter F2P steckt nunmal kein rießiger Spielehersteller der Millionen in die Entwicklung gesteckt hat, entsprechende Serverfarmen bereits stellt und auch noch einen entsprechend guten Support bietet - das geht sich für die paar % die InGame Geld lassen einfach nicht aus.

Ich zitiere hier ausserdem einfach mal ein altes Sprichwort: Was nichts kostet, ist nichts wert.

Ich bezahle lieber und erhalte meine entsprechende Qualität, als mich bei einem "kostenlosen" Spiel über Lags, Serverausfälle, schlechte Balance oder Ähnliches zu ärgern und als einziges Gegenargument "dafür ist es kostenlos" zu hören.
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Avatar -=oWn4g3=-
-=oWn4g3=-
#8 | 15. Sep 2010, 13:20
Stimme #2 zu, man will während des Spielens abtauchen und nicht ständig Preise in Echtgeld lesen. Da helfen die "Diamonds" und was es sonst so gibt auch nicht, da diese ja nur eine Zwischenwährung darstellen.

Ich kenne zwar bisher kein Spiel für das ich nach dem Kauf dauerhaft etwas zahlen würde, aber wenn eins kommt, dann lieber monatlich nen festen Betrag und gut ist.
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Avatar fatboy
fatboy
#9 | 15. Sep 2010, 13:23
ich sehe das auch so wie christian !!!
ich teste auch viele free-2-play spiele und was mir nicht gefällt fliegt wieder von der platte.
wo is da das problem?!?
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Avatar Invyr
Invyr
#10 | 15. Sep 2010, 13:23
@#1
Wovon du Sprichst ist aber eben ein negativ beispiel. Es gibt durchaus f2p konzepte die ohne einen item Shop wie du ihn beschreibst auskommen.

Soweit ich das mitbekommen habe ist lotro hier eines der besten Beispiele.
1. Du zahlst voll und bekommst alles
2. Du zahlst nix und hast eine Demo version bis lvl 20 und dann einen grinder womit du "geld" verdiehnst mit dem du dir weitere quests kaufen kannst.
3. Du zahlst erstmal nix, testest ausgiebig und hast dann divere bezahlmöglichkeiten

Ich finds gut, lotro hätte ich mit monatlichen gebühren nicht gespielt sobald es f2p ist werde ich dem spiel auf jeden fall noch einmal eine chance geben
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Details zu Der Herr der Ringe Online: Schatten von Angmar

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: Online-Rollenspiel
Release D: 24. April 2007
Publisher: Codemasters
Entwickler: Turbine Entertainment
Webseite: http://www.lotro-europe.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
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