Zum Thema » Test zu Elite Dangerous So gut ist das Hauptspiel » Psychotest: Elite Dangerous Das richtige Spiel für Sie? Elite: Dangerous ab 24,99 € bei Amazon.de Endlich auf Planeten landen! Das war die große Weltraum-Mohrrübe, die David Braben und sein Frontier-Team schon vor dem Start von Elite: Dangerous im Dezember 2014 geschwenkt haben. Jetzt ist es mit Elite Dangerous: Horizons so weit, denn mit der »Erweiterungs-Staffel« sind erstmals planetare Landungen möglich.

Aber Moment, was genau ist eine Erweiterung-Staffel? Mit dieser »Season of Expansions« bezeichnet Braben die kommenden Updates, die 2016 nach und nach Einzug in die Weltraumsimulation halten sollen, darunter Multiplayer-Cockpits und ein Crafting-System. Dafür müssen Sie Horizons kaufen - wer Elite: Dangerous schon hat, bezahlt für den Horizons-Download im Frontier-Shop momentan 37,49 Euro und bekommt obendrauf eine exklusive Cobra MK IV, die man im Spiel aber erst kaufen muss.

Wer Elite: Dangerous noch gar nicht hat, zahlt im Shop für Horizons 49,99 Euro - kommt also unterm Strich viel billiger weg als die bisherigen Spieler, die beides einzeln kaufen mussten. Dass der Frontier-Shop ihnen die 12,50 Euro Differenz als »Treuerabatt« anpreist, ist da schon mehr als gewagt. Das Spiel gibt's auch auf Steam, liegt dort aber bei 53,99 Euro (Stand jeweils 17.12.2015).

Elite: Dangerous - Screenshots zur Guardians-Erweiterung

Erde: Betreten verboten!

Die genaue Liste der geplanten Erweiterungen haben wir weiter unten zusammengestellt. Wer auf die Horizons-Erweiterung verzichtet, bleibt trotzdem mit den Horizons-Besitzern im gleichen Universum (sprich: Servern), kann aber zum Beispiel nicht auf Planeten landen, sondern nur wie bisher in den Raumstationen. Den Auftakt dieser Horizons-Staffel bilden also die planetaren Landungen, inklusive Herumfahren mit einem bewaffneten Geländefahrzeug.

Horizons: Das ist für 2016 angekündigt
- Loot- und Crafting-System zum Verbessern und Spezialisieren der Schiffe
- Multicrew: Spielerteams können auf dem gleichen Schiff verschiedene Rollen übernehmen
- Commander Creation: eigener Look für den Piloten-Avatar
- Schiff-gestützte Jäger: größere Schiffe können Kurzstreckenjäger an Bord nehmen, die Gegner angreifen oder abwehren
- neue Missionen, Schiffe und Close Quarter Combat Arenen

Doch bevor Sie sich jetzt freudig in Ihr Raumschiff und anschließend auf die Erde stürzen wollen: Das geht nicht! Denn in Horizons können Sie nicht auf jedem Planeten oder Mond landen, sondern nur auf ausgewählten - welche genau, erkennen Sie im Navigationssystem oder auf der Systemkarte an einem türkisfarbenen Symbol. Diese Einschränkung können wir beim Saturn, Jupiter, Uranus und Neptun ja noch nachvollziehen: Das sind Gasplaneten, wir würden nicht auf ihnen landen, sondern hineinstürzen. Aber warum herrscht auf Erde, Mars und unseren übrigen Planeten Landeverbot?

Elite Dangerous: Horizons : In einem leichten Geländefahrzeug können wir erstmals unser Schiff verlassen. Hier die Geschützturm-Ansicht, wir beharken gerade die Wachdrohne einer Produktionsanlage. In einem leichten Geländefahrzeug können wir erstmals unser Schiff verlassen. Hier die Geschützturm-Ansicht, wir beharken gerade die Wachdrohne einer Produktionsanlage.

Okay, landen wir halt woanders. Zum Beispiel, sagen wir mal, auf Europa, dem viertgrößten Mond des Jupiters. Darauf darf man nämlich landen. Also nix wie hin und ... Moment! Das hier ist Elite: Dangerous, und da kann man nicht einfach so irgendwo runterfliegen. Was Sie alles brauchen und beachten müssen, erklären wir in unserer Guide-Bilderstecke, hier nur die Kurzfassung: Sie benötigen für Ihr Schiff eine »Planetenanflug-Suite« (für die holprige Übersetzung können wir nichts, gemeint ist eine Orbitalflug-Ausrüstung), einen Planetenfahrzeug-Hangar, eine Fahrzeug-Bucht und schließlich ein SRV-Fahrzeug (SRV steht für Surface Recon Vehicle).

