Dragon Age: Inquisition - PC
Rollenspiel  |  Release: 20. November 2014  |   Publisher: Electronic Arts
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Fazit

Wertung

Dragon Age: Inquisition Test (PC) Größe ist nicht alles

Fazit der Redaktion

Dragon Age: Inquisition : Michael Graf: Bevor ich zu Inquisition komme, muss ich eines einfach loswerden: Die 87 Punkte für Dragon Age 2 sind für mich eine der abwegigsten Wertungen, die GameStar jemals vergeben hat. Ich fand das Spiel zwar längst nicht so abgrundtief schlecht, wie es gerne gemacht wird, aber die vereinfachte Spielmechanik, die flachen Kawumm-Kämpfe, das verbrecherische Dungeon-Recycling und die Haupthandlung, die erst im letzten Spieldrittel wirklich zum Tragen kommt - all das war dem grandiosen Dragon Age: Origins nicht würdig. Dragon Age 2 war ein Spiel, dem man schmerzhaft deutlich anmerkte, wie wenig Zeit und Liebe Bioware seinerzeit investieren wollte. Oder durfte.

Das ist bei Inquisition anders, hier steckt spürbar Zeit und Liebe drin, vor allem in der Spielwelt. Verglichen mit Dragon Age 2 ist es zweifellos das bessere Spiel. Trotzdem bekommt es eine schlechtere Wertung, wie kann das sein? Weil wir bei GameStar der Meinung sind, dass wir einmal gemachte Fehler nicht ewig mit uns herumschleppen dürfen. Weil wir der Meinung sind, dass ein überbewerteter Vorgänger nicht auf alle Zeiten als Ausrede dafür herhalten darf, dass wir seine Nachfolger besser bewerten. Das einzige, was eine gute Bewertung rechtfertigen darf, sind spielerische Qualitäten.

Und Inquisition hat fraglos seine Qualitäten, allen voran seine schiere Größe, seine Abenteuerflut. In einer Zeit, in der man froh sein muss, nicht jede Quest einzeln als DLC verkauft zu bekommen, macht ein solcher Koloss umso dankbarer. Alleine deshalb lohnt es sich schon, Inquisition zu kaufen. Zudem gibt es - abgesehen von den Menüs - nichts, das ich geradeheraus als »schlecht« bezeichnen würde. Die Story unterhält, die Quests motivieren, die Dialoge sind ordentlich, die Charaktere und Geschichten ausgefeilter als in den meisten anderen Spielen. Und die Drachen sind einfach grandios! Ja, Inquisition ist ein rundum sehr gutes Spiel. Punkt.

Aber eben kein so herausragendes wie Origins, der Serien-Großvater hatte noch bessere Geschichten, noch denkwürdigere Momente, noch einprägsamere Charaktere, er hatte echte Taktikkämpfe und ein Charaktersystem, wie es sich für ein klassisches Rollenspiel verdammt noch mal gehört. Und er war, ganz nebenbei, auch auf dem PC ohne Fingerkrampf bedienbar. Klar, Inquisition hat auch neue Stärken - aber das sind nicht die Stärken eines Dragon Age. Ich mag es trotzdem, sehr sogar, und ich werde es nach dem Test gerne weiterspielen, um dieser fantastischen Welt auch noch ihre letzte Geschichte, ihre letzte Belohnung, ihren letzten Drachen zu entreißen. Und ich werde keine Sekunde davon bereuen.


Dragon Age: Inquisition : André Peschke: Dragon Age: Inquisition ist ein gutes Spiel. Erheblich besser als Dragon Age 2, keine Frage. Aber es steht für mich tief im Schatten von Origins. Bioware scheint zu glauben, dass es die politischen Ränkespiele Marke Game of Thrones waren, die mich damals fasziniert haben. Das ist falsch. Es war die harte, dreckige Fantasywelt und ihre vielen kleinen Geschichten mit harten Entscheidungen von echtem emotionalem Wert.

Zwischen Hunderten von Sammelquests und Hochglanz-Browserspielen ist davon nur in Ausnahmefällen etwas zu spüren. Dieses Dragon Age wirkt glattpoliert und berechnend. Man spürt förmlich, wie Bioware versucht Ubisoft und Bethesda zu imitieren, um Dragon Age auf Skyrim- oder Assassin's-Creed-Verkaufszahlen zu heben. Dazu passt auch das Kampfsystem, dass mehr denn je versucht, Action und Taktik zu verheiraten und dabei keiner Spielweise voll gerecht wird.

Mit großen Augen die absolut fantastische Spielwelt zu erforschen, dem grandiosen Soundtrack zu lauschen und meine Weggefährten kennenzulernen, entschädigt für vieles. Aber im Zweifel hätte ich lieber Last-Gen-Optik in Kauf genommen, wenn ich dafür von den Geschichten im Spiel wieder so gefesselt sein könnte wie damals.


