Endless Space - PC

Strategie  |  Release: 04. Juli 2012  |   Publisher: Iceberg Interactive
Seite 1 2   Fazit Wertung

Endless Space im Test

Was Spieler wollen

Endless Space im Test: An Endless Space, dem Erstlingswerk des jungen Entwicklerstudios Amplitude, durfte die Community aktiv mitwirken. Ist das, was Spieler wollen, tatsächlich das, was Spieler wollen?

Von Patrick Lück |

Datum: 10.07.2012


Zum Thema » Test-Video zu Endless Space Kommentierte Spielszenen & Fazit » Die Rassen in Endless Space Alle Völker in der Galerie Endless Space ab 3,67 € bei Amazon.de Da haben wir Kritiker mal leichtes Spiel. Wenn uns am Weltraum-Strategiespiel Endless Space etwas nicht gefällt, dann sind diesmal nicht die Entwickler schuld, sondern Sie, die Leser beziehungsweise Spieler. Schließlich durfte die Community im Rahmen des »Games2Gether« (siehe Kasten) genannten Entwicklungsprinzips aktiv an der Entstehung des Titels mitwirken. Also: Selbst Schuld, ihr habt es ja so gewollt!

Jetzt auf Steam, später im Laden
Endless Space ist jetzt als Bezahl-Download über Steam verfügbar. Für den 24. August 2012 ist auch eine Ladenversion des Spiels als »Emperor Space Edition« angekündigt, die neben dem Hauptspielt auch ein Artbook, ein Poster sowie den Soundtrack und das United Empire »Emperor's Guard Skin« Pack und einen »Endless«-Helden mitliefert.

Nein, ganz so einfach machen wir uns das natürlich nicht, zumal hier von Schuld sowieso keine Rede sein kann, schließlich ist Endless Space ein durchaus gelungenes Weltraum-Strategiespiel. Denn zum einen wollen die Spieler, die nicht jeden Tag mit den Entwicklern gechattet haben, auch wissen, wie es um Endless Space steht, und zum anderen steckt in dem Spiel ein ziemlich guter Vertreter der sogenannten 4X-Weltraumspiele (wie z.B. Galactic Civilzations ). Deren Genre-König Master of Orion 2 hat mittlerweile 14 Jahre auf dem Buckel und wartet bislang vergeblich auf eine würdige Ablösung.

Endless Space
Raketen bilden in der Fernkampfphase die effektivste Angriffswaffe. Während kinetische Waffen und Strahlenkanonen auf die Distanz zu weit streuen, finden die Raketen eher ihr Ziel.

Noch zum Jahreswechsel enttäuschte das wegen akuten Geldmangels völlig unfertig veröffentlichte Sword of the Stars 2 die Genre-Fans, aber in diesem Sommer scheint sich die Lage zu bessern. Die Echtzeit-Variante Sins of a Solar Empire verfeinerte ihr Konzept im Addon Rebellion, demnächst erwartet uns mit Legends of Pegasus ein Schwergewicht und Hoffnungsträger aus deutschen Landen, das ebenfalls unter Mitwirkung der Fans entstanden ist und jetzt besinnt sich Endless Space nicht zuletzt dank des Fan-Inputs ganz auf die Tugenden von Strategie-Klassikern wie Civilization oder eben Master of Orion 2.

Die Rassen: Originell, aber ohne Tiefe

Endless Space : Dem Rassen-Editor sei Dank: Das zweite bayerische Königreich erobert unter Klon-König Ludwig II. die Galaxie. Im Gegensatz zum echten Märchenschloss-Erbauer hat unser »Kini« die Staatsfinanzen im Griff. Dem Rassen-Editor sei Dank: Das zweite bayerische Königreich erobert unter Klon-König Ludwig II. die Galaxie. Im Gegensatz zum echten Märchenschloss-Erbauer hat unser »Kini« die Staatsfinanzen im Griff. Ähnlich wie in diesen Vorbildern wählen wir zu Beginn des Spiels aus einer von acht Rassen aus, die sich in ihrer Spielweise zum Teil deutlich voneinander unterscheiden. Die Menschen des aggressiven United Empire setzen beispielsweise auf Wirtschaft und Militär, während die friedliebenden Amöben(!) mehr die Diplomatie bemühen.

