Dishonored: Die Maske des Zorns - PC

Action  |  Release: 12. Oktober 2012  |   Publisher: Bethesda
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Dishonored: Die Maske des Zorns im Test | Seite 2

Viel Freiheit, wenig Story

Tolle Welt? Jein!

Aber die Welt! Die ist doch bestimmt toll? Ja! Und nein. Zwar ist das Art-Design von Viktor Antonov ( Half Life 2 ) ebenso über jeden Zweifel erhaben wie die teils großartige Lichtstimmung, und das »Industrielle Revolution trifft Steampunk«-Setting strotzt vor originellen Einfällen – bloß setzen die Entwickler nicht alle davon konsequent um.

Dishonored: Die Maske des Zorns : Der mysteriöse Outsider spielt längst nicht die tragende Rolle, die wir beim ersten Treffen vermuten. Der mysteriöse Outsider spielt längst nicht die tragende Rolle, die wir beim ersten Treffen vermuten. Ein Beispiel: Relativ früh im Spiel unterweist uns der mysteriöse »Outsider« in der Kunst der Magie; und gibt uns ein ebenso mysteriöses Herz, das uns auf Tastendruck Geheimnisse über die Welt und ihre Bewohner verrät. Wie spannend, denken wir in der Erwartung, dass Herz und Outsider bestimmt noch eine tragende Rolle spielen, dass wir mehr über sie erfahren, zwei Geheimnisse, die bloß darauf warten, gelüftet zu werden. Indes: Es gibt nichts zu lüften. Outsider und Herz bleiben reine Gimmicks, tolle Einfälle, die nie zu Ende gedacht werden, zwei verpasste Chancen.

Im Vergleich zu Bioshock etwa, wo Rapture aus jedem zerstörten Winkel und jeder überfluteten Kammer Atmosphäre blutet, bleibt Dunwall seltsam unausgeschöpft. Ein Unterbau aus kleinen und großen Geheimnissen, persönlichen Geschichten und Schicksalen hätte dem Universum die Tiefe gegeben, die es verdient. So durchstreifen wir lediglich stimmungsvolle Kulissen, hinter die zu blicken sich selten lohnt.

Fegefeuer der Möglichkeiten

Das klingt nach einem Verriss – ist es aber nicht, weil Dishonored bei allen erzählerischen Schwächen und verschenkten Chancen trotzdem Spaß macht; und meist sogar verdammt viel davon. Es lässt uns nämlich völlig freie Hand bei der Wahl der Meuchel-Methoden – und bei der Frage, ob wir überhaupt meucheln wollen. Theoretisch jedenfalls können wir das Spiel problemlos beenden, ohne einen einzigen Gegner zu eliminieren; praktisch hingegen macht gerade das kreative Eliminieren jede Menge Laune und lädt förmlich zum Experimentieren ein.

Dishonored: Die Maske des Zorns : Haben wir uns an eine Wache herangeschlichen, können wir sie entweder umlegen – oder im Schwitzkasten schlafen legen. Haben wir uns an eine Wache herangeschlichen, können wir sie entweder umlegen – oder im Schwitzkasten schlafen legen. Die Wache da vorne steht uns im Weg? Okay, jetzt könnten wir sie aus dem Hinterhalt niederstechen oder per Schwitzkasten-Attacke schlafen legen – die simpelste Variante. Wir könnten aber auch in den Körper einer Ratte schlüpfen und über ein nahegelegenes Abwasserrohr einfach an ihr vorbeikrümeln. Oder wir schlüpfen gleich in den Körper der Wache, manövrieren sie in eine dunkle Ecke und schlüpfen– schwupps! – wieder hinaus, um dem bemitleidenswerten Tölpel eine überzubraten, bevor er überhaupt kapiert, was da gerade eigentlich passiert ist.

Oder wir feuern ihn mit einem Windstoß übers nächstbeste Treppengeländer. Oder jagen ihm einen ganzen Rattenschwarm auf den Hals. Oder legen ihn mit einem gezielten Armbrustschuss schlafen. Oder oder oder. Gut, natürlich könnten wir uns auch mit dem Schwert in der linken und Pistole oder Mini-Armbrust in der rechten Hand durch die Levels schnetzeln. Das macht durchaus Spaß, wird dem Spiel aber nicht gerecht, weil Munition knapp und Dishonored nun mal auf Heimlichkeit und Experimentieren ausgelegt ist.

Dishonored: Die Maske des Zorns : Mit der Teleportieren-Fähigkeit können wir nicht nur wunderbar meucheln; sie eignet sich auch prima, um zu sonst unerreichbaren Orten zu gelangen und öffnet so neue Wege.

Teleportieren
Mit der Teleportieren-Fähigkeit können wir nicht nur wunderbar meucheln; sie eignet sich auch prima, um zu sonst unerreichbaren Orten zu gelangen und öffnet so neue Wege.

Magie braucht Runen

Herzstück dabei ist das ebenso intuitiv-unkomplizierte wie motivierende Magiesystem. Insgesamt stehen uns sechs aktive Fähigkeiten in je zwei Ausbaustufen zur Verfügung – außerdem gibt’s noch fünf passive Fähigkeiten, die in ebenfalls zwei Ausbaustufen unsere Gesundheit erhöhen, die Geschwindigkeit steigern oder – ganz fies – getötete Gegner umgehend zu Asche verwandeln, damit wir die störenden Leichen nicht mehr umständlich aus dem Weg schaffen müssen.

