Dragon Age: Inquisition - PC

Rollenspiel  |  Release: 20. November 2014  |   Publisher: Electronic Arts
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Dragon Age: Inquisition im Test

Größe ist nicht alles

Groß, wunderschön, und vollgestopft mit Abenteuern – Dragon Age: Inquisition entführt uns im Test in eine Spielwelt zum Verlieben. Nur ein wahres Dragon Age, das ist es nicht.

Von Michael Graf |

Datum: 11.11.2014


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Denn die eigentliche Story des Rollenspiels, das eigentliche Weltenretten füllt - notwendige Nebenaufträge eingerechnet - höchstens 30 bis 35 Spielstunden. So viel also zu den »50 Stunden Haupthandlung«, die uns Bioware versprochen hat. Die ebenfalls angekündigten »100 Stunden Nebenaufgaben« könnten schon näher an der Wahrheit liegen, die riesige Spielwelt von Dragon Age: Inquisition steckt bis zum letzten Winkel voller Aufträge und Schätze - und voller Sammelaufgaben, die jedem Assassin's Creed zur Ehre gereichen würden.

Ja, Dragon Age: Inquisition ist ein Spiel wie ein Supermodel: groß, geschickt vermarktet, eine echte Augenweide und an manchen Stellen, äh, künstlich aufgeblasen. Nur das von Bioware angekündigte wahre Dragon Age, das Dragon Age, das die Scharte des zweiten Teils ein für alle Mal auswetzt - das ist Inquisition nicht.

Dragon Age: Inquisition : Schlechter als Dragon Age 2?
Wir haben Dragon Age 2 seinerzeit mit 87 Punkten bewertet – das war eine Fehleinschätzung. Dragon Age: Inquisition ist keineswegs schlechter als Dragon Age 2, sondern das klar bessere Spiel. Um das zu verdeutlichen, und weil wir es für falsch halten, einen einmal gemachten Fehler für immer mit uns herumzuschleppen, haben wir Dragen Age 2 auf 80 Punkte abgewertet, die neue Wertung inklusive aktualisiertem Wertungskasten ist bereits online. Wer Näheres dazu wissen möchte, der sollte Michael Grafs Fazit zu diesem Test lesen.

Origin-Bindung
Die PC-Version von Dragon Age: Inquisition muss über Electronic Art's Online-Plattform Origin aktiviert werden, läuft danach aber auch im Offline-Modus. Ein Weiterverkauf ist damit wie üblich ausgeschlossen.

Eine Welt zum Verlieben

Mark Darrah, der Executive Producer der Dragon Age-Reihe, verriet kürzlich in einem Interview, dass der Erfolg von Skyrim – 15 Millionen verkaufte Exemplare! – auch Inquisition beeinflusst hat: »[Die Spieler] haben jetzt ganz andere Erwartungen an die Erzählweise und die Erkundung der Welt.« Zur Geschichte kommen wir gleich, bei der Spielwelt hat Darrah jedenfalls schon mal Wort gehalten, sie könnte jedoch kaum eindeutiger von Skyrim inspiriert sein. Weit mehr als seine Vorgänger entpuppt sich das dritte Dragon Age als Rollenspiel für Erkunder, seine in separate Gebiete unterteilte Welt ist nicht nur abwechslungsreich, sondern auch schlichtweg gigantisch.

Dragon Age: Inquisition : Die idyllische Hügellandschaft ist das größte Gebiet von Inquisition.

Hinterlande
Die idyllische Hügellandschaft ist das größte Gebiet von Inquisition.

Grundsätzlich spielt Inquisition im aus Dragon Age: Origins bekannten Ferelden und im benachbarten Kaiserreich Orlais. Dort gibt's insgesamt zehn »Hubs«, also frei erkundbare Landschaften, die wir im Spielverlauf nach und nach freischalten - wie genau, erklären wir gleich. Die Gegenden als »weitläufig« zu beschreiben, wäre untertrieben; wer tatsächlich alle Aufgaben abgrasen will, kann schon mal seinen Jahresurlaub planen. Denn selbst kleinere Abschnitte wie der sumpfige Fahlbruch bieten rund zwei Stunden Heldenfutter, mittlegroße wie die Sturmküste schon vier, und im riesigen Hinterland kann man locker sechs bis acht Stunden zubringen.