Die Mischung der acht unterschiedlichen Rassen ist bunt und interessant, wie zum Beispiel der sich immer wieder selbst klonende Horatio oder die Säer-Maschinenwesen, die eben tun, wozu sie programmiert wurden. Wer mit den vorgegebenen Rassen nicht zufrieden ist, kann sich im umfangreichen Rassen-Editor sein Wunschvolk sogar selbst zusammenbasteln.

Die Hintergründe zu den Rassen sind in knappen und stimmungsvollen Texten ausgeführt und zu Beginn erwartet uns ein kurzes Einführungsfilmchen. Doch leider endet mit Spielbeginn dann jeder Anflug von Story. Über die Spieldauer hinweg bekommen wir von der Identität unserer gewählten Rasse nur noch in Form von Vor- und Nachteilen sowie einigen wenigen exklusiven Technologien etwas mit. Eine weitere Story-Entwicklung oder ein roter Faden wie der lebende Planet in Alpha Centauri oder die Antarianer aus Master of Orion 2 fehlt leider.

Die KI: Glaubwürdig

Dafür gibt die KI sehr gut die Eigenschaften der jeweiligen Völker wieder. Wer als KI-Gegenspieler vor allem aggressive Rassen wählt, kann sich die Erforschung diplomatischer Errungenschaften praktisch komplett sparen und sollte gleich die Rüstungsindustrie vorantreiben. Wählen wir friedliebende Völker, sind Handel und Diplomatie die bevorzugten Optionen der Politik.

Endless Space: Die Rassen
Hissho: Dieses Volk stammt von Vogel-DNA ab. Allerdings weniger von der von Spatzen oder Wellensittichen, sondern eher vergleichbar mit der der Pterodaktyl-Flugsaurier. Ihre bevorzugte Vorgehensweise ist militaristisch, außerdem pflanzen sie sich gerne fort.

Dabei verhält sich die KI durchaus nachvollziehbar. Besiedeln wir Planeten in unmittelbarer Nähe zu ihrer Reichsgrenze, antwortet sie darauf ebenso verschnupft wie auf größere Flottenbewegungen. Wer die computergesteuerten Feinde auf den höheren der insgesamt sieben Schwierigkeitsgrade bezwingen will, muss sich zudem wirklich ins Zeug legen, denn hier verzeihen sie weder Fehler noch Verzögerungen.

Endless Space : Der essentiell wichtige Forschungsbaum ist arg unübersichtlich angelegt und rückt in den beiden höheren der drei Zoomstufen zu wenig Informationen raus. Der essentiell wichtige Forschungsbaum ist arg unübersichtlich angelegt und rückt in den beiden höheren der drei Zoomstufen zu wenig Informationen raus. Endless Space ist daher vor allem ein Fest für etwas fortgeschrittenere Weltraum-Strategen, denn Einsteiger dürften von der Komplexität des Titels zu Beginn etwas überfordert sein. Zwar erklären gut gemachte Tutorial-Bildschirme anschaulich die wichtigsten Funktionen, bleiben aber viele entscheidende Informationen schuldig. So müssen wir uns den sehr unübersichtlich angelegten vier-ästigen Forschungsbaum erst über mehrere Partien selbst Stück für Stück erschließen. Erst so lernen wir, welche Forschungen tatsächlich notwendig sind und welche nicht.

Hat man aber das Prinzip endlich durchschaut, bietet der Technologien-Baum Raum für unterschiedliche Strategien. Rüsten wir möglichst schnell unsere Schiffe hoch, setzen wir auf Expansion über Planetenkolonisation, steigern wir unsere Industrie- und Wirtschaftsleistung oder begeben wir uns aufs diplomatische Parkett? Jede mögliche Vorgehensweise findet hier ihre Entsprechung, wobei es unserer Erfahrung nach nie Schaden kann über genügend Flottenverbände zu verfügen -- man weiß ja nie.