Dishonored: Die Maske des Zorns : Mit Runen schalten wir neue Fähigkeiten frei oder werten bereits freigeschaltete Skills auf. Mit Runen schalten wir neue Fähigkeiten frei oder werten bereits freigeschaltete Skills auf.

Um eine Fähigkeit zu erlernen (oder sie auszubauen) benötigen wir Runen; davon gibt’s in jedem Level eine festgelegte Anzahl, die wir mit dem bereits erwähnten Herz aufspüren. Rüsten wir das nämlich aus, zeigt es uns automatisch an, wo genau die nächste Rune oder das nächste Knochenartefakt versteckt ist.

Was für ein Knochenartefakt? Gut, dass Sie fragen: Diese kleinen Dinger sind nützlich, weil sie uns passive Boni spendieren, also beispielsweise unsere maximale Gesundheit erhöhen oder den Fallschaden reduzieren. Die Suche nach den Anhängseln und Runen entpuppt sich als durchaus motivierend – leidet aber ein bisschen darunter, dass uns das Herz quasi die Arbeit abnimmt, wir also nicht das befriedigende Gefühl genießen, diese wichtigen Gegenstände tatsächlich selbst entdeckt zu haben.

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Avatar musixx
musixx
#1 | 08. Okt 2012, 18:59
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Avatar Fred DM
Fred DM
#2 | 08. Okt 2012, 19:03
mit "bloss" 84% scheint sich die GS hier eher im unteren wertungsbereich zu bewegen, verglichen mit weltweiten wertungen die häufig über 90% liegen.

letztenendes ist aber alles über 80% als "sehr gut" einzustufen, und das reicht. spiel ist sowieso schon vorbestellt.
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Avatar redPrince
redPrince
#3 | 08. Okt 2012, 19:06
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Wahnsinn
#4 | 08. Okt 2012, 19:08
Ich hab mich heute schon den ganzen Tag gefragt wieso soviele Magazine trotz der Mängel, die sie auch selbst im Test beschrieben haben, noch eine 90+ raushauen. Gerade die Ansruchslosigkeit und KI Mängel würden auch bei mir stark ins Gewicht fallen, bei vielen anderen Mags scheint das heute nicht mehr der Fall zu sein.

84 ist aber immernoch sehr gut und ich werde es bestimmt irgendwann nachholen.
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Avatar Tarsius
Tarsius
#5 | 08. Okt 2012, 19:10
Ein Spiel mit 12h Spielzeit bekommt beim Umfang abzug, weil man alle Fähigkeiten beim ersten Durchgang erspielen kann?

Und COD bekam damals als Plus-Punkt, das sich der Wiederspielwert durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade erhöhte. oO

Hätte es also keine Fähigkeiten und nur 6h Spielzeit, wäre es besser gewesen?

...verrückte Welt. Ich sehe bei den Wertungen nicht mehr durch.
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firestarter111
#6 | 08. Okt 2012, 19:11
Zitat von redPrince:
EDIT. ich habe das zitat vom user redprince mal rausgenommen, da der orginal post eh von der gamestar gelöscht worden ist und ein doofer spoiler drinne war.


lol. genau!- das spiel ist ein totaler fail und überhaupt nicht wert von dir gespielt zu werden. rolleyes...

und danke bethesda, dass auch mal ein großer publisher mut zu einer neuen ip, fernab der sonstigen aaa-suppe hat. auch wenn sie noch ein paar kinderkrankheiten hat!
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Avatar brainpinker
brainpinker
#7 | 08. Okt 2012, 19:12
Schönes Testvideo.
Bin schon gespannt wie weit man den Chaos Faktor aufdrehen kann. Schleichen ist nicht so meins aber wenn es mir gefällt wird der zweite Durchgang eben geschlichen.
Im ersten aber definitiv der Rambo in mir befriedigt.
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Avatar Neclol
Neclol
#8 | 08. Okt 2012, 19:14
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Avatar Mirome
Mirome
#9 | 08. Okt 2012, 19:15
Zitat von Led Zeppelin:
Kein Multiplayer?


Wozu? Einen Multiplayer zu machen, nur um einen zu haben ist bei einem Singleplayer reine Zeit- und Geldverschwendung. Man sollte sich aufs wesentliche konzentrieren.
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Avatar RD.SQUIRREL
RD.SQUIRREL
#10 | 08. Okt 2012, 19:16
Die ersten 10 Minuten zeigen mir eine Story auf, die ich schon in x-tausend anderen Spielen spielen musste (Falscher Ort zur falschen Zeit / Name reinwaschen von Verbrechen, das ich nicht begangen habe *würg*).

Der Rest des Spiels scheint aber durchaus gelungen zu sein und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Herangehensweise reizen mich dann doch.
"zu leicht" (bei den Minuspunkten) dürfte dann für einen "Casual" wie mich, genau das richtige sein um eine gut erzählte, wenn auch mehrfach erlebte Geschichte, über 2-3 Abende verteilt zu genießen...

Mal schau´n...
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ANGEBOTE
PROMOTION

Details zu Dishonored: Die Maske des Zorns

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: -
Release D: 12. Oktober 2012
Publisher: Bethesda
Entwickler: Arkane Studios
Webseite: http://www.dishonored.com/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 165 von 5644 in: PC-Spiele
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