Und dabei fühlt man sich auch noch wohl! Denn die Welt reizt schon allein zum Erkunden, weil sie fantastisch aussieht. Wir bereisen bewaldete Hügel, verschneite Gebirge, staubige Wüsten, stürmische Küsten, dichte Urwälder, nächtliche Moore - und überall gibt es besondere Schauplätze zu entdecken. So erklettern wir im Test von Dragon Age: Inquisition jede zweite Hügelkuppe, jede Düne (man darf jetzt auch springen!) und blicken uns einfach nur um.

Dragon Age: Inquisition
Jede Gegend hat ihren passenden Drachen, im Urwald haust dieses grüne Exemplar, das Eis statt Feuer spuckt.

Dank der grandiosen Weitsicht erspähen wir so fast immer etwas, das uns neugierig macht: Statuen, Ruinen, Oasen, Festungen, Höhlen, Dörfer, Tempel, Wasserfälle. Und da müssen wir auch einfach hin. Warum? Bitte noch mal den Einstieg dieses Artikels lesen.

Dragon Age: Inquisition : Der Riese hängt fest und lässt sich ohne Gegenwehr beschießen. Der Riese hängt fest und lässt sich ohne Gegenwehr beschießen. Bugs
Im Test von Dragon Age: Inquisition haben wir gelegentlich Bugs bemerkt, manchmal hingen unsere KI-Kameraden an Abhängen fest und weigerten sich, mitzukämpfen; manchmal ließen sich Monster ohne Gegenwehr beschießen. Vor allem in der zweiten Spielhälfte stürzte Inquisition hin und wieder während Hauptstory-Dialogen ab. Im zweiten Anlauf liefen die Gespräche dann aber meistens rund.

Besonders bizarr: Als wir unsere Charaktere im Kampf gegen den Endgegner im Level aufstiegen, wollten wir in einer Kampfpause die zugehörigen Talentpunkte verteilen, konnten aber nicht - weil das Spiel jedes Mal abstürzte. Nach absolviertem Gefecht ging's dann aber problemlos. Weil all diese Probleme nur selten auftraten und den Spielspaß nicht schmälerten, werten wir dafür nicht ab.

Skyrim bleibt dynamischer

Dragon Age: Inquisition : In Himmelsrand passiert mehr Unvorhersehbares – beispielsweise greift ein Drache ein Dorf an. In Himmelsrand passiert mehr Unvorhersehbares – beispielsweise greift ein Drache ein Dorf an. In einem Aspekt allerdings hat das Vorbild, hat die Skyrim-Welt weiterhin die Nase vorn, nämlich bei der Dynamik. In Himmelsrand passiert außerhalb von Quests viel mehr Überraschendes, viel mehr Kurioses, viel mehr Zufälliges. Da überfällt ein Drache das Dorf, in dem wir gerade Beute verkaufen wollen; da kommentieren Stadtwachen unsere Ausrüstung, da laden Kinder zum Versteckspiel, da bitten zufallsgenerierte Raubopfer um die Rückholung zufallsgenerierten Raubguts.

Dragon Age: Inquisition wirkt im Vergleich dazu recht statisch. Klar, hier kämpfen Templer gegen Magier, dort schnappt sich eine Hyäne einen Wüstenfuchs, so viel Unvorhergesehenes wie in Skyrim passiert aber längst nicht - auch weil die Drachen von Inquisition allesamt brav dort bleiben, wo die Designer sie hingepflanzt haben.

Dragon Age: Inquisition : Die Drachenkämpfe gehören zu den Highlights von Dragon Age: Inquisition, bei den Riesenechsen dürfen wir einzelne Körperteile anvisieren. Eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen wir auch die Taktikansicht einsetzen. Die Drachenkämpfe gehören zu den Highlights von Dragon Age: Inquisition, bei den Riesenechsen dürfen wir einzelne Körperteile anvisieren. Eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen wir auch die Taktikansicht einsetzen.

