F1 2013 - PC

Rennspiel  |  Release: 04. Oktober 2013  |   Publisher: Namco Bandai
Seite 1 2 3   Fazit Wertung

F1 2013 im Test

Leider konsequent

Wie in der realen Vorlage mussten wir auch beim Test zu F1 2013 auf große Neuerungen verzichten, dafür schickt uns Codemasters mit Formel-1-Legenden der 80er und 90er Jahre zurück auf den Asphalt.

Von Thomas Wittulski |

Datum: 01.10.2013


Zum Thema » F1 2012 - Test Kalte Dusche ohne Champagner Gerade hat er seinen zweiten Ausstand aus der Formel 1 gegeben, da kehrt er schon wieder ins Cockpit zurück: Michael Schumacher. Codemasters schickt den Rekord-Champion erneut in die Königsklasse des automobilen Motorsports. Und zwar als einen der Classic-Fahrer, die die Macher diesmal zusammen mit einigen historischen Autos und Strecken ins Rennen schicken.

Abseits der Retro-F1 gibt's in F1 2013 allerdings nicht viel Neues zu vermelden: Codemasters bringt den Grand-Prix-Modus zurück ins Spiel, erlaubt nun Rennen in Originallänge und dreht ein paar Stellschrauben.

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Pflicht-Einstieg

Statt gleich mit Vettels RB9 loszudonnern, werden wir von F1 2013 zunächst in den Young Drivers Test geschickt. Da lernen wir dann also erst mal das Bremsen, Beschleunigen und wie wir die Gangschaltung bedienen. Bis hierher muss jeder den Test absolvieren. Danach nur noch, wer den »zurück ins Hauptmenü«-Knopf übersieht. Oder wer den Karrieremodus starten will: Denn den gibt's nur für Spieler, die mindestens Tag 1 der Veranstaltung abgeschlossen haben.

F1 2013 - Screenshots der PC-Version
Verursachen wir einen Unfall, gibt's eine Strafe. Gerecht. Kracht ein Kontrahent in uns hinein manchmal auch. Weniger gerecht.

Dass die Macher den Young Driver's Test, der in der echten Formel 1 dem Nachwuchstraining und zum Experimentieren mit den F1-Flitzern dient, um einige, in diesem Fall optionale Kapitel erweitert haben, ist durchaus löblich. Denn als Tutorial taugt dieser Spielabschnitt, gerade Einsteiger finden sich dadurch besser in der Formel 1 ein, aber als Pflichtprogramm für Spieler mit Vorkenntnissen nervt er ziemlich.

Auf dem Programm stehen neben den bereits erwähnten Bremsübungen etwa Tests bei Nässe und zum Reifenverschleiß. Dass wir in F1 2013 in Abu Dhabi auf dem Yas Marina Circuit unsere Testrunden drehen, während der echte Young Drivers Test 2013 in Silverstone stattfand, ist eine kleine Randnotiz, an der wir uns nicht weiter aufhängen wollen.

Vollgas

F1 2013 : Nach wie vor ist es vergleichsweise einfach, einen ganzen Haufen Konkurrenten in der Kurve zu überholen. Nach wie vor ist es vergleichsweise einfach, einen ganzen Haufen Konkurrenten in der Kurve zu überholen. Das Fahrverhalten der Boliden hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Muss es auch nicht: Die Wagen fahren sich nach wie vor sowohl mit dem Controller als auch mit dem Lenkrad glaubwürdig und sind je nach eingestellter Schwierigkeitsstufe und damit zugeschalteten Fahrhilfen leichter oder schwieriger zu bändigen. Dem Anspruch einer knallharten Simulation wird F1 aber auch 2013 nicht gerecht. Selbst mit dem zusätzlichen Schwierigkeitsgrad (nun gibt es derer fünf), der tatsächlich für mehr Herausforderung sorgt, wird der Titel nicht zur Hardcore-Sim.