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Avatar Iaquinta
Iaquinta
#1 | 10. Jul 2012, 13:35
Glaube die Wertung kann man mit guten Gewissen unterschreiben.
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Avatar Tarsius
Tarsius
#2 | 10. Jul 2012, 13:40
Bin hin und her gerissen. Hab letztens 10min bei Steam überlegt, es mir zu kaufen.
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Avatar Morrich
Morrich
#3 | 10. Jul 2012, 13:43
Hm, perfekt wird sicher nie ein Spiel werden, aber solche Projekte zeigen doch ganz gut, wohin es führen kann, wenn man nicht völlig abgeschottet von allen äußeren Einflüssen und Spielermeinungen stur in eine Richtung entwickelt.

Es sollten vielleicht mehr Entwickler auf diese Art von äußeer Einflussnahme setzen und sich weniger von irgendwelchen Publishern, die hauptsächlich nur ihre finanziellen Interessen sehen, ins Handwerk pfuschen lassen.
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Avatar Albireo20
Albireo20
#4 | 10. Jul 2012, 13:46
na das klingt jedenfalls gut, heißt ich werd mir das doch mal wenn ich geld über hab bei Steam holen^^
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Avatar sali666
sali666
#5 | 10. Jul 2012, 13:47
Top Spiel bis jetzt. Es ist "fast" wie Ascendancy (1995), aber nur fast.

Bin auf die ganzen Updates und Erweiterungen gespannt.

BTW: Ascendancy II Multiverse ist wohl in Arbeit bei The Logic Factory.
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Avatar Imp0815
Imp0815
#6 | 10. Jul 2012, 13:51
Zitat von Iaquinta:
Glaube die Wertung kann man mit guten Gewissen unterschreiben.


Ne im Grunde genommen ist das Endless Space eine große enttäschung man hat mehr wert auf schlichte Knöpfe gesetzt die Statistiken verbessern. Hinzu kommt, man hat kaum optisches Feedback. Vom Kampfsystem will ich garnicht anfangen. Ich bin sogar so dreißt zu sagen das die 30€ noch ein wenig zu viel sind, mir wäre es nur 20€ wert. Ich hoffe ja auf Legend of Pegasus da es da mehr hübsches optisches feedback gibt.
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Avatar Iaquinta
Iaquinta
#7 | 10. Jul 2012, 14:02
Zitat von Imp0815:


Ne im Grunde genommen ist das Endless Space eine große enttäschung man hat mehr wert auf schlichte Knöpfe gesetzt die Statistiken verbessern. Hinzu kommt, man hat kaum optisches Feedback. Vom Kampfsystem will ich garnicht anfangen. Ich bin sogar so dreißt zu sagen das die 30€ noch ein wenig zu viel sind, mir wäre es nur 20€ wert. Ich hoffe ja auf Legend of Pegasus da es da mehr hübsches optisches feedback gibt.




Gut das Geschmäcker unterschiedlich sind.
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Avatar Bumsfallera
Bumsfallera
#8 | 10. Jul 2012, 14:04
Im Großen und Ganzen finde ich das Spiel recht gelungen. Das Kampfsystem ist allerdings sowas von unterirdisch schlecht dass es allein dadurch nicht wirklich Spaß macht.

Vielleicht schafft es ja Legends of Pegasus endlich mal wieder was rundum gelungenes abzuliefern.
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Avatar Ifrit30
Ifrit30
#9 | 10. Jul 2012, 14:07
Schade das das Kampfsystem automatisch abläuft, hätte jetzt so was wie Homeworld 2 erwartet.
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Avatar gerbrand
gerbrand
#10 | 10. Jul 2012, 14:09
Bei den Screenshots zu den Rassen muss ich sagen: Diese "Pilgerin" ist doch M aus James Bond!! Verschwörung!
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Details zu Endless Space

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: -
Release D: 04. Juli 2012
Publisher: Iceberg Interactive
Entwickler: Amplitude Studios
Webseite: http://www.endlesspace.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 225 von 5756 in: PC-Spiele
Platz 52 von 2368 in: PC-Spiele | Strategie
 
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