Ron Gilbert : Ron Gilbert macht Doom für die Stagnation bei den Adventures verantwortlich. Ron Gilbert macht Doom für die Stagnation bei den Adventures verantwortlich. Ende der 80er- und zu Beginn der 90er-Jahre war das Genre der Adventures extrem beliebt. In dieser Zeitspanne kamen zahlreiche Klassiker wie zum Beispiel The Secret of Monkey Island auf den Markt. Kurze Zeit später kam es jedoch zu einem Rückgang beziehungsweise einer Stagnation der Verkaufszahlen. Und daran war unter anderem der Ego-Shooter Doom schuld.

Das behauptet zumindest der Adventure-Veteran und Game-Designer Ron Gilbert in einem Interview mit dem Magazin Eurogamer. Laut seiner Aussage hatte der Release von Doom im Jahr 1993 einen negativen Einfluss auf die Verkaufszahlen von Adventures.

»Ich mache Doom dafür verantwortlich. Als Doom veröffentlicht wurde, waren Spiele deutlich langsamer und die Leute waren mehr an Spielen interessieren, bei denen sie nachdenken und Strategien anwenden müssen. Das sind relativ langsame Spiele, in die man sich einfach hineinversetzen muss. Man genießt einfach diesen Moment, mitten im Spiel zu sein.

Und dann kam Doom. Es war intuitiv, schnell, man schoss auf Sachen und Innereien flogen überall durch die Gegend. Und es hat einfach die Denkweise vieler Leute ein wenig auf den Kopf gestellt und zugleich eine wesentlich größere Zielgruppe angesprochen. Bei den Adventures blieben die Leute, sie gingen nie weg. Aber es gab all diese anderen Leute, die dadurch hinzukamen und Spiele wie Doom fingen an, die Industrie zu dominieren.«

Sehen Sie das ähnlich wie Ron Gilbert? Hatte der Release von Doom tatsächlich einen solchen Einfluss auf sowohl Spieler als auch Verkaufszahlen? Diskutieren Sie in unserem Forum!