Dragon Age: Inquisition : Benjamin Danneberg: Für mich ist Inquisition ein zweischneidiges Schwert. Einerseits habe ich endgültig festgestellt, dass es jene Entwicklerschmiede, die ich beinahe religiös für Baldur's Gate und Dragon Age: Origins verehrt habe, nicht mehr gibt. Bioware schafft es nicht mehr, emotional aufwühlende, epische Geschichten zu schreiben. Die Geschichte von Inquisition ist okay, aber mehr nicht. Die Begleiter sind über die gesamte Zeit blass und austauschbar. Ich habe mich oft gefragt: Was wäre, wenn einer von ihnen jetzt endgültig den Löffel abgibt? Die Antwort war für mich als Rollenspieler entsetzlich.

In Baldur's Gate oder Origins war das noch ganz anders, dort war ich emotional derart verwachsen mit meinen Begleitern, dass ihr Leid mein ganz real nachempfundenes Leid wurde. In Inquisition sind sie mir zwar nicht völlig egal, aber Bioware schafft es nicht mehr, eine emotionale Verbindung aufzubauen. Dazu kommen grobe Schnitzer wie die teils heftig konsolige Bedienung (Liebe zum PC? Haha!) und das vollkommen belanglose Hack&Slay-Actionkampfsystem, das die schlecht umgesetzte Taktikansicht völlig überflüssig macht.

Die andere Klinge des Schwerts, das ist das neue Bioware. Eines, das die momentan wohl großartigste Inszenierung, die krassesten Locations, die geilsten Gebiete in den Zockerring wirft, die ich je gesehen habe. Wahnsinns-Landschaften mit Wahnsinns-Wettereffekten. Brachiale Kämpfe gegen fantastisch gemachte Drachen. Höhlen und Verliese, wie man sie noch nie in solchem Detail, solcher Schärfe gesehen hat.

Die Welt des neuen Dragon Age ist ein Augenschmaus und stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Sie ist so gut, dass sie die vorhin genannten Mängel beinahe vergessen macht - und das hat mich selbst am meisten überrascht. Ärgerten mich gerade noch der domestizierte Held und seine in Watte gepackten Dialoge, gehen mir im nächsten Moment beim Blick über lebendige Täler, riesige Wüsten oder Gebirgsketten die Augen über.

Bioware hat sein Produkt stromlinienförmig und nach Marktaspekten gebaut. Keine Skandale (nein, verdammt nochmal, Homosexualität ist kein Skandal!), nirgends ecken wir an, nirgends sind wir schockiert, nirgends öffnet sich eine Diskussion über Moral - dass Emotionslevel bleibt immer schön gemäßigt. Dragon: Age Inquisition ist wie Fluch der Karibik: wunderschönes, bombastisches Popcornkino mit fettem Zuckerguss, aber ohne jegliche Tiefe. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehe ich wieder spielen. Denn: Das alte Bioware ist tot! Lang lebe das neue Bioware!


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Avatar Feschpa-Willi
Feschpa-Willi
#1 | 11. Nov 2014, 09:23
hm schade, dass es nicht an den ersten teil heran kommt, aber gut dass es mehr zu bieten hat als der 2te teil. Die bewertung ist okay und nach dem fazit ist es auf jeden fall eines der spiele, die ich spielen werde, nur eben nicht mehr mit soooo viel vorfreude wie vor dem test.
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Avatar OttoNormal1
OttoNormal1
#2 | 11. Nov 2014, 09:31
Ja. 85% ist schon heftig.

Dragon Age 2 hatte 87 % wurde aber falsch Bewertet.

:-)
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Avatar b0^
b0^
#3 | 11. Nov 2014, 09:33
puh, ich kann mich jetzt nicht entscheiden, ob ich mir AC Unity oder Dragon Age gönnen soll :/
9 Tage vor Release einen Test zu releasen ist aber schonmal was positives, zumal das Game ja gut geworden ist
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Avatar Michael Graf
Michael Graf
#4 | 11. Nov 2014, 09:34
Zitat von OttoNormal1:
Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.


Nein, ist es nicht. Lies doch bitte mein Fazit.
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Avatar mexei1512
mexei1512
#5 | 11. Nov 2014, 09:35
Ich freu mich drauf. Hatte Spaß mit beiden Vorgängern und werde auch diesen Teil wieder ausführlich spielen. Eien Sache ist mir aufgefallen: Freigegeben ab 16? Ist das jetzt wieder so ne Willkür Geschichte, bei dem sich zu den Vorgängern eigentlich nichts geändert hat, sondern lediglich die Prüfer etwas entspannter waren oder wurde die Reihe entschärft? (Nicht falsch verstehen, es muss wegen mir nicht hektoliterweise Blut fließen,Gute Story ist mir wichtiger)
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Avatar Dandelion
Dandelion
#6 | 11. Nov 2014, 09:36
Das ist natürlich durchaus eine logische Erklärung:
Dragon Age 2 war schlechter als Inquisition, trotzdem kriegt Inquisition eine schlechtere Bewertung als DA 2, da dieses "überbewertet" war.

