Far Cry : Far Cry: Ist das Spiel zwischen die Fronten geraten? Far Cry: Ist das Spiel zwischen die Fronten geraten? Schwere Vorwürfe gegen ATI: Die britische Online-Zeitung "The Inquirer" berichtet in einem Artikel von Zahlungen an Ubisoft für eine extra Optimierung von Far Cry für das Shader Model 2.0b. Der kanadische Grafikchip-Hersteller dementierte diese Vorwürfe umgehend. Nach Informationen des "Inquirer" sei ATI wegen der Optimierungen für das Shader Model 3.0 und der daraus resultierenden Performance-Steigerungen im Patch 1.2 besorgt gewesen. Deshalb sei eine spezielle Verbesserung für das von ATI voran getriebene Projekt Shader Model 2.0b entwickelt worden. Der Inquirer behauptet unter Berufung auf eigene Tests und Berichte anderer Websites, dass genau diese zusätzliche Optimierung für die Probleme beim Patch 1.2 für Far Cry verantwortlich seien - die letztlich zum ungewöhnlichen Rückruf durch Ubisoft führten. Demnach werde in Kürze der Patch 1.2 ohne die ATI-Optimierungen erneut erscheinen, bevor zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise ein weiteres Update mit Shader-Model 2.0b-Unterstützung nachgereicht wird.

Hintergrund der Geschichte ist der seit geraumer Zeit tobende Kampf der Grafikchip-Riesen nVidia und ATI. nVidia bietet mit ihren neuen GeForce-Karten der 6800er Serie erstmals die Unterstützung für das zukunftsweisende Shader Model 3 an. ATI hingegen hat bei den neusten Radeaon-X800-Karten auf einen entsprechenden Support verzichtet - mit dem Hinweis, dass es bisher keine Spiele gäbe, die Shader Model 3 unterstützen. Die Grafik-Referenz im Shooter-Bereich, Far Cry, tut dies seit dem Patch 1.2 nun jedoch. Dank dieser Optimierungen läuft Far Cry auf einer GeForce 6800-Ultra-Karte rund 10 bis 15 Prozent schneller als auf dem ATI-Flagschiff Radeon X800 XT.

Ob diese Vorwürfe der Wahrheit entsprechen ist schwer zu sagen. Im GameStar-Test lief Far Cry mit Patch 1.2 sowohl mit der ATI- als auch mit der nVidia-Karte problemlos. Ubisoft hat bisher keine weiteren Details zu den Ursachen der bei einigen Spielern aufgetretenen Patch-Probleme veröffentlicht. Der "Inquirer" war in der Vergangenheit immer wieder Quelle zahlreicher Gerüchte - die sich teilweise bestätigten aber auch teilweise in Luft auflösten. Daher ist die Meldung mit einiger Vorsicht zu genießen.