Etwas schade ist auch, dass es in der Inquisition-Welt mit dem orlesianischen Val Royeaux nur eine echte Großstadt gibt, die zudem nur aus ein paar Sträßchen besteht. Das ändert aber nichts daran, dass Bioware für Dragon Age: Inquisition eine Kulisse geschaffen hat, die mit dem Zeigefinger lockt, die sich lasziv vor uns ausbreitet und flüstert: Hey, du Held, erkunde mich! Und ja, wir erkunden. Wir erkunden, als ob's kein morgen gäbe. Und keine Haupthandlung, aber dazu später.

Sammeln wie Ezio

Das Erkunden ist natürlich kein Selbstzweck, die Schauplätze sind vollgestopft mit Nebenquests und Beutegut, selbst in der hinterletzten Ecke finden wir noch Schatztruhen oder zumindest brauchbare Crafting-Zutaten. Und dann gibt's auch noch die Sammelaufgaben. Wer etwa mit magischen »Fernrohren« schillernde Scherben aufspürt und -klaubt, kann die Bruchstücke später als Währung einsetzen. Sie dienen nämlich als Eintrittskarten zu einem speziellen Dungeon, in dem Monster und Belohnungen warten.

Dragon Age: Inquisition : An »Astrarien« zeichnen wir Sternbilder. An »Astrarien« zeichnen wir Sternbilder. Wer wiederum an den überall in der Welt verteilten »Astrarien« (teils recht komplexe) Sternbilder nachmalt, deckt damit Schatzhöhlen auf. Und es gibt noch so viel mehr zu sammeln: Flaggen, Sehenswürdigkeiten, Lagerplätze, alkoholische Getränke, und, und, und, alles wirft mindestens Erfahrungspunkte und Kodex-Einträge ab, die kleine Hintergrundgeschichten erzählen.

Klar, die seelenlose Sammelei passt eigentlich nicht zu einem Rollenspiel, weil sie keine Helden-, sondern Fleißarbeit darstellt. Es dürfte dennoch genügend Spieler geben, die frohgemut drauflos sammeln, sei's nur für Belohnung oder um die nervigen »Hier gibt's etwas zu sammeln!«-Icons von der Karte zu putzen - wie war das noch gleich mit der Helden-Zwangsstörung? In Assassin's Creed funktioniert das ja auch. Zumal's in Inquisition ja auch normale Heldenarbeit gibt. Sogar sehr viel davon.

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Avatar Feschpa-Willi
Feschpa-Willi
#1 | 11. Nov 2014, 09:23
hm schade, dass es nicht an den ersten teil heran kommt, aber gut dass es mehr zu bieten hat als der 2te teil. Die bewertung ist okay und nach dem fazit ist es auf jeden fall eines der spiele, die ich spielen werde, nur eben nicht mehr mit soooo viel vorfreude wie vor dem test.
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Avatar OttoNormal1
OttoNormal1
#2 | 11. Nov 2014, 09:31
Ja. 85% ist schon heftig.

Dragon Age 2 hatte 87 % wurde aber falsch Bewertet.

:-)
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Avatar b0^
b0^
#3 | 11. Nov 2014, 09:33
puh, ich kann mich jetzt nicht entscheiden, ob ich mir AC Unity oder Dragon Age gönnen soll :/
9 Tage vor Release einen Test zu releasen ist aber schonmal was positives, zumal das Game ja gut geworden ist
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Avatar Michael Graf
Michael Graf
#4 | 11. Nov 2014, 09:34
Zitat von OttoNormal1:
Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.


Nein, ist es nicht. Lies doch bitte mein Fazit.
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Avatar mexei1512
mexei1512
#5 | 11. Nov 2014, 09:35
Ich freu mich drauf. Hatte Spaß mit beiden Vorgängern und werde auch diesen Teil wieder ausführlich spielen. Eien Sache ist mir aufgefallen: Freigegeben ab 16? Ist das jetzt wieder so ne Willkür Geschichte, bei dem sich zu den Vorgängern eigentlich nichts geändert hat, sondern lediglich die Prüfer etwas entspannter waren oder wurde die Reihe entschärft? (Nicht falsch verstehen, es muss wegen mir nicht hektoliterweise Blut fließen,Gute Story ist mir wichtiger)
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Avatar Dandelion
Dandelion
#6 | 11. Nov 2014, 09:36
Das ist natürlich durchaus eine logische Erklärung:
Dragon Age 2 war schlechter als Inquisition, trotzdem kriegt Inquisition eine schlechtere Bewertung als DA 2, da dieses "überbewertet" war.