Wenn DA 2 die 87 Punkte nicht verdient hat im Vergleich zu DA:I, warum WERTET ihr DA 2 nicht im nachhinein ab? Unglaublich ...
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Avatar Aizawa
Aizawa
#7 | 11. Nov 2014, 09:36
Zitat von OttoNormal1:
Ja. 85% ist schon heftig.

Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.

Ich glaube Origins hatte 92 %.


Laut dem Gamestar Test ist Inquisition also der schlechteste Teil der Serie...

finde das wirklich Schade, dass die das so verbockt haben !

Naja aber was solls, 85% sind immerhin kein Müll-Spiel.


du solltest nicht soviel auf Gamestar-Wertungen geben. Bei Crysis 3 haben sie gesagt es ist der beste Teil der Reihe, obwohl Crysis 1 eine Wertung von 94 hat auf Gamestar (die höhste Wertung, die je vergeben wurde), Crysis 3 hatte glaub ich 89 oder 90.
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Avatar Calidor85
Calidor85
#8 | 11. Nov 2014, 09:36
Zitat von OttoNormal1:
Ja. 85% ist schon heftig.

Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.

Ich glaube Origins hatte 92 %.


Laut dem Gamestar Test ist Inquisition also der schlechteste Teil der Serie...

finde das wirklich Schade, dass die das so verbockt haben !

Naja aber was solls, 85% sind immerhin kein Müll-Spiel.


Da hat wohl jemand das Fazit nicht gelesen :P

"Michael Graf: Bevor ich zu Inquisition komme, muss ich eines einfach loswerden: Die 87 Punkte für Dragon Age 2 sind für mich eine der abwegigsten Wertungen, die GameStar jemals vergeben hat. Ich fand das Spiel zwar längst nicht so abgrundtief schlecht, wie es gerne gemacht wird, aber die vereinfachte Spielmechanik, die flachen Kawumm-Kämpfe, das verbrecherische Dungeon-Recycling und die Haupthandlung, die erst im letzten Spieldrittel wirklich zum Tragen kommt - all das war dem grandiosen Dragon Age: Origins nicht würdig. Dragon Age 2 war ein Spiel, dem man schmerzhaft deutlich anmerkte, wie wenig Zeit und Liebe Bioware seinerzeit investieren wollte. Oder durfte.

Das ist bei Inquisition anders, hier steckt spürbar Zeit und Liebe drin, vor allem in der Spielwelt. Verglichen mit Dragon Age 2 ist es zweifellos das bessere Spiel. Trotzdem bekommt es eine schlechtere Wertung, wie kann das sein? Weil wir bei GameStar der Meinung sind, dass wir einmal gemachte Fehler nicht ewig mit uns herumschleppen dürfen. Weil wir der Meinung sind, dass ein überbewerteter Vorgänger nicht auf alle Zeiten als Ausrede dafür herhalten darf, dass wir seine Nachfolger besser bewerten. Das einzige, was eine gute Bewertung rechtfertigen darf, sind spielerische Qualitäten."
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Avatar Shemyaza
Shemyaza
#9 | 11. Nov 2014, 09:37
Zitat von OttoNormal1:
Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.
Laut dem Gamestar Test ist Inquisition also der schlechteste Teil der Serie...


Wie wäre es denn, wenn Du den Test inkl. Fazit erst einmal liest, bevor Du solchen Quatsch schreibst? Im Fazit wird ganz klar geschrieben, dass Gamestar bei der Bewertung von Dragon Age 2 Fehler gemacht hat und Dragon Age: Inquisition im Vergleich dazu das bessere Spiel ist.
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Avatar Sedro89
Sedro89
#10 | 11. Nov 2014, 09:37
Zitat von OttoNormal1:

Dragon Age 2 hatte 87 % ist also besser.


Sie haben ja indirekt zugegeben, dass sie gekauft wurden.
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Leser-Rezensionen
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Details zu Dragon Age: Inquisition

Cover zu Dragon Age: Inquisition
Plattform: PC (PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360)
Genre Rollenspiel
Untergenre: -
Release D: 20. November 2014
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: BioWare
Webseite: http://www.dragonage.com/
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 55 von 6757 in: PC-Spiele
Platz 16 von 1665 in: PC-Spiele | Rollenspiel
 
Lesertests: 13 Einträge
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