Zum Thema: Myteriöses Artefakt in Elite: Dangerous deutet Alien-Invasion an

Damit ausgerüstet können Sie im Orbit landetauglicher Planeten oder Monde kreisen und über einem geeigneten Landeplatz in den Gleitflug wechseln. Landen können Sie auf den spärlich verteilten Stationen oder auf flachem Gelände. Spätestens jetzt wird klar, warum wir nicht runter auf unsere Erde dürfen: Die Planeten und Monde sind bis auf eine Handvoll Stationen und dünn verteilte Gebäudekomplexe absolut leer - und das wäre für die Erde ja nicht wirklich realistisch.

Krater-Hoppeln

Elite Dangerous: Horizons bietet daher das gleiche Wechselbad der Gefühle wie das bisherige Elite. Die Bandbreite reicht von igitt (wenn wir auf der Schattenseite eines Steinwüstenplaneten landen) bis hui (Sternaufgang über einem schroffem Krater).

Elite Dangerous: Horizons : Die Landung auf Stationen funktioniert wie bei Raumstationen. Nur der Weg dorthin ist aufwändiger. Die Landung auf Stationen funktioniert wie bei Raumstationen. Nur der Weg dorthin ist aufwändiger. Auch bei der Steuerung unseres Fahrzeugs werden wir erstmal wahnsinnig, denn idiotischerweise ist sie erst gar nicht belegt, wir müssen also alles von Hand eintragen, was bei über zwei Dutzend Einstellungen allein fürs Fahrzeug eine gute Weile dauert. Warum nicht einfach die Raumschiff-Belegung übernommen wurde, die wir uns dann nach eigenen Vorstellungen feintunen können, bleibt ein Rätsel.

Mit etwas Übung kriegen wir's aber gut hin, das sechsrädrige Vehikel über hubbelige Oberflächen zu bugsieren und einfach mal rumzufahren. Je nach Schwerkraft legt der kleine Flitzer sagenhafte Sprünge hin, zumal wir auch Sprungdüsen einsetzen können. Einer Fabrikanlage, die wir vom Raumschiff aus erspäht haben, statten wir mit unsrem Vehikel einen Besuch ab. Und testen mal den zweiläufigen Geschützturm auf dem Dach, den wir entweder aus der Fahrerperspektive bedienen, indem wir die Waffen mit dem Fahrzeug ausrichten, oder in der Schützenansicht - dann schwenken wir die Waffe wie einen Shooter-Geschützturm.

Als wir ein Gebäude beharken, passiert ... nichts. Erst als wir eine herumfliegende Drohne beschießen, kriegen wir eine Geldstrafe aufgebrummt und werden als feindlich eingestuft. Die übrigen Drohnen greifen uns an, wir schießen eine ab - und bekommen tatsächlich eine Belohnung, weil wir den »Verbrecher« erlegt haben. Ein Bug.

Elite Dangerous Horizons: Auf Planeten landen
Wir brauchen als erstes eine Planetenanflug-Suite – nur damit kommen wir in den Orbit von landefähigen Planeten und Monden. Normalerweise haben Horizons-Spieler die Suite gleich an Bord. Wenn nicht, gibt es sie als inneres Modul zu kaufen.

Und was sollen wir da unten?

Frontiers verspricht jede Menge neuer Bodenmissionen. Und tatsächlich finden wir an den Schwarzen Brettern der Raum- und Bodenstationen viele Aufträge auf Planeten und Monden. Doch erneut sind es oft simple Jobs wie »Bringe A nach B« oder »such den abgestürzten Piloten, der irgendwo in der Nähe sein muss«. Nur eben an der Oberfläche.

Genau das kann aber schnell zum Problem werden: Warum sollen wir Missionen auf Planeten annehmen, wenn Anflug und Landung umständlicher sind als bei den Raumstationen? Wilde Dogfights in Kraterschluchten, wie es der Trailer verspricht, werden wir so nicht erleben - das können wir jetzt schon sagen. Um mal einen Spieler zu zitieren: »Ich wünschte, Horizons wäre wirklich so actiongeladen, wie es der Trailer zeigt. Denn in Wirklichkeit sind auf der Oberfläche nur ein Haufen NPCs, stumme Spieler und Grillen, die im Hintergrund zirpen.«