Ein kleiner Nachteil: Computergesteuerte Gegner lassen sich in Kurven viel zu einfach überholen. Und das obwohl Codemasters die künstliche Intelligenz und die Regelauslegung auch dieses Jahr wieder leicht überarbeitet hat. Gegner fahren teilweise immer noch sehr aggressiv, was durchaus zu Unfällen führen kann. Und - auch wenn es nicht mehr ganz so häufig passiert - für nicht selbst verschuldete Unfälle werden wir von der Rennleitung immer noch ab und an belangt. Nicht gut!

Reifenwahl

Thema Nummer Eins bei der Formel 1 sind seit einigen Jahren die Reifen. Nachdem das Tanken bei Boxenstops verboten wurde, brauchte man etwas, was Rennen für den Zuschauer spannender und für die Teams unberechenbarer machen sollte. Pirelli, der aktuelle Reifenlieferant der Formel 1, hat genau für diesen Zweck schnell abbauende Reifen im Sortiment.

F1 2013 : Hübsch: Trotz veralteter Engine sieht F1 2013 hier und da echt gut aus. Vor allem nachts. Bei Regen. Hübsch: Trotz veralteter Engine sieht F1 2013 hier und da echt gut aus. Vor allem nachts. Bei Regen.

Die Pneus verlieren also permanent Gummi und damit Grip, müssen also alle paar Runden gewechselt werden. Auch die Reifenart spielt eine Rolle, denn während etwa die Sorte Supersoft sofort auf Betriebstemperatur ist, dafür aber schneller verschleißt, halten die Harten eine halbe Ewigkeit, brauchen dafür aber auch einige Runden, bis sie eine optimale Performance liefern.

Eine große strategische Komponente also, die Reifenwahl in der Formel 1. Und Codemasters greift das Thema im Spiel sehr gut auf: Wir dürfen uns nun vor einem Rennen, Qualifying und Training für eine Reifenart (weich, hart, Intermediate für feuchtes Wetter und Regenreifen) entscheiden.

Der Computer trifft eine Vorauswahl, wir reichen bei Bedarf ein Veto ein und entscheiden uns für eine andere Reifenmischung. Welche Pneus wir aufziehen, macht sich im Rennen durchaus bemerkbar: Die genannten Eigenschaften werden nämlich realistisch simuliert.

Haben wir etwa eine Bereifung mit weicher Mischung , kommen wir gleich zu Rennbeginn mit sehr hoher Geschwindigkeit um die Kurven, ohne ins Schleudern zu geraten. Ziehen wir hingegen Hart auf, müssen wir uns erst einfahren, bis wir annährend so sehr Pushen können wie mit der weichen Mischung. »Die Reifen haben jetzt die optimale Temperatur« - unser Renningenieur gibt uns Bescheid, wenn wir uns um die Pellen keine Gedanken mehr machen müssen.

Und auch, wenn diese wieder runter müssen. Ist der Abrieb so groß, dass wir kaum mehr Grip haben, bekommen wir das unmissverständlich zu spüren: Das Auto lässt sich kaum mehr kontrollieren.

Meist kommt der Effekt schleichend, manchmal aber auch plötzlich, sodass wir vorher nicht an die Box zum Wechseln können. Das ist dann Pech. Aber eben auch realistisch. In so einem Fall müssen wir die Karre eben ohne größeren Schaden zu verursachen über die Runde zur Boxencrew bringen und hoffen, dass wir mit dem frischen Satz wieder ein paar Plätze gut machen können.

Der Multiplayer-Modus
Der Mehrspielermodus von F1 2013 wird ins RaceNet von Codemasters eingegliedert. Das bedeutet, dass Spieler regelmäßig neue Herausforderungen etc. vorgesetzt bekommen sollen. Den Multiplayer konnten wir mangels Mitspielern zum Testzeitpunkt noch nicht ausführlich unter die Lupe nehmen.

