Das Entwicklerstudio id Software hat seinen kommenden Ego-Shooter Doom erstmals auf der aktuell in Dallas stattfindenden QuakeCon 2014 präsentiert. Vor Ort zu sehen gab es eine Gameplay-Premiere des Einzelspieler-Modus, ein Multiplayer-Modus wurde ebenfalls bestätigt.

Doom versteht sich laut den Entwicklern als Reboot und nicht als Fortsetzung, daher habe man es auch nicht Doom 4 genannt: »Es ist ein ursprüngliches Spiel, das alles aus dem Original neu konzipiert«, so Executive Producer Marty Stratton von id.

Die Geschichte von Doom beginnt außerhalb einer Forschungsstation auf dem Mars, in der Demo verschlug es den Spieler aber auch in ein düsteres Höhlensystem. Im Fokus der Präsentation stand ganz klar das Kämpfen: Das Waffenhandling orientiert sich dabei stark am Original und bietet schnelles Run-and-Gun-Gameplay mit einigen neuen Mechaniken, die laut id »die Shooter-Erfahrung weiterentwickeln«.

Neben Schusswaffen soll es z.B. eine starke Nahkampf-Komponente mit verschiedenen Finishern, Tritten, Schlägen und Nahkampfwaffen wie die aus den Vorgängern bekannte Kettensäge geben. Die Finishing-Moves fallen dabei extrem brutal aus. Der Spieler soll außerdem auf verschiedene Gegnerarten treffen, die von Horden kleinerer Dämonen bis hin zu großen widerstandsfähigen Feinden reichen. Die lassen nach dem Ableben Lebensenergie fallen - automatische Regeneration wird es wohl in Doom nicht geben.

Fakten aus der Doom-Demo:

  • Schnelles Run-and-Gun-Gameplay

  • Starke Nahkampf-Komponente & Finisher

  • Kein Autoheal, Health-Pickups

  • Klassisches Mars-Setting mit Dämonen

  • Doppelsprung

  • Prozeduraler dynamischer Schaden an Feinden

  • Zahlreiche Gore- und Splatter-Effekte, Körperteile lassen sich abtrennen

  • Bestätigt sind Doppelläufige Schrotflinte, Raketenwerfer, Plasma-Rifle, Kettensäge

Ob und wie Doom hierzulande erscheinen wird, darf nach der Demo übrigens bezweifelt werden: Abgerissene Körperteile waren im Verlauf der Gameplay-Präsentation keine Seltenheit und auch die Kettensäge verursachte einiges an Blut und Verletzungen bei den Gegnern. Um einen Fingerabdrucks-Scanner zu überlisten, riss der Held beispielsweise einem Kadaver kurzerhand den Arm ab. Zu möglichen Schnitten im Gewaltgrad bei der deutschen Version äußerte sich id Software bisher nicht - möglicherweise gibt es dazu auf der gamescom 2014 Neuigkeiten.

Doom setzt laut Stratton auf die idTech 6 Grafikengine und soll 1080p und 60 Bilder pro Sekunde unterstützen. Die Demo wurde übrigens auf einem PC mit Xbox-Controller gespielt. Bestätigt wurde außerdem ein kompetitiver Multiplayer-Modus, zu dem man sich aber erst später im Detail äußern will.

Doom 3 BFG Edition
Die namensgebende BFG zerlegt selbst hartnäckige Gegner in ihre Einzelteile.