Wenn DA 2 die 87 Punkte nicht verdient hat im Vergleich zu DA:I, warum WERTET ihr DA 2 nicht im nachhinein ab? Unglaublich ...
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Avatar Aizawa
Aizawa
#7 | 11. Nov 2014, 09:36
Zitat von OttoNormal1:
Ja. 85% ist schon heftig.

Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.

Ich glaube Origins hatte 92 %.


Laut dem Gamestar Test ist Inquisition also der schlechteste Teil der Serie...

finde das wirklich Schade, dass die das so verbockt haben !

Naja aber was solls, 85% sind immerhin kein Müll-Spiel.


du solltest nicht soviel auf Gamestar-Wertungen geben. Bei Crysis 3 haben sie gesagt es ist der beste Teil der Reihe, obwohl Crysis 1 eine Wertung von 94 hat auf Gamestar (die höhste Wertung, die je vergeben wurde), Crysis 3 hatte glaub ich 89 oder 90.
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Avatar Calidor85
Calidor85
#8 | 11. Nov 2014, 09:36
Zitat von OttoNormal1:
Ja. 85% ist schon heftig.

Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.

Ich glaube Origins hatte 92 %.


Laut dem Gamestar Test ist Inquisition also der schlechteste Teil der Serie...

finde das wirklich Schade, dass die das so verbockt haben !

Naja aber was solls, 85% sind immerhin kein Müll-Spiel.


Da hat wohl jemand das Fazit nicht gelesen :P

"Michael Graf: Bevor ich zu Inquisition komme, muss ich eines einfach loswerden: Die 87 Punkte für Dragon Age 2 sind für mich eine der abwegigsten Wertungen, die GameStar jemals vergeben hat. Ich fand das Spiel zwar längst nicht so abgrundtief schlecht, wie es gerne gemacht wird, aber die vereinfachte Spielmechanik, die flachen Kawumm-Kämpfe, das verbrecherische Dungeon-Recycling und die Haupthandlung, die erst im letzten Spieldrittel wirklich zum Tragen kommt - all das war dem grandiosen Dragon Age: Origins nicht würdig. Dragon Age 2 war ein Spiel, dem man schmerzhaft deutlich anmerkte, wie wenig Zeit und Liebe Bioware seinerzeit investieren wollte. Oder durfte.

Das ist bei Inquisition anders, hier steckt spürbar Zeit und Liebe drin, vor allem in der Spielwelt. Verglichen mit Dragon Age 2 ist es zweifellos das bessere Spiel. Trotzdem bekommt es eine schlechtere Wertung, wie kann das sein? Weil wir bei GameStar der Meinung sind, dass wir einmal gemachte Fehler nicht ewig mit uns herumschleppen dürfen. Weil wir der Meinung sind, dass ein überbewerteter Vorgänger nicht auf alle Zeiten als Ausrede dafür herhalten darf, dass wir seine Nachfolger besser bewerten. Das einzige, was eine gute Bewertung rechtfertigen darf, sind spielerische Qualitäten."
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Avatar Shemyaza
Shemyaza
#9 | 11. Nov 2014, 09:37
Zitat von OttoNormal1:
Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.
Laut dem Gamestar Test ist Inquisition also der schlechteste Teil der Serie...


Wie wäre es denn, wenn Du den Test inkl. Fazit erst einmal liest, bevor Du solchen Quatsch schreibst? Im Fazit wird ganz klar geschrieben, dass Gamestar bei der Bewertung von Dragon Age 2 Fehler gemacht hat und Dragon Age: Inquisition im Vergleich dazu das bessere Spiel ist.
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Avatar Sedro89
Sedro89
#10 | 11. Nov 2014, 09:37
Zitat von OttoNormal1:

Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.


Sie haben ja indirekt zugegeben, dass sie gekauft wurden.
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PROMOTION

Details zu Dragon Age: Inquisition

Plattform: PC (PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360)
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 20. November 2014
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: BioWare
Webseite: http://www.dragonage.com/
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 2 von 5767 in: PC-Spiele
Platz 1 von 1340 in: PC-Spiele | Rollenspiel
 
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