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666Slayer666
#1 | 01. Okt 2013, 19:59
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar diddel72de
diddel72de
#2 | 01. Okt 2013, 20:03
Angeblich dürfen sie nicht mehr "Drumherum" in das Spiel einbauen wegen fehlender Lizenz. Genauso verhält es sich anscheinend mit dem Schadensmodel. Die FIA möchte das einfach nicht das der Wagen 100% korrekt zerlegbar ist.
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KosmoPro
#3 | 01. Okt 2013, 20:04
bei fifa gibts ja wenigstens Neuerungen jedes jahr, aber hier nix
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Avatar Shino tenshi
Shino tenshi
#4 | 01. Okt 2013, 20:16
Zitat von diddel72de:
Angeblich dürfen sie nicht mehr "Drumherum" in das Spiel einbauen wegen fehlender Lizenz. Genauso verhält es sich anscheinend mit dem Schadensmodel. Die FIA möchte das einfach nicht das der Wagen 100% korrekt zerlegbar ist.


Genau so sieht's aus. Die FIA möchte nicht, dass der Sport als "gefährlich" dargestellt wird ...

Es hat auch 3 Jahre gedauert, die Lizenzen für die Klassik-Autos, Fahrer und Strecken zu bekommen, da sieht man mal wie zäh so Verhandlungen sein können.
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Avatar mako_zero
mako_zero
#5 | 01. Okt 2013, 20:52
Schade.

Eigentlich habe ich mir nach der Ankündigung der Autos & Fahrer der 80er & 90er viel mehr erwartet. Codemasters hat mit der F1-Lizenz eigentlich die Lizenz zum Gelddrucken glaubt aber genau die gleiche Fanbase wie CallOfDuty zu haben. Ein Irrtum.

Ich wünschte mir den Beginn eines sinnvollen Erweitern der F1-Franchise mit laufenden Nachschub an klassischen Fahrern, Autos & Strecken aus den allen Epochen der Formel1. Auch das fehlen von Gridgirls, Siegerehrungen & dem ganzen Feeling rundum macht's fade.

F1 2013 zeigt wie die Formel1 derzeit aber wirklich ist. Keine Helden, kein Drama, keine Show. Nur Nerds in ihren Hitech-GoCarts. Das ganze ist total klinisch und überhaupt nicht spannend. Wenn man sich dagegen Rennen von anno dazu mal ansieht ... Adrenalin pur.

rFactor2 bietet mir da wenigsten vom technischen mehr.
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Avatar M3talc0re
M3talc0re
#6 | 01. Okt 2013, 20:57
Wie sieht es mit den Safety Cars aus? 2012 habe ich mir nicht gekauft, aber in 2011 habe ich in 2 vollen Saisons mit 100% Rennen nicht ein einziges Safety Car gesehen.
Und damit zusammenhängend: Macht die KI auch selber häufiger mal Fehler und produziert Crashes und Ausfälle?

Nachwuchsserien zu integrieren wäre wirklich sehr klasse, aber ich kann auch vollstens verstehen, wenn sie das aus Kostengründen für die Lizenzen nicht machen.
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Avatar dernamedersolangist
dernamedersolangist
#7 | 01. Okt 2013, 21:06
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar hallebadkappe
hallebadkappe
#8 | 01. Okt 2013, 22:11
"Ein kleiner Nachteil: Computergesteuerte Gegner lassen sich in Kurven viel zu einfach überholen."

Ist das in einem Rennspiel wirklich nicht mehr als nur ein kleiner Nachteil?
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Avatar ferrari2k
ferrari2k
#9 | 01. Okt 2013, 22:12
Mal so ne ganz doofe Frage, aber was bitte hat Alain Prost im modernen Williams zu suchen oder Michael Schumacher im 88er Ferrari?!
Nichtmal darauf haben sie geachtet. Aber Eddie Irvine in den F399 setzen, das kriegen sie hin...
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Avatar Roboute
Roboute
#10 | 01. Okt 2013, 22:26
Mich interessiert nur eins:

Sieht man nun evtl öfter das Safety-Car? Darüber wurde gar nichts gesagt im Test
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Details zu F1 2013

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Sport
Untergenre: Rennspiel
Release D: 04. Oktober 2013
Publisher: Namco Bandai
Entwickler: Codemasters
Webseite: http://www.formula1-game